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Aus der Stadt Christuskirche in der Nordstadt wird zum Chorzentrum
Hannover Aus der Stadt Christuskirche in der Nordstadt wird zum Chorzentrum
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00:15 13.04.2013
Von Bärbel Hilbig
Der Umbau der Christuskirche zum Chorzentrum hat begonnen. Quelle: Visualisierung
Hannover

Ein echter Spatenstich ist für den umfangreichen Umbau der Christuskirche nicht wirklich notwendig. Doch die Freude über das entstehende Internationale Chorzentrum für Kinder- und Jugendchöre ist bei allen Beteiligten groß: Für symbolische Fotos durfte deshalb gestern ruhig ein wenig Bauschutt als Kulisse dienen.

„Die Gemeinde hat lange darauf gewartet, jetzt geht es endlich los“, sagt Pastor Matthias Grießhammer. Pläne für das Chorzentrum gibt es bereits seit weit mehr als zwei Jahren, der Baustart hatte sich auch aus Kostengründen mehrmals verzögert. Schon Anfang 2012 hatte die Nordstädter Kirchengemeinde das Gebäude für Sanierung und Umbau zum Chorzentrum geräumt. Dann wurde eine Dacherneuerung wegen Schwammbefalls notwendig. Doch jetzt startet die Umgestaltung im Inneren tatsächlich, seit zwei Wochen laufen in der denkmalgeschützten Kirche die Vorarbeiten.

Die Christuskirche wird in Zukunft als Raum für ganz unterschiedliche Zwecke dienen. Der renommierte Mädchenchor Hannover bekommt endlich ein dauerhaftes Zuhause mit mehreren Probenräumen. Gleichzeitig sollen im Chorzentrum auch andere Ensembles gefördert werden. An Konzerte und Veranstaltungen ist ebenfalls gedacht. Und die Gemeinde wird in ihrer Kirche weiterhin auch Gottesdienste feiern.

„Protestantische Kirchen sind seit jeher Versammlungsorte, an dieses Verständnis docken wir an“, sagt Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Doch mit den Mitteln des Stadtkirchenverbands allein sei das Vorhaben nicht zu stemmen. Bürgermeister Bernd Strauch, selbst Musiker, spricht von einer neuen „Visitenkarte“ für Hannover. „Chöre mit verschiedenen Niveaus bekommen ein Förderzentrum und haben als fantastische Vorbilder die Sängerinnen unseres Mädchenchors.“

Der Vorstand des Mädchenchores Hannover, Prof. Hans Bäßler von der Musikhochschule Hannover, erinnert daran, dass ein eigenes Domizil für den Chor immer ein großer Traum war. Bisher üben die jungen Sängerinnen im Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium weiterhin unter provisorischen Bedingungen. „Es ist das Ergebnis pädagogischer Arbeit, dass die Qualität des Mädchenchors professionelles Niveau erreicht und er von neuen Komponisten ernst genommen wird“, lobt Bäßler. Das sei bundesweit einmalig. Chorleiterin Gudrun Schröfel hört still zu.

Für die Finanzierung des rund 2,4 Millionen Euro teuren Umbaus haben sich zahlreiche Unterstützer gefunden. Neben Stadtkirchenverband, Mädchenchor und Kirchengemeinde geben Wilhelm Hirte Stiftung, Klosterkammer Hannover, Stiftung Niedersachsen, Walter und Charlotte Hamel Stiftung sowie Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung stattliche Beträge. Das Kulturministerium beteiligt sich an der Ausstattung. „Zum ersten Mal tragen so viele hannoversche Stiftungen ein Projekt mit“, sagt Burkhard Huch von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Manfred Kuhn vom Förderverein des Chorzentrums ruft dennoch zu einem Spendenendspurt auf - ganz ist das Geld noch nicht zusammen.

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