Dabei wird auch eine weitere Zusammenarbeit mit den drei Cityquartieren nicht ausgeschlossen, die sich gegen die Pläne Balkhoffs für eine Neustrukturierung der GmbH ausgesprochen hatten. Voraussetzung sei, dass das Modell „wirtschaftlich stabil und frei von Einzelinteressen“ entwickelt werde, betonten gestern Balkhoff und der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, Dirk Aigner. Bei einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der GmbH am 29. Juni sollen die Weichen neu gestellt werden.
Bedauern über die Entwicklung hat gestern das Sozialministerium des Landes geäußert, das die Gründung der City GmbH vor zwei Jahren im Rahmen der sogenannten Quartiersinitiative angeschoben und jährlich mit rund 100?000 Euro gefördert hatte. Die Förderung läuft jetzt aus. „Es ist bedauerlich, dass die finanzielle Unterstützung des Landes bislang keine nachhaltige Arbeitsstruktur sicherstellen konnte“, sagt Sprecher Thomas Spieker. Für eine Rückforderung von Fördermitteln bestehe aber „derzeit kein Anlass“.
Am Donnerstag tagt turnusgemäß der Vorstand der City-Gemeinschaft, der auch über die aktuelle Situation diskutieren wird. Auch der zurückgetretene GmbH-Gesellschaftersprecher Manfred Middendorff will sich an den Gesprächen über einen Neustart beteiligen. Im Gespräch ist nach Angaben Balkhoffs und Aigners ein Modell, das nicht mehr grundlegend auf fünf Quartieren aufbaut, sondern auf „zwei Säulen“ lagert – der City-Gemeinschaft als Gesamtvertretung der Interessen des Handels und einem Citymanagement. Ob die geeignete Organisationsform wieder eine GmbH ist oder ein Verein, wie ihn die City-Gemeinschaft seit Jahrzehnten darstellt, müsse noch geklärt werden.
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