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177 Stadionverbote für 96-Chaoten

DFB 177 Stadionverbote für 96-Chaoten

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat 177 Stadionverbote gegen Anhänger von Hannover 96 verhängt. Wie die Polizei berichtet, hatten sich diese im November 2016 mit gewaltbereiten Fans aus dem Umfeld von Eintracht Braunschweig zu einer Schlägerei auf einem Parkplatz in Hildesheim verabredet.

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Einsatz in Hildesheim: Die Polizei fing die 96-Anhänger ab.

Quelle: Archiv

Hannover. Die beiden Fanlager stehen sich traditionell verfeindet gegenüber. Die Polizei hatte im Vorfeld der geplanten Prügelei erfahren und die 96-Anhänger auf dem Weg zum Treffpunkt abgefangen und festgenommen.

Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes wurden die Stadionverbote gegen insgesamt 175 Männer und zwei Frauen ausgesprochen. „Die Laufzeiten betragen zwischen sechs und 36 Monate“, teilt der DFB schriftlich mit. Die Verbannung, die nicht nur für die Arena am Maschsee, sondern für sämtliche Stadien der Bundesliga gilt, ist bereits beim Heimspiel der Roten gegen Eintracht Frankfurt am Sonnabend gültig.

Die Polizei hat am Abend des 4. Novembers 2016 eine verabredete Hooligan-Auseinandersetzung zwischen Anhängern der Fußballvereine Hannover 96 und Eintracht Braunschweig verhindert. 

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Die ersten 25 Stadionverbote wurden unmittelbar nach der vereitelten Schlägerei verhängt, wie der DFB mitteilte. Das ging so schnell, weil gegen diese Personen schon früher wegen anderere Delikte immer noch wirksame Stadionverbote ausgesprochen waren. Alle erforderlichen Daten und Informationen lagen also bereits vor, die Verbannung von den Spielorten wurde also einfach verlängert oder erneuert. Die restlichen 152 96-Anhänger erhielten im September Post in der Sache. „Die Verbote sind ab dem Tag der Zustellung wirksam“, teilt der DFB mit. Sie alle seien inzwischen zugestellt, und es liegen die entsprechenden Rückscheine vor. Allerdings: Die meisten Beschuldigten hätten Widerspruch eingelegt, wie der DFB erklärt. Dieses hat allerdings keine aufschiebende Wirkung.

Risiko-Partie bei Spiel gegen Frankfurt

Die Polizei stuft die bevorstehende Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt als „Begegnung mit besonderem Risiko“ ein, denn auch im Umfeld der Hessen gibt es eine beträchtliche Zahl gewaltbereiter Anhänger. Deshalb ist Hannovers Innenstadt am Sonnabend in zwei Fanzonen unterteilt. Ab dem Hauptbahnhof ist der Bereich um den Kröpcke, die Oper und die Markthalle bis zum Stadion für die 96er vorgesehen. Das Areal über Kurt-Schumacher-Straße, Steintor, Goetheplatz, Lavesallee und Fischerhof steht den Frankfurtern zur Verfügung. Sowohl Landes- als auch Bundespolizei wollen dafür sorgen, „dass beide Fangruppen nicht aufeinandertreffen“, wie Bundespolizeisprecher Jörg Ristow sagt.

Etwa 5000 Frankfurt-Fans werden am Sonnabend in Hannover erwartet, rund ein Viertel könnte mit der Bahn anreisen. Nach Informationen der Polizeidirektion sind weder bei Eintracht- noch bei Hannover-Anhängern Fanmärsche geplant.

Von Peer Hellerling

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