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Clubbesitzer zahlt wegen Sozialbetrug Strafe

Geldstrafe Clubbesitzer zahlt wegen Sozialbetrug Strafe

Ein Clubbesitzer aus Hannover muss 5400 Euro Geldstrafe zahlen, weil er über Jahre Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet hat. Gegen den Mitgesellschafter der ehemaligen Discothek in der Innenstadt wird in dieser Sache ebenfalls ermittelt, allerdings bei der Staatsanwaltschaft in Hildesheim. 

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Ein ehemaliger Clubbesitzer muss wegen Sozialbetrug 5400 Euro zahlen.

Quelle: Archiv/Symbolfoto

Hannover. Durch einen Hinweis war das Hauptzollamt Hannover auf die beiden Clubbetreiber Dirk S. und Torsten F. aufmerksam geworden. Demnach soll Dirk S. die Mitarbeiter im Service und die Türsteher in Unterlagen als „Veranstaltungsbetreuer“ bezeichnet und sie als selbstständige Unternehmer geführt haben. Selbstständige Mitarbeiter müssen vom Arbeitgeber nicht bei der Sozialversicherung angemeldet werden.

Nach Hinweis wurden Beamte misstrauisch

Die Beamten des Hauptzollamts allerdings wurden nach dem Hinweis misstrauisch. Bei einer Durchsuchung im Jahr 2014 beschlagnahmten sie Unterlagen und wurden darin fündig. „Die Mitarbeiter des Clubs erfüllten nicht die von der Deutschen Rentenversicherung festgelegten Kriterien für eine Selbstständigkeit“, sagt Zollsprecher Hans-Werner Vischer.

Damit habe Dirk S. in 65 Fällen Arbeitsentgelt veruntreut und den Sozialversicherern vorenthalten. S. hat die Abgaben für die Mitarbeiter über vier Jahre bis Mai 2014 nicht gezahlt, also schätzen die Krankenversicherungsunternehmen AOK Niedersachsen und Barmer GEK sowie die Minijobzentrale den entstandenen Beitragsschaden auf rund 32.000 Euro.

Club aus anderen Gründen geschlossen

Das Amtsgericht Hannover hat den 37-Jährigen Ende September zu einer Geldstrafe von 5400 Euro in mehreren Tagessätzen verurteilt. Zuvor hatte es einen Strafbefehl gegeben, gegen den S. Einspruch eingelegt hat. Zu seinem Vorteil. Denn in der anschließenden Verhandlung seien einige Anklagepunkte zusammengefasst worden, wodurch die Geldstrafe etwas niedriger ausfiel als im Strafbefehl veranschlagt, sagt Richterin Catharina Erps.

Der Club wurde einige Monate nach der Durchsuchung geschlossen, allerdings aus anderen Gründen. S. widmet sich seitdem anderen musikalischen Projekten, bei denen er unter anderem in Leitungsfunktionen tätig ist.

Von Isabel Christian

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