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"Coperlin Show" im GOP: Nicolodi sorgt für Lacher

Comedy-Jongleur im Interview "Coperlin Show" im GOP: Nicolodi sorgt für Lacher

Als Comedyjongleur tritt Dustin Nicolodi derzeit in der großen "Coperlin Show" im GOP Varieté auf. Eigentlich wollte der 33-Jährige ein seriöser Zauberer werden, doch das ging schief. Nun bringt er die Zuschauer stattdessen zum Lachen. Im Interview spricht er über seine Akrobatenkarriere, seine Rolle und seine Familie.

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Dustin Nicolodi jongliert in der großen "Coperlin Show" im GOP Varieté mit Messern.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Was machen Sie da?

Ich jongliere mit Messern.

Warum?

Weil ich damit Geld verdiene.

Zumindest so lange nichts schiefgeht ...

Och, bislang ist alles gut gegangen.

Über Dustin Nicolodi

Dustin Nicolodi, 33, entstammt einer Zirkusfamilie. Der Schweizer wuchs in Paris auf und startete mit 17 Jahren eine Akrobatenkarriere, die ihn mit dem Zirkus Flic Flac auch schon einmal nach Hannover führte. Als Comedyjongleur tritt er derzeit – unter anderem neben seiner Schwester Sheila (Pole Dance) und seiner Freundin, der kasachischen Tänzerin Alexandra Kovalyova – im GOP auf. Die „Coperlin Show“ läuft dort bis zum 30. April.

In der „Coperlin Show“ machen Sie das vorn am Bühnenrand.

Ja, die Nummer kommt besser an bei den Leuten, die ganz hinten sitzen ...

Kein Wunder, als Coperlin sind Sie ein großer Showmann veralteter Schule mit großer Geste - dem immer mal wieder was misslingt.

Die Leute mögen, wenn was schiefgeht. Deshalb bin ich Comedy-Zauberer. Ich wollte erst seriöser Zauberer und Jongleur werden. Da ist dann tatsächlich immer mal was danebengegangen. Die Leute haben gelacht. Mir hat es auch Spaß gemacht. Da habe ich gemerkt: Comedy ist besser für mich.

Ihr Markenzeichen ist der Spruch „Et wow!“ mit einem kleinen Konfettiregen aus der Jackentasche Wie viel Konfetti haben Sie zu Hause?

Einen ganzen Container voll. Nein, im Ernst: Ich habe Konfetti in allen Taschen, sogar in den Schuhen. Es ist mein roter Faden durch die Show.

Akrobaten, Jongleure und Tänzer: Die große "Coperlin-Show" läuft bis zum 30. April im GOP-Varieté.

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Coperlin ist keine heutige Figur. Welchem Jahrzehnt ist er denn entsprungen?

Er ist eine Mischung aus den Zwanzigern, Dreißigern und der Zeit von Dean Martin und Jerry Lewis. Er ist Cabaret, Kitsch, Las Vegas - und der Humor ist von heute.

Wie ist die Figur entstanden?

Mein Vater ist zwölf Jahre im Pariser Moulin Rouge aufgetreten, als Akrobat und Bauchredner. Ich fand als Kind die Künstler, die dort spielten, toll und wollte sie nachmachen. Aber ich wusste, dass es so heute nicht mehr funktioniert. Es musste ironisch sein. So ist die Figur entstanden.

Sie wirken als Privatmann nicht nur optisch wie das Gegenteil des leicht schmierigen Sprücheklopfers Coperlin. Sind Sie zu Hause kein Witzbold?

Nee, ich bin eher schüchtern. Ich bin jedenfalls keiner, der am Tisch Witze erzählt. Aber wenn ich die Jacke anziehe, bin ich - padam! - das Gegenteil.

Karten gibt es an allen HAZ-Ticketshops und unter variete.de.

Hätten Sie statt Künstler was anderes werden können?

Nein. Ich stamme aus einer Künstlerfamilie, acht Generationen, und ich bin ja quasi im Moulin Rouge aufgewachsen. Ich fand diese Welt faszinierend. Ich wollte immer wie mein Vater sein. Allerdings war ich zunächst Handstandakrobat. Aber irgendwann war ich zu alt dafür. Der Körper machte das nicht mehr mit. Dann habe ich mit meinem Vater die Figur Coperlin entwickelt. Davon lebe ich jetzt.

Sie sind ein halbes Jahr im Moulin Rouge aufgetreten. Wie war das, als Sie dort das erste Mal auf der Bühne standen?

Ich habe mir fast in die Hose gemacht. Für jemanden, der die große Geschichte dieses Theaters so gut kennt, ist es sehr schwer, dann selbst auf der Bühne zu stehen.

Hat Ihr Vater zugeguckt?

Klar. Er hatte mehr Angst als ich.

Das Interview führte Uwe Janssen

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