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D-Linie: "Verkehrsprobleme wird es nicht geben"

Entscheidung am Dienstag D-Linie: "Verkehrsprobleme wird es nicht geben"

Für Hannovers umstrittenstes Verkehrsprojekt ist es die Woche der Entscheidung: Am Dienstag berät und beschließt der Verkehrsausschuss der Region über die D-Linie, morgen steht das 40- bis 50-Millionen-Euro-Projekt auf der Tagesordnung des städtischen Bauausschusses.

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Rathaus-Verwaltungschef Hans Mönninghoff (v. l.), Regionspräsident Hauke Jagau und der Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz verteidigen den Kompromiss.

Quelle: Tobias Kleinschmidt

Hannover. Gestern verteidigten Regionspräsident Hauke Jagau und Rathaus-Verwaltungschef Hans Mönninghoff die Pläne für eine oberirdische Streckenführung bis zum Raschplatz. „Es gibt hier keine optimale Lösung“, sagte Regionspräsident Jagau. Jede der in der Vergangenheit diskutierten Varianten für die Linien 10 und 17 habe Vor- und Nachteile. Die jetzt gefundene Lösung, bei der es bei den rot-grünen Bündnissen in der Region und in der Landeshauptstadt die geringsten Widerstände gibt, sei ein vernünftiger Kompromiss, meinte der Regionspräsident.

Beispielsweise habe der Endpunkt am Raschplatz einen entscheidenden Vorteil: Er vereinfache die Möglichkeit zum Umsteigen der Passagiere in die anderen Stadtbahnen erheblich, meinte er.

Der Bau eines Tunnels zwischen dem Goetheplatz und dem Hauptbahnhof würde nach letzten Schätzungen 130 Millionen kosten, meinte Jagau, obwohl die beiden Tunnelstationen Steintor und Hauptbahnhof für die D-Linie schon in den sechziger Jahren gebaut worden seien. „Wegen der Kosten schien es mir und dem bisherigen Oberbürgermeister Stephan Weil unmöglich, so etwas vorzuschlagen“, betonte er.

Jagau ging auch auf das von den Grünen favorisierte Niederflursystem ein. Das hätte der Üstra jede Flexibilität genommen. „Die Niederflurzüge kann man nicht im Tunnel fahren lassen“, sagte er.

Weder Jagau noch Mönninghoff gaben der von vielen favorisierten sogenannten Scheelhaase-Lösung eine Chance. Diese sei wegen des geplanten Endpunkts am Steintor nicht praktikabel, sagte Mönninghoff. Der frühere Leiter des städtischen U-Bahn-Amtes Klaus Scheelhaase hatte vorgeschlagen, die Züge vom Goetheplatz aus abwechselnd oberirdisch und durch den Tunnel am Waterlooplatz bis zum Bahnhof fahren zu lassen. Endpunkt der oberirdischen Strecke wäre dann das Steintor.

Mönninghoff bezeichnete die Planungen der Region für die Landeshauptstadt als „verträglich und sinnvoll“. Die vielfach befürchteten Verkehrsprobleme in der Kurve vor der Ernst-August-Galerie und rund um die Kurt-Schumacher-Straße werde es nicht geben. Das sei mit einer veränderten Ampelsteuerung zu regeln. Mönninghoff sagte einen Sinneswandel nach der Umgestaltung der Kurt-Schumacher-Straße voraus. „Wenn sich der Pulverdampf gelegt hat, werden die Anlieger sagen, dass ihre Straße schöner geworden ist“, sagte er. Zugleich forderte er die City-Gemeinschaft, in der die Kaufleute organisiert sind, auf, sich an der Detailplanung zu beteiligen. „Es wäre wichtig, wenn der Verband jetzt in die Debatte einsteigt und seine Fundamentalopposition aufgibt“, betonte er.

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