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Zehntausende Besucher stürmen Comic Con

Comic-Messe in Hannover Zehntausende Besucher stürmen Comic Con

Superhelden in Verkleidung, kostspieliges Merchandise und haufenweise Comics – Tausende Besucher stürmen die Comic-Messe Comic Con. Die Trend-Ausstellung ist zum ersten Mal überhaupt auf deutschem Boden. Mit dabei sind viele Serienstars, unter anderem aus "Big Bang Theory" und "Game of Thrones".

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Comic Con in Hannover: Ein Eldorado für Cosplayer und Film-Fans.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Sigmund Freud hätte seine Freude gehabt mit den Besuchern bei der ersten Comic-Con in Deutschland, einer Art Leitmesse der Comic- und Fantasy-Welt. Cosplayer – so nennen sich die Kostümierten – sind aus ganz Deutschland, sogar aus den Nachbarländern angereist und spazieren durch die Messehalle 2. Weltraum-Söldner, archaische Amazonen, asiatisch inspirierte Manga-Püppchen, Super- und Batmänner. Viel Raum für Spekulationen, ob die grelle Kluft auf Klüfte in den Tiefen der Seele schließen lässt. Sicher ist aber diese Begriffsumkehr: Bei der Comic-Con ist das Außergewöhnliche die Norm. Als Sonderling fällt eher auf, wer unkostümiert in T-Shirt-Jeans-Turnschuhen kommt.

Die Messe gilt als „Knüller in der Szene, ein Knaller für Europa“, wie Kayleigh Hos aus Salzgitter-Bad sagt, die mit einem riesigen Pappmaché-Holzhammer und im Kostüm der Figur Harley Quinn aus dem Batman-Comic nach Hannover gekommen ist. „Das ist ein Treffpunkt für die Cosplayer.“ Und was machen diese Leute, die Hos charmant als „positiv Verrückte“ bezeichnet, auf der Messe? Man bummelt wie auf einem Flohmarkt an den Ständen der rund 80 Aussteller entlang durch die Messehalle. Es gibt Fanartikel für alles, was derzeit auf den Sender geht – allerdings nicht zu Flohmarktpreisen. Eine Pokémon-Base-Cap kostet 20 Euro, den Sailor-Moon-Kaffeebecher gibt‘s für 14,99 Euro, den Helm des neuen Star-Wars-Bösewichts Kylo Ren für 40 Euro, Poster, Sticker, Met-Hörner der Firma Troll Art (300, 500 oder 750 Milliliter), Rollenspiele oder Batman-T-Shirts, drei Stück 50 Euro oder ein Krummsäbel (stumpfe Klinge) für 100 Euro. Anders als etwa bei der Cebit oder der Industriemesse geht‘s bei diesem Teil der Comic-Con ums bloße Verkaufen, nicht um die Leistungsshow einer Branche.

Zum ersten Mal ist die Comic-Messe Comic Con in Deutschland. Ein Eldorado für Serien-, Comic-Fans und Cosplayer.

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Das Geschäftsmodell probieren viele Veranstalter. Ende des Monats etwa ist erstmalig auf dem Messegelände in Stuttgart die Comic-Con-Germany zu Gast. Ähnlicher Name, gleiches Konzept. Bei der Messe AG in Hannover beobachtet man das, ist aber ein bisschen stolz darauf, Stuttgart auf der Zielgeraden um drei Wochen abgehängt und dazu den renommierteren Veranstalter zu haben. „Umsatzmäßig krempelt die Comic-Con natürlich unser Ergebnis nicht um. Aber wir blicken auf unsere Auslastung, und es ist ein sehr interessantes Besucherspektrum. Die Comic-Con hat Prestige und genießt große Aufmerksamkeit“, sagt Messesprecher Wolfgang Kossert auf Anfrage.

Was braucht es für Aufmerksamkeit vor allem? Stars, Stars, Stars. Die hat der Veranstalter nach Hannover eingeladen, um reichlich Besucher zu locken. Darunter sind Youtuberin Meg Turney, Comicautor Bob Layton sowie die Schauspieler Josef Altin, Ian Beattie und Melissa Rauch. Die muss nicht jeder kennen. Aber sie sind Heroen des Superhelden-Publikums auf der Comic-Con. Beattie und Altin haben in der TV-Serie „Game of Thrones“ mitgespielt. Auf dem Podium vor mehreren Hundert Fans im Tagungsraum „Rom“ kommentiert Beattie eine Frage aus dem Publikum mit viel Humor: „Ja, da wird tatsächlich so viel gestorben, dass man bange sein muss, ob es bis zum Jahresende überhaupt noch genug Schauspieler gibt“, sagt er – und freut sich, dass der Gag ankommt.

Rauch – Darstellerin der Serie „Big Bang Theory“ – posiert zur gleichen Zeit für Fotos. Viele wollen, obwohl das extra kostet. Die Schlange ist lang, 30 Minuten Wartezeit für ein Selfie mit dem Star.
Langweilig wird das trotzdem nicht. Denn ewig kreist die Parade der „positiv Verrückten“ in ihren spannenden Kostümen durch die Halle. Am Ende sind auch die Veranstalter zufrieden. „Hannover war klasse. Wir kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder“, sagt MCM-Sprecherin Stefanie Zurek.   

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