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Conti favorisiert Neubau am Pferdeturm

Unternehmenszentrale Conti favorisiert Neubau am Pferdeturm

Der Reifen- und Technikkonzern Continental bleibt mit seiner Zentralverwaltung in Hannover. Das Unternehmen hat am Dienstag bestätigt, dass eine Vorentscheidung für einen Neubau am Pferdeturm gefallen ist. Dort will man zwei Grundstücke auf beiden Seiten der Hans-Böckler-Allee nutzen und sie mit einer Brücke über der Straße verbinden.

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Eine Brücke über die Hans-Böckler-Allee soll die beiden Grundstücke miteinander verbinden. Auf diesen soll die Firmenzentrale von Continental für 1200 Mitarbeiter entstehen.

Quelle: Thomas/Archiv

Hannover. Der Continental-Konzern will seine neue Hauptverwaltung am Pferdeturm in Hannover bauen. Man habe mit der Stadt konkrete Detailverhandlungen über den Erwerb der freien Flächen nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee aufgenommen, teilte der Autozulieferer am Dienstag mit. Die Landeshauptstadt hat sich damit in einem knappen Rennen gegen die Konkurrenz aus dem benachbarten Garbsen vorerst durchgesetzt.

Geplant ist eine Firmenzentrale, die eher den Charakter eines Campus als eines Konzern-Wolkenkratzers haben soll. Die Flächen auf beiden Seiten der viel befahrenen Hans-Böckler-Allee sollen mit einer „innovativen Straßenüberbauung“ versehen werden. Für das gesamte Projekt will die Conti einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Mit der Stadt wolle man zudem über die Verkehrsanbindung der Hauptverwaltung sprechen. Eine gute Erreichbarkeit sei für den Konzern entscheidend, sagte ein Sprecher.
Die Übernahme der Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 37 600 Quadratmetern ist für das erste Quartal 2017 vorgesehen, der Einzug in die neue Zentrale soll 2020 vollzogen sein. Ein Jahr später feiert der hannoversche Traditionskonzern sein 150-jähriges Bestehen. Für das Gesamtprojekt rechnet die Conti mit einem Investitionsvolumen „im hohen zweistelligen Millionenbereich“. Die neuen Bauten, zu denen auch ein eigenes Parkhaus zählen wird, sollen Büros für 1250 Menschen bieten und auf Wachstum ausgelegt sein.

So sehen die Planungen vor, langfristig bei Bedarf weitere Stockwerke hinzufügen zu können. Die Hauptverwaltung solle „ein modernes, für die Stadt und unser Unternehmen markantes und die Kommunikation förderndes Bauwerk

“ werden, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart. Der – geschlossene – Bau über die Hans-Böckler-Allee solle „markant, aber nicht dominant“ ausfallen, so ein Conti-Sprecher. Man benötige jedoch dringend eine Verbindung zwischen den Gebäuden.
Zuletzt waren der Pferdeturm und die Neue Mitte in Garbsen als beste Standorte unter Dutzenden Bewerbern im Rennen. „Beide hätten den Zuschlag verdient“, sagte Degenhart. Am Ende sprach gegen Garbsen jedoch, dass dem Konzern niemand garantieren konnte, dass die Straßenbahnanbindung für die Stadt im Nordwesten der Region rechtzeitig fertig wird. Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die Conti jedoch ein entscheidendes Kriterium. Bei anderen Punkten wie Kosten, Verkehrsanbindung und Verwaltungsunterstützung hätten beide Städte dagegen gleichauf gelegen, berichtete Degenhart.

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) freute sich über die Entscheidung. „Continental und Hannover gehören auch in Zukunft zusammen“, sagte er. Garbsens Bürgermeister Christian Grahl (CDU) gratulierte der Landeshauptstadt zum Erfolg. Dass es seine Stadt ins Finale geschafft habe, zeige jedoch, „dass der Standort Garbsen äußerst attraktiv und in jeder Hinsicht wettbewerbsfähig ist“.

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Die Landeshauptstadt muss ernsthaft befürchten, dass Continental seinen neuen Hauptsitz nicht in Hannover bauen wird – sondern in Garbsen. Wie aus dem Konzern verlautet, läuft die Entscheidung derzeit auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Städten hinaus. 

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