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Coldplay dreht Video ohne Fans im Eisstadion

Enttäuschung bei Statisten Coldplay dreht Video ohne Fans im Eisstadion

Es klang wie ein Aprilscherz im Juni – wurde aber wahr: Die Band Coldplay hat am Donnerstag ihr neues Musikvideo in Hannover gedreht. Dabei wurde das Eisstadion am Pferdeturm zur Kulisse. Fans, die einen Blick auf ihre Idole ergattern wollten, wurden jedoch enttäuscht. Die Musiker kamen erst, als der Dreh mit rund 1200 Statisten beendet war.

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Das "Wunderkerzenmeer" bei Indians-Heimspielen (Foto: Archiv), das auf vielen Videos im Netz zu sehen ist, hatte der Band imponiert. Die Stimmung soll auch in dem neuen Coldplay-Video rüberkommen. Indians-Boss David Sulkowsky war einer der wenigen, der die Chance auf ein Foto mit Chris Martin hatte

Quelle: Privat/Archiv

Hannover. Bei den Dreharbeiten zum neuen Video von Coldplay in Hannover haben die Statisten vergeblich auf die weltbekannte britische Band gewartet. Rund 1200 Komparsen hatten am Donnerstag im Eisstadion der Indians die Aufgabe, brennende Wunderkerzen in die Höhe zu halten, während ein Paar zum Song "Everglow" auf dem Eis tanzte. Viele waren in der Hoffnung gekommen, die Musiker rund um Sänger Chris Martin einmal in intimer Atmosphäre zu erleben. Das Management habe aber aus Sicherheitsgründen entschieden, dass die Band erst am Nachmittag anreist und dann allein dreht, sagte Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky.

Die Band Coldplay dreht ihr neues Musikvideo in Hannover. Dabei wird das Eisstadion am Pferdeturm zur Kulisse. 

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Und so warteten bereits am frühen Morgen Hunderte auf den Beginn des Events. Um kurz nach 8 Uhr war Einlass in die Halle. Stadionchef Gerhard Griebler ist mit dem Megafon unterwegs und ruft ein paar Infos in die Warteschlange. Jeder bekommt ein T-Shirt für den Dreh, das er auf links drehen und in der Halle anziehen soll. Den meisten macht das Warten trotz leichten Regens überhaupt nichts aus.

Nicht alle hatten eine Zusage bekommen, in dem Video mitspielen zu dürfen. Einige waren nur gekommen, um einen Blick auf Martin und den Rest der weltweit erfolgreichen Band zu erhaschen. Doch sie mussten sich mit einem Coldplay-T-Shirt und einem Anstecker zufriedengeben.

Smartphones streng verboten

Bis 12.30 Uhr dauerten die Aufnahmen, spätestens in der Pause um 11.00 Uhr hatte sich herumgesprochen, dass Chris Martin und Co. zumindest am Vormittag nicht mehr auftauchen würden. "Wir sind total sauer", sagte Tine (50) aus Bad Nenndorf, die mit ihren Freunden Torsten (42) und Jessica (36) angereist war. "Es gab nur Wasser und nichts zu essen, entsprechend schlecht war die Stimmung."

Sogar aus dem Ausland hatten sich Coldplay-Fans auf den Weg nach Hannover gemacht. Die Italiener Luigi und Tommaso kamen mit ihren Freundinnen direkt vom Konzert der Briten im Berliner Olympiastadion am Mittwoch. Beim Video-Dreh wurden sie von Sicherheitsleuten vorzeitig aus der Halle geschickt, weil sie ihre Smartphones gezückt hatten. Eigene Aufnahmen waren streng verboten. Das Publikum wurde zudem angewiesen, keine Inhalte des Drehs über soziale Netzwerke zu verbreiten.

Annalena Lange (22) und Ricarda Hackstedt (28) verließen im Gegensatz zu anderen Fans bester Laune das Eisstadion. "Wir hatten auch gar nicht damit gerechnet, dass Chris Martin auftaucht", sagte Ricarda. Sie habe besonders beeindruckt, welch großer Aufwand für ein Musikvideo betrieben wird, sagte Annalena. "Jede Wunderkerze ist wichtig. Es war einfach toll, ein Teil davon zu sein", meinte die Studentin aus Osnabrück, die seit ihrer Kindheit Coldplay-Fan ist. "Die Musik passt zu jeder Lebenslage. Es ist auch cool, die Wandlungen von Coldplay mit zu durchlaufen."

Nadine, Maren, Ramona, Jens, Stefan und Franzi haben sowieso ein Heimspiel - und morgens schon ein Bierchen dabei. 

Quelle: Janssen

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David Sulkovsky, Geschäftsführer der Indians, war bereits im Vorfeld ziemlich aus dem Eishäuschen: „Eine unglaubliche Sache.“ Das Management sei auf sie zugekommen, nicht umgekehrt, denn „von der Locationsuche wusste ja keiner was“. Die stimmungsvollen Bilder und Videos, die von den Indians-Spielen im Internet zu finden sind, hätten wohl den Ausschlag gegeben. Stadionbetreiber Gerhard Griebler ist „stolz, mit Chris Martin und seiner Crew zusammenarbeiten zu dürfen“.

Coldplay ist derzeit in Deutschland und spielt am 29. Juni im Olympiastadion in Berlin und am 1. Juli im Hamburger Volksparkstadion. Nun ist Hannover noch dazwischengerutscht – mit einem kleinen, aber natürlich viel spannenderen Event.

mic/uj/lni

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