Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt D-Linie: "Verkehrsprobleme wird es nicht geben"
Hannover Aus der Stadt D-Linie: "Verkehrsprobleme wird es nicht geben"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 21.02.2013
Von Mathias Klein
Rathaus-Verwaltungschef Hans Mönninghoff (v. l.), Regionspräsident Hauke Jagau und der Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz verteidigen den Kompromiss. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Anzeige
Hannover

Gestern verteidigten Regionspräsident Hauke Jagau und Rathaus-Verwaltungschef Hans Mönninghoff die Pläne für eine oberirdische Streckenführung bis zum Raschplatz. „Es gibt hier keine optimale Lösung“, sagte Regionspräsident Jagau. Jede der in der Vergangenheit diskutierten Varianten für die Linien 10 und 17 habe Vor- und Nachteile. Die jetzt gefundene Lösung, bei der es bei den rot-grünen Bündnissen in der Region und in der Landeshauptstadt die geringsten Widerstände gibt, sei ein vernünftiger Kompromiss, meinte der Regionspräsident.

Beispielsweise habe der Endpunkt am Raschplatz einen entscheidenden Vorteil: Er vereinfache die Möglichkeit zum Umsteigen der Passagiere in die anderen Stadtbahnen erheblich, meinte er.

Der Bau eines Tunnels zwischen dem Goetheplatz und dem Hauptbahnhof würde nach letzten Schätzungen 130 Millionen kosten, meinte Jagau, obwohl die beiden Tunnelstationen Steintor und Hauptbahnhof für die D-Linie schon in den sechziger Jahren gebaut worden seien. „Wegen der Kosten schien es mir und dem bisherigen Oberbürgermeister Stephan Weil unmöglich, so etwas vorzuschlagen“, betonte er.

Jagau ging auch auf das von den Grünen favorisierte Niederflursystem ein. Das hätte der Üstra jede Flexibilität genommen. „Die Niederflurzüge kann man nicht im Tunnel fahren lassen“, sagte er.

Weder Jagau noch Mönninghoff gaben der von vielen favorisierten sogenannten Scheelhaase-Lösung eine Chance. Diese sei wegen des geplanten Endpunkts am Steintor nicht praktikabel, sagte Mönninghoff. Der frühere Leiter des städtischen U-Bahn-Amtes Klaus Scheelhaase hatte vorgeschlagen, die Züge vom Goetheplatz aus abwechselnd oberirdisch und durch den Tunnel am Waterlooplatz bis zum Bahnhof fahren zu lassen. Endpunkt der oberirdischen Strecke wäre dann das Steintor.

Mönninghoff bezeichnete die Planungen der Region für die Landeshauptstadt als „verträglich und sinnvoll“. Die vielfach befürchteten Verkehrsprobleme in der Kurve vor der Ernst-August-Galerie und rund um die Kurt-Schumacher-Straße werde es nicht geben. Das sei mit einer veränderten Ampelsteuerung zu regeln. Mönninghoff sagte einen Sinneswandel nach der Umgestaltung der Kurt-Schumacher-Straße voraus. „Wenn sich der Pulverdampf gelegt hat, werden die Anlieger sagen, dass ihre Straße schöner geworden ist“, sagte er. Zugleich forderte er die City-Gemeinschaft, in der die Kaufleute organisiert sind, auf, sich an der Detailplanung zu beteiligen. „Es wäre wichtig, wenn der Verband jetzt in die Debatte einsteigt und seine Fundamentalopposition aufgibt“, betonte er.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Rund 300 Demonstranten haben am Wochenende gegen den geplanten Bau einer oberirdischen Stadtbahn-Trasse vom Steintor zum Raschplatz protestiert. Aufgerufen zu der Veranstaltung hatte die „Initiative Pro D-Tunnel“, die den Stadtbahnverkehr in diesem Bereich in den Untergrund verlagern möchte.

Michael Zgoll 17.02.2013

Kurz vor Beginn der Debatten in den politischen Gremien über den Ausbau der oberirdischen Stadtbahnlinie gehen Gegner der bisherigen Planungen auf die Straße.

Bernd Haase 12.02.2013
Aus der Stadt Steintor – Hauptbahnhof – Raschplatz - D-Linie: CDU verlangt Tunnel-Test

Die CDU-Regionsfraktion will erreichen, dass die sogenannte Scheelhaase-Lösung für die D-Linie der Stadtbahn ein Jahr erprobt wird und die Fahrgastzahlen ermittelt werden. Der Antrag zum Stadtbahnbau ist diese Woche Thema in der Regionsversammlung.

Bernd Haase 13.02.2013

Während eines Polizeiverhörs hat ein Mann am Nachmittag gegen 16.50 Uhr einen spektakulären Fluchtversuch unternommen. Er sprang aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss des Gebäudes der Polizeiinspektion West an der Wunstorfer Straße in Limmer.

Bernd Haase 18.02.2013
Aus der Stadt Tourstart in der TUI Arena - Pur verschiebt Konzert in Hannover

Die Popband Pur verschiebt erneut den Auftakt zur geplanten Deutschlandtour. Wegen einer Stimmbandreizung bei Frontmann Hartmut Engler wird das Konzert in Hannover, das an diesem Mittwoch in der TUI Arena hätte stattfinden sollen, auf den 16. März verlegt.

18.02.2013

Eine Mieterin aus Hannover klagt vor dem Amtsgericht Hannover auf Herausgabe der Adresse von Per Mertesacker. Der Grund: Die Frau will mit dem Fußballspieler, der Eigentümer der von ihr gemieteten Wohnung ist, in direkten Kontakt treten – und nicht nur über die Hausverwaltung.

19.02.2013
Anzeige