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D-Linie passt nicht durch Unterführung

Post-Tunnel D-Linie passt nicht durch Unterführung

Die neue Stadtbahnlinie D, die künftig von der Kurt-Schumacher-Straße in Richtung Raschplatz fahren soll, passt nicht ohne Weiteres durch die Unterführung am Hauptbahnhof. Ursprünglich hatte es geheißen, es müssten nur zehn Zentimeter von der Oberfläche der Fahrbahn abgetragen werden, damit die Bahn durchpasst.

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Der „Posttunnel" neben dem Bahnhof ist zu niedrig.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. „Genauere Nachmessungen haben ergeben, dass die Fahrbahn rund 40 Zentimeter tiefergelegt werden muss“, sagt Jens Hauschke, Sprecher der für die Stadtbahntrassen zuständigen Infrastrukturgesellschaft infra. Damit bestätigen sich Angaben der Initiative Pro-D-Tunnel, die schon früh auf das Problem der zu geringen Durchfahrtshöhe aufmerksam gemacht hatte.

Stadt und Region Hannover haben ihre mit Spannung erwarteten Pläne für die Linie 10 präsentiert.

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Bisher beträgt die Höhe in der Mitte der Unterführung etwas mehr als vier Meter. Auf diesem Niveau befinden sich auch die Oberleitungsdrähte der Stadtbahnen. Die Züge selbst bringen es auf eine Höhe von 3,75 Meter - allerdings ohne Stromabnehmer. Genau hier liegt das Problem. Bei einem Notfall muss der Abnehmer so weit von der Leitung entfernt werden, dass garantiert kein Strom fließen kann, um Einsatzkräfte von Feuerwehr und Notdiensten nicht zu gefährden. Ohne eine tieferes Ausbaggern ist dieser Sicherheitsabstand nicht zu gewährleisten.

Nach Angaben von Hauschke kann die Fahrbahn ohne größeren Aufwand tiefergelegt werden. „Sie befand sich früher ohnehin auf einem niedrigeren Niveau, ist aber bei Sanierungsarbeiten angehoben worden“, sagt er. Entscheidender für den Aufwand und für die Kosten sind das Vorhandensein und der Verlauf von Leitungen im Untergrund. Das gilt aber nicht nur für die Unterführung am Hauptbahnhof, sondern für den gesamten Streckenverlauf. Weil das Ausmaß der notwendigen Leitungsarbeiten noch unklar ist, gibt die Region die Baukosten für die sogenannte D-Linie immer noch in einer großen Spannbreite von 40 bis 50 Millionen Euro an.

Mit dem Tieferlegen der Fahrbahn ist es nicht getan. Vor und hinter der Unterführung müssen schräge Rampen angebracht werden, über die die Bahnen das jeweils andere Straßenniveau erreichen. Diese Rampen würden aber nicht in den stark frequentierten Fußgängerüberweg vor der Ernst-August-Galerie hineinreichen, heißt es vonseiten der Planer. Auch die Bahnen selbst könnten die Rampen problemlos passieren.

Obwohl die Grundsatzbeschlüsse für den Stadtbahnbau gefasst sind und die Detailplanungen laufen, geben die Projektgegner den Widerstand nicht auf. Die drei Initiativen Pro-D-Tunnel, Mobilität für Hannover und Wohnen am Marstall haben für Sonnabend zu einer Kundgebung aufgerufen. Sie beginnt um 13 Uhr auf dem Opernplatz. Von dort aus führt ein Protestmarsch Richtung Steintor und dann zum Hauptbahnhof. Teilnehmen will auch CDU-Oberbürgermeisterkandidat Matthias Waldraff.

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