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D-Linie geht Montag in Betrieb

Bauarbeiten dauern noch D-Linie geht Montag in Betrieb

Die oberirdische Strecke der neu gebauten D-Linie der Stadtbahn ist vom kommenden Montag an befahrbar. Um 4.03 startet dann in Ahlem die erste Bahn der Linie 10 in Richtung Innenstadt. Im Bereich zwischen dem Raschplatz und dem Goetheplatz wird dennoch weiter gebaut.

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Bauleiter Jürgen Wendt an der neuen Haltestelle Rosenstraße vor der Ernst August Galerie.

Quelle: klein

Hannover. Das sollte eigentlich schon längst gemacht sein“, sagt Jürgen Wendt. Der Bauleiter steht auf dem neuen Hochbahnsteig Rosenstraße/Hauptbahnhof unter dem futuristischen Stahldach und zeigt auf die Stützen für die Bank: Sitzfläche und Lehne fehlen noch. „Aber das kriegen wir noch hin“, sagt er.

Es war ein ausgesprochen ehrgeiziger Zeitplan. Am Ende hat vielleicht nicht jedes Detail geklappt, aber doch sehr viel. Wie vor fast genau einem Jahr geplant, soll Montagfrüh um 4.03 Uhr in Ahlem die erste Bahn der Linie 10 in Richtung der neugebauten D-Linien-Streckenabschnitts starten. Die Ankunft an der neuen Endhaltestelle Hauptbahnhof/ZOB ist für 4.20 Uhr geplant. Entlang der Strecke wird dann noch vieles nicht so richtig fertig sein, vor allem im Bereich Steintor. Autofahrer müssen sich im gesamten Bereich noch länger gedulden – das war ohnehin geplant, aber im Straßenbereich sind die Vorarbeiten tatsächlich nicht so weit gediehen wie erhofft.

Rückblick: Für den Ausbau der D-Linie erstreckte sich die Baustelle vom Steintor über die Kurt-Schumacher-Straße, den Ernst-August-Platz bis zur Lister Meile.

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Montag startet die Metallmesse EMO, bis dahin muss die Straßenbahnstrecke frei sein – dafür war der gesamte Bereich seit Ende Mai gesperrt. „Wir haben uns darauf konzentriert, dass die Stadtbahnstrecke fertig wird, und sind deshalb nicht mit allen Straßenbauarbeiten so gut vorangekommen wie geplant“, sagt Stefan Harcke, Chef der für den Bau zuständigen Regionstochter Infra.

Bis Sonntagnacht fährt die Linie 10 noch im U-Bahntunnel. Danach sind auf der einzigen oberirdischen Innenstadtstrecke Silberpfeile vom Typ TW 2000 als Zwei-Wagen-Züge und die Silberpfeile als Einzelwagen sowie auch die grünen Stadtbahnen vom Typ TW 6000 als Einzelwagen unterwegs.

Derzeit montieren Experten Oberleitungen unter der Decke der Unterführung neben dem Hauptbahnhof. Vor dem Haupteingang der Ernst-August-Galerie überprüfen Techniker die Schmieranlage, die verhindern soll, dass Bahnen in der engen Kurve vor der Galerie allzu sehr quietschen. Bauleiter Wendt ist optimistisch, dass das Öl gut wirken wird, das aus Löchern in den Schienen auf die Räder gespritzt wird. Zudem sei der dortige Kurvenradius von 25 Metern im hannoverschen Stadtbahnnetz nicht ungewöhnlich.

Auf der Baustelle gab es etliche Probleme. Um den Aufzug vom künftigen Hochbahnsteig Steintor zur U-Bahnstation zu bauen, musste ein Stützpfeiler aus eineinhalb Meter Stahlbeton durchbrochen werden – die Arbeiten zogen sich hin. Kellergewölbe am Steintor, die nach dem Krieg notdürftig zugeschüttet worden waren. „Das wäre nicht mehr tragbar gewesen“, sagt Wendt. Zudem waren große Mengen Bodenaushub kontaminiert. 6500 Tonnen mussten deshalb auf eine Deponie gebracht werden – und die vorgesehene Deponie konnte wegen starker Regenfälle nicht mehr angefahren werden.

Die Probleme haben sich auch auf die Kosten ausgewirkt: Die ursprünglich veranschlagten Baukosten von rund 47 Millionen stiegen auf 50 bis 55 Millionen Euro, sagt Harcke. Eine genaue Zahl stehe derzeit noch nicht fest.
Vor Weihnachten Straßen frei

Autofahrer und Buspassagiere benötigen noch Geduld. Die Unterführung am Hauptbahnhof wird wohl Ende Oktober freigegeben, dann sollen die Arbeiten vor der Ernst-August-Galerie beendet sein. Autos können dann auch wieder in die Kurt-Schumacher Straße fahren. Bis zum Beginn der Weihnachtszeit soll im Baustellenbereich der Straßenverkehr wieder fließen. In der Münzstraße fahren die Autos zunächst auf einer provisorischen Strecke im Gleisbereich – bis die Straße fertig ist. Im März 2018 wird dann weitergearbeitet. Die Haltestelle Steintor ist derzeit nicht barrierefrei. In den nächsten Sommerferien soll die Linie 10 übergangsweise wieder im Tunnel fahren, in der Zeit wird der Hochbahnsteig Steintor installiert. Die Haltestellen Hauptbahnhof/ZOB und Hauptbahnhof/Rosenstraße sind bis auf Details fertig.

Am Sonntag wird die ganze Strecke noch einmal getestet, mit Stadtbahnen ohne Fahrgäste. Auch die Fahrer müssen schließlich die neue Strecke kennenlernen.
Im kommenden Jahr wird dann endlich die Goethestraße fertiggestellt. 2019 folgt der Umbau zwischen Goethekreisel und Glocksee.

 

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