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So verrückt feiert Hannover am Wasserturm

Crazy Sense Festival So verrückt feiert Hannover am Wasserturm

Bassfrequenzen, die den Boden zum Vibrieren bringen, Feuerfontänen und Konfettiregen – beim Crazy Sense Festival auf dem Wasserturm-Partygelände feiern auch am Sonnabend rund 9000 Fans elektronischer Musik. Star des Abends ist einer von Deutschlands derzeit erfolgreichsten DJs: Robin Schulz. 

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Quelle: Oehlschläger

Hannover. Selbst für Menschen, die mit elektronischer Musik wenig anfangen können, gibt es viel zu bestaunen: etwa den perfekt abgemischten Klang aus den turmhohen Boxen oder die kunstvollen Videosequenzen auf den riesigen Bildschirmen oder die Bühnenkulisse mit ihrer Dampfmaschinen-
Ästhetik. „Ich bin eigentlich kein großer Fan von Elektro, aber hier kann man sehr angenehm feiern“, sagt Vanessa Kulemann. Sie ist eine von 15.000 Gästen des Crazy Sense Festivals am Wochenende auf dem Gelände des Veranstaltungszentrums Wasserturm. Echte Fans der Musikrichtung drücken es anders aus. „Das ist total super hier, in Deutschland gibt es nichts Vergleichbares“, schwärmt Timo Horlitz, der extra von Regensburg nach Hannover gereist ist.

Die Bässe dröhnen rund um den Wasserturm an der Vahrenwalder Straße – Star-DJ Robin Schulz heizt den Feiernden beim Crazy Sense Festival ein.

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Nicht nur die kreative Bühnenoptik lässt die Herzen der Fans höher schlagen, es sind vor allem die namhaften DJs, allen voran die beiden Soundmixer Steve Aoki und Robin Schulz. Auch Musikhörer, die sich in der Elektroszene weniger zu Hause fühlen, dürften das eine oder andere Lied der beiden kennen. Denn Aoki und insbesondere Schulz zaubern keine extravaganten Klänge an ihren Mischpulten, sondern kreieren radiotaugliche und damit äußerst tanzbare Hits. Die Bezeichnung DJ, also Plattenaufleger, ist in diesem Zusammenhang irreführend.

Robin Schulz dreht nicht in einer dunklen Ecke am Rande der Tanzfläche ein paar Knöpfe und stöbert in seiner Plattensammlung. Hoch über dem Festivalgelände thront er an seinem Mischpult. Tausende recken ihm die Hände entgegen, Nebelschwaden steigen auf, Feuerfontänen sprühen in die Luft, Robin Schulz wird angekündigt wie ein Superstar, und das ist er auch. Mit seinem Hit „Sugar“ hat er die Hitparaden gestürmt, zweimal wurde ihm im Frühjahr der begehrte Musikpreis Echo verliehen. Für seine Auftritte rund um den Globus bekommt der 29-Jährige Gagen von bis zu 100.000 Euro. Dabei ist Schulz eigentlich keine Rampensau. Mit Sonnenbrille und Baseballkappe wippt er halb verborgen hinter seinem Mischpult. Gekonnt zieht er das Tempo seiner Basslinien im richtigen Moment hoch, Blitze zucken, der Boden bebt, und das Partyvolk hüpft um die Wette. So geht das im Grunde bei jedem Song. Später in der überfüllten Stadtbahn sind manche Fans konsterniert. „Der Schulz hat zwar gut gemixt, aber manchmal auch Mist zusammengespielt“, sagt einer. Dem Spaß auf dem Festivalgelände tut das keinen Abbruch. Wem der eine oder andere Mix zu langweilig ist, setzt sich in ein Karussell und hebt auf diese Weise ab. Walk-Acts auf Stelzen in weißen, wallenden Gewändern und mit Ballons am Hinterteil ziehen die Aufmerksamkeit etlicher Handykameras auf sich. „Die Atmosphäre ist klasse“, sagt Miriam Schikor. Sie hört seit Anfang der Neunzigerjahre Techno, ist mit der Love Parade aufgewachsen und jetzt bei Robin Schulz angekommen. So ein Festival könne es häufiger in Hannover geben, meint sie.

Eine große Party deutet sich an: Seit 14 Uhr dröhnen die Bässe rund um den Wasserturm an der Vahrenwalder Straße – denn das Crazy Sense Festival bittet zu einem Wochenende voller Musik – und glücklicherweise auch viel Sonnenschein. 

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Ihr Wunsch wird erhört. Veranstalter Jan Witte ist entschlossen, das Crazy Sense Festival auch im kommenden Jahr auf die Beine zu stellen, obwohl die Besucherzahlen unter den Erwartungen liegen dürften. Rund 15.000 Menschen passen auf das gesamte Gelände, so viele waren nach Angaben Wittes an beiden Tagen am Wasserturm. „80 Prozent der Gäste kommen aus ganz Deutschland, der Rest aus Hannover“, sagt er. Eigentlich hätte er es umgekehrt erwartet. Sechs Besucher seien aus dem fernen Japan gekommen – in die Elektro-Metropole Hannover.

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