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Congress Hotel storniert Zimmer für AfD-Gäste

Bundesparteitag in Hannover Congress Hotel storniert Zimmer für AfD-Gäste

Das Congress Hotel am Stadtpark storniert die reservierten Zimmer von Mitgliedern der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Am Sonnabend und Sonntag hält die zum Teil rechtspopulistische AfD ihren Bundesparteitag im Hannover Congress Centrum (HCC) ab.

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AfD ausgeladen: Das Hotel am Stadtpark fürchtet um den reibungslosen Betrieb.

Quelle: Martin Steiner/Archivbild

Hannover. „Wir wollen damit die Sicherheit aller Gäste, unserer Mitarbeiter und den reibungslosen Hotelbetrieb am kommenden Wochenende besser gewährleisten“, sagt Hoteldirektor Cord Kelle auf Nachfrage der HAZ.

Am Sonnabend und Sonntag hält die zum Teil rechtspopulistische AfD ihren Bundesparteitag im Hannover Congress Centrum (HCC) ab, zwei Demonstrationen vor den Toren des HCC sind bereits angemeldet. Mehrere Parteimitglieder hatten zuvor das Angebot ihrer Kreisverbände genutzt, sich Zimmer im benachbarten Congress Hotel vermitteln zu lassen. Sie müssen sich jetzt nach anderen Schlafgelegenheiten umschauen. „Die Entscheidung des Hotels ist sehr bedauerlich; bedauerlich nicht für das Hotel oder die AfD sondern für den Zustand unserer Demokratie“, sagt Stefan Henze vom AfD Regionsverband Hannover. Er geht von einer politisch motivierten Aktion aus.

"Konfrontationen vom Hotel fernhalten"

Das weist Hoteldirektor Kelle weit von sich. „Die Maßnahme dient dazu, Konfrontationen vom Hotel fernzuhalten.“ Er habe mit zwei AfD-Vertretern sachliche Gespräche geführt und sogar Verständnis bekommen. „Es gab aber auch eine telefonische Bedrohung“, sagt Kelle, ohne Details zu nennen. Rechtlich stützt sich Kelle auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Hotels, wonach außerordentliche Kündigungen möglich sind, wenn der reibungslose Hotelbetrieb gefährdet ist. Auf der Facebook-Seite des Hotels drücken einige Kommentatoren ihr Missfallen aus, andere stimmen der Entscheidung zu. „Beängstigend ist, wie groß der Druck der Straße in unserem Land zwischenzeitlich geworden ist“, sagt AfD-Mann Henze.

Die Polizei bereitet sich derweil auf einen Großeinsatz vor dem HCC vor. Geplant ist eine Kundgebung des Bündnisses Bunt statt Braun, bei der auch Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) reden wird. Das Bündnis setzt sich aus Gewerkschaftern, Kirchenverbänden und politischen Nachwuchsorganisationen zusammen. Die Veranstalter rechnen mit 5000 Teilnehmern.

Wie die Polizei mitteilt, hat zudem eine Privatperson eine zweite Demonstration gegen die AfD angemeldet. An dieser Veranstaltung sollen etwa 150 Demonstranten teilnehmen. Linksautonome Gruppen rufen jetzt bundesweit zur Fahrt nach Hannover auf. Sie wollen sowohl den Parteitag am Sonnabend, als auch die Demonstration der islamfeindlichen Pegida-Bewegung am Montagabend verhindern.

Von Andreas Schinkel und Tobias Morchner

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Spricht am Sonnabend in der Eilenriedehalle des HCC: AfD-Chefin Frauke Petry.

Ab heute hält die Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Congress Centrum Hannover ihren Parteitag ab - gegen die Veranstaltung hat sich Protest formiert. Bis zu 5000 Teilnehmer werden zu der Kundgebung vor dem HCC erwartet, während innen über Satzung und Parteiführung debattiert wird.

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