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So sieht es in der Unterkunft am Waterlooplatz aus

Container für Flüchtlinge So sieht es in der Unterkunft am Waterlooplatz aus

Nach Bauverzögerungen und langer Betreibersuche wird die Flüchtlingsunterkunft auf dem Waterlooplatz nun doch eröffnet. Das Containerdorf soll demnächst bis zu 120 Asylsuchenden ein Zuhause bieten. Anwohner konnten sich am Donnerstag einen Eindruck von den Räumen verschaffen.

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120 Flüchtlinge werden in solchen Zimmern am Waterlooplatz untergebracht.

Quelle: Körner

Hannover. Schon kommende Woche sollen die ersten Flüchtlinge ihr neues Quartier auf dem Waterlooplatz beziehen. Es werden zunächst rund 50 junge Männer sein - aus Syrien, Afghanistan, Irak und Nordafrika. Sie  verlassen die Notunterkunft im ehemaligen Oststadtkrankenhaus. Die Stadtverwaltung will das Klinikgebäude abreißen und das Grundstück für den Wohnungsbau vermarkten. "Die restlichen Plätze in den Modulbauten auf dem Waterlooplatz sind für Flüchtlinge reserviert, die das Land zuweist", sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Zunächst soll das Containerdorf zwei Jahre auf dem Platz stehen. "Wir haben die Möglichkeit zu verlängern, wenn Bedarf besteht", sagt Demos.

Am Donnerstag wurde das neue Flüchtlingsheim des DRK am Waterlooplatz vorgestellt.

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Der Standort auf dem zentralen Platz an der Lavesallee war von Anfang an politisch umstritten. Auf dem Höhepunkt der Zuwanderung im vergangenen Jahr schlug die SPD im Bezirk Mitte vor, auch in der dicht besiedelten Innenstadt ein Zeichen der Solidarität mit den Asylsuchenden zu setzen und eine Unterkunft zu errichten. CDU und FDP sowie manche Sozialdemokraten waren mit der Wahl des Standorts nicht einverstanden. Die Flüchtlinge lebten auf dem weiträumigen Platz neben dem verkehrsreichen Cityring wie auf dem Präsentiertelle, hieß es. Auch Sicherheitsbedenken wurden ins Feld geführt. Bei jedem Fußballspiel müssten besondere Sicherheitsvorkehrungen für das Containerdorf getroffen werden. Die Unterkunft liegt an der Route, die Fans zum Stadion nehmen. Am Ende hat sich der Rat mehrheitlich über die Bedenken hinweg gesetzt.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen hat der Betreiber der Einrichtung, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), nicht getroffen. "Die Maßnahmen entsprechen den Vorgaben der Stadt", sagt DRK-Sprecherin Nadine Hunkert. Bei Großveranstaltungen, etwa einem Fußballspiel, könne ein "mobiles Einsatzteam" zusätzlich auf das Flüchtlingsheim aufpassen. Die Stadt hatte zunächst überlegt, eine Wärmebildkamera anzuschaffen, um ungebetene Besucher, die sich den Containern nähern, rechtzeitig aufspüren zu können. "Aber das haben wir aus Kostengründen verworfen", sagt Stadtsprecher Demos.

Schwierige Bauarbeiten, lange Betreibersuche

Die Bauarbeiten gestalteten sich Anfang des Jahres schwierig, vor allem der weiche Untergrund bereitete Probleme. Immer wieder musste der Fertigstellungstermin verschoben werden. Eigentlich sollte die Unterkunft schon im Frühjahr eröffnen, dann wurde der Termin Monat für Monat verschoben. Hinzu kam, dass Hannover immer weniger Flüchtlinge aufnehmen musste und der Bedarf für neue Wohnkapazitäten sank. In der Ratspolitik fragten sich manche, ob die Stadt das Containerdorf überhaupt noch benötigt. Die Stadt beharrte  auf dem Standort, weil sie ihre Notunterkünfte, etwa Turnhallen und das ehemalige Oststadtkrankenhaus, räumen wollte und Kapazitäten brauchte.

Der Waterlooplatz als Standort für eine Unterkunft war im Rat umstritten. Nun rollen die Bagger über das Areal und bereiten den Standort für die Wohncontainer vor.

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Weitere Verzögerungen musste die Stadt hinnehmen, weil sich die Suche nach einem Betreiber als schwierig erwies. Nach Informationen der HAZ hatten sich sowohl Johanniter als auch DRK und  kommerzielle Betreiber lange geziert, die Unterkunft zu übernehmen. Die Lage in der Nähe von Stadion und Schützenplatz galt als kritisch.

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