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Conti will Kreativ-Zentrale am Pferdeturm bauen

14 Architekturteams engagiert Conti will Kreativ-Zentrale am Pferdeturm bauen

Es wird die Konzernzentrale für eines der wichtigsten Unternehmen in Hannover: der Continental-Neubau am Pferdeturm. Am Donnerstag haben 14 Architekturbüros aus Deutschland und dem europäischen Ausland Unterlagen erhalten, nach denen sie Entwürfe für die Kreativ-Zentrale erarbeiten sollen.

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Neues Tor zur Stadt: Continental will auf den beiden Grundstücken links und rechts der Hans-Böckler-Allee am Pferdeturm (vorn) bauen, eine Brücke soll die Grundstücke verbinden.

Quelle: Continental/Marcus Prell

Hannover. Das Unternehmen betont in der Ausschreibung, dass man keinen Nullachtfünfzehn-Bau wolle. Man arbeite stets an innovativen Projekten, etwa daran, Kautschuk aus Löwenzahn herzustellen. Diese Lust an Nachhaltigkeit und Innovation solle sich auch in „der vorgeschlagenen architektonischen Lösung“ widerspiegeln, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen.

Im Sommer hatte Conti sich entschieden, die neue Konzernzentrale nicht in Garbsen, wie zwischenzeitlich überlegt, sondern am Pferdeturm zu beiden Seiten der Hans-Böckler-Allee bauen zu lassen, 36 600 Quadratmeter messen die Grundstücke. Praktisch: Der Messeschnellweg vor der Tür ist Teil der niedersächsischen Teststrecken, auf denen zwischen Braunschweig, Wolfsburg und Hannover autonomes Fahren probiert werden darf - das Land rüstet in Kooperation mit VW und Conti die Strecken mit Sensoren, Masten und Kameras aus. Die Strecke hat Conti dann direkt am neuen Konzernsitz.

Der soll als Kreativ-Zentrale ausgebaut werden: kein großer Büroklotz, sondern eine campusartige Ansammlung von Einzelgebäuden, die aber mit bis zu sechs Geschossen durchaus Größe zeigen. „Das äußere Erscheinungsbild soll die Hightech-Orientierung des Konzerns widerspiegeln“, heißt es in der Ausschreibung. Prägend dürfte die Fußgängerbrücke werden, die die beiden Grundstücke südlich und nördlich der Hans-Böckler-Allee verbindet - so entsteht eine Art Tor zur Stadt.

Eine „hohe zweistellige Millionensumme“ wolle man investieren, bestätigte Sprecher Vincent Charles am Donnerstag. Der Bau soll Platz für 1250 Mitarbeiter bieten, derzeit arbeiten knapp 900 Mitarbeiter im Hauptverwaltungsgebäude an der Vahrenwalder Straße. Voraussichtlich im April soll eine Jury mit Stadtbaurat Uwe Bodemann, Conti-Chef Elmar Degenhart, weiteren Firmen-, Politik- und Planervertretern den Siegerentwurf küren. Der Einzug ist für 2020 geplant.

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