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City könnte längst Gratis-WLAN haben

Ströer hat ein System im Angebot City könnte längst Gratis-WLAN haben

Düsseldorf baut kostenlose Internetangebote flächendeckend für die gesamte Innenstadt auf. Recherchen der HAZ haben jetzt ergeben: Das wäre auch in Hannover möglich – aber die Stadtverwaltung hat bisher kein Interesse daran gezeigt.

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Düsseldorf baut bereits flächendeckend kostenloses WLAN auf, die Stadtverwaltung in Hannover hat das Thema bisher nicht als besonders wichtig eingestuft.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Zahlreiche deutsche Städte versuchen derzeit, Innenstadtkunden den zusätzlichen Service zu bieten. Ausgerechnet die Messestadt Hannover dürfe nicht ins Hintertreffen geraten, hatte in der vergangenen Woche die Ratsopposition gewarnt. CDU-Wirtschaftspolitiker Jens-Michael Emmelmann ärgert sich: „Die Stadt ignoriert den Fortschritt.“

In Düsseldorf finanziert der kommunale Werbepartner Wall AG das Angebot der kabellosen Netzwerke („Wireless LAN“, kurz WLAN). Das in Berlin ansässige Unternehmen hat an mehr als 
50 Stellen in der Innenstadt Internetzugangspunkte für Nutzer von Mobilgeräten eingerichtet, die Passanten rund um die Uhr kostenloses Surfen ermöglichen. Die Stadt Düsseldorf muss keinen Cent bezahlen – das Unternehmen darf dafür aber auf den entsprechenden Kästen werben.

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Braucht Hannover kostenloses WLAN in der City?

Was Wall für Düsseldorf ist, das ist Ströer in Hannover. Das Unternehmen hat Exklusivrechte für Werbung im öffentlichen Raum, es installiert und bestückt unter anderem Litfaßsäulen, City-Lightboards und andere Werbeflächen. Im Gegenzug muss es unter anderem den Betrieb von öffentlichen Toiletten finanzieren. Ströer-Sprecher Bernd Hoetdke sagt gegenüber der HAZ zu dem Angebot in Düsseldorf: „Das ist keine Hexerei, das ist einfach eine Verknüpfung von Werbeflächen und Internetzugangspunkten.“ Auch Ströer habe die Dienstleistung im Angebot. In Siegen wird das Unternehmen demnächst die City mit flächendeckenden WLAN-Hotspots versorgen. Von der Größe her sei dieser Bereich mit der Innenstadtfläche der hannoverschen City vergleichbar.

In Hanover befinden sich Ströer und die Stadtverwaltung zwar in regelmäßigen Gesprächen, über ein Gratis-WLAN wurde aber laut Hoetdke nur am Rande geredet: „Die Stadt hat noch keinen Wunsch an uns herangetragen.“ Auch Rathaussprecherin Konstanze Kalmus bestätigt, dass es bislang keine Verhandlungen gibt – ein entsprechender Auftrag der Ratsversammlung liege nicht vor.

Dass die Stadtverwaltung auf das Angebot für kostenfreies WLAN in der Innenstadt nicht eingegangen ist, löst beim CDU-Ratsherrn Emmelmann Kopfschütteln aus. „So etwas wäre ein Riesengewinn für Hannover.“ Emmelmann sagt, dass die CDU schon vor zwei Jahren auf die Möglichkeit einer Kooperation mit dem Werbepartner Ströer hingewiesen habe. „Damals wurde der Vertrag neu verhandelt, das wäre die Chance für Hannover gewesen.“

Von Christian Link und Conrad von Meding

In Siegen baut Ströer das Netz auf

In der Siegen im Sauerland sieht der Vertrag zwischen Anbieter Ströer und der Stadtverwaltung die Aufstellung von bis zu 13 neuen Werbekästen in der Innenstadt vor. Die sogenannten City-Light-Poster – beleuchtete Vitrinen, die ein Plakat enthalten – werden gleichzeitig auch Standort für die WLAN-Hotspots verwendet. Der Vorteil für die Städte: Wenn sie ein öffentliches WLAN über einen privaten Dienstleister anbieten, müssen sie die sogenannte Störerhaftung nicht übernehmen, falls Nutzer illegal Daten über das Netzwerk herunterladen. Das war in Hannover bisher stets ein Argument gegen öffentliches WLAN.

In der Kaufmannschaft arbeitet man derweil an einer eigenen Lösung. Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, hat angekündigt, mit Hilfe eines lokalen Anbieters ein WLAN-Netz für die Innenstadt aufzubauen, damit Kunden beim Bummeln kostenlos mit dem Internet verbunden sein können. Für Hannover wäre das schon ein Fortschritt – wenn auch dieses System wohl kaum ein lückenloses Netz ermöglicht – zumindest in etlichen Geschäften wäre es verfügbar.

med

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