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D-Linie: Das ist der aktuelle Stand auf der Baustelle

Straßenbahn in Hannover D-Linie: Das ist der aktuelle Stand auf der Baustelle

Alles im Zeitplan. Die neue Stadtbahntrasse in der City wächst: Hannovers anstrengendste Baustelle steht kurz vor der Halbzeit. Unliebsame Überraschungen sind bisher bei der D-Linie ausgeblieben. Bis zum 17. September müssen alle Arbeiten erledigt sein.

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Die Linie 10 fährt zukünftig zum Raschplatz. 

Quelle: Villegas

Hannover. Der Bau der oberirdischen Stadtbahnstrecke in der Innenstadt liegt bisher im Zeitplan, wird aber leicht teurer als ursprünglich veranschlagt. Das ist der Stand kurz vor Halbzeit der veranschlagten Bauzeit, die auf 16 Wochen begrenzt ist. Mittlerweile haben die Arbeiter am Steintor den tiefsten Punkt des Bauabschnitts erreicht, nämlich die Sohle für den Aufzug und die Treppe von der Straßenoberfläche zur Tunnelstation. „Wir haben zwar Überraschungen erlebt, aber keine, die uns wirklich zurückwerfen“, sagt Projektleiter Jürgen Wendt von der Infrastrukturgesellschaft (Infra).

Für den Ausbau der D-Linie erstreckt sich die Baustelle derzeit vom Steintor über die Kurt-Schumacher-Straße, den Ernst-August-Platz bis zur Lister Meile.

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Die Baustelle ist derzeit die für die Planer nervenaufreibendste in Hannover, weil sie bis zum 17. September erledigt sein muss. Dann endet die Vollsperrung des Steintors für den Autoverkehr, und die Stadtbahnen sollen vom Goetheplatz aus durch die City zum Raschplatz fahren. Unliebsame Funde im Untergrund – schlimmstenfalls eine Bombe, aber auch nicht zuzuordnende Leitungen – hätten das Projekt verzögern können und sich auch auf die Kosten ausgewirkt.

50 Millionen Euro Kosten

Als Bausumme für den gesamten Trassenverlauf zwischen Calenberger Neustadt und Raschplatz hatten die Planer ursprünglich knapp 48 Millionen Euro angegeben. „Wir rechnen derzeit mit einer Summe von etwas mehr als 50 Millionen Euro“, sagt Infra-Geschäftsführer Stefan Harcke. Für den Anstieg gebe es eine Reihe von Gründen. So seien etwa allgemein die Baukosten seit Planungsbeginn gestiegen. Auch habe in der Goethestraße weitaus mehr kontaminierter Boden ausgetauscht werden müssen als erwartet.

Immerhin: Der jetzt avisierte Endpreis liegt um einiges unter den 63 Millionen Euro, die die Planungsfirma Transtec vor knapp anderthalb Jahren in einem Worst-Case-Szenario ermittelt hatte. Die Summe sorgte damals in der Politik und bei den vielen Gegnern des Projektes für reichlich Aufregung bis hin zu Forderungen nach einem Baustopp.

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Davon ist längst keine Rede mehr. „Von nun an geht es nach oben“, sagt ein Mitarbeiter der Firma Eilers in der Baugrube am Steintor. In der Kurt-Schumacher-Straße sind die Schienen bis zur Goseriede verlegt und einbetoniert. In der Goethestraße sollen diese Arbeiten am Montag beginnen. Die Hochbahnsteige vor der Ernst-August-Galerie und am Raschplatz tragen ihre Aufbauten. „Es fehlt noch die Ausrüstung mit Automaten, Bänken und Informationstafeln“, sagt Wendt.

Unterdessen sind laut Harcke bis auf eine Ausnahme alle Genehmigungen für den Stadtbahnbau erteilt, der insgesamt bis Ende 2018 dauern soll. Es fehlt noch diejenige für den Hochbahnsteig an der Glocksee, weil dort zwischenzeitlich umgeplant wurde.     

Geschäftsleute leiden

Die Geschäftsleute am Steintor bekommen die Begleiterscheinungen der Stadtbahnbaustelle auf unliebsame Weise zu spüren. Einige von ihnen beziffern ihre Umsatzrückgänge auf bis zu 30 Prozent. „Uns fehlt die Laufkundschaft“, bilanziert Jürgen Willmann, Geschäftsführer des Fahrradspezialisten Keha-Sports. Problem seien der fehlende Platz für Fußgänger und Radfahrer und die fehlenden Parkmöglichkeiten. Dadurch werde auch der Lieferverkehr für sein Geschäft beeinträchtigt. „Insgesamt hätte ich mir eine bessere Kommunikation gewünscht“, sagt Willmann.

In den vergangenen Jahren haben einige inhabergeführte Fachgeschäfte, die in Hannover eine lange Tradition haben, aufgegeben. Eine Übersicht.

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Ibrahim Ince von der Patisserie und dem Café Efendi Bay an der Münzstraße berichtet ähnliches. „Was uns neben den fehlenden Parkplätzen stört, sind vor allem die Baustellencontainer vor unserem Geschäft“, beklagt er. Diese engten nicht nur den verbleibenden Raum ein, sondern beeinträchtigten die Außengastronomie: „Wer will schon auf Container gucken, wenn er Kaffee trinkt?“, sagt Ince.
Einige Betriebe, darunter Keha-Sports, haben auch das Pech, dass die Bauzeit genau in die Hauptsaison für ihr Geschäft fällt. Trösten können sie sich damit, dass nach Ende der Arbeiten der gesamte Bereich am Steintor durch die Neugestaltung des Straßenraums gegenüber früheren Zeiten aufgewertet sein wird. Bis dahin müssen sie noch durchhalten.     

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