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DHL-Kunden müssen Pakete selbst abholen

Probleme bei Lieferung DHL-Kunden müssen Pakete selbst abholen

Dem Paketdienst DHL gelingt es in Teilen der Stadt offenbar nicht mehr, Pakete rechtzeitig vor Weihnachten zuzustellen. Daher geht DHL dazu über, die Sendungen in der Zentralstelle am Weidendamm zu sammeln und die Kunden zu bitten, die Lieferung selbst abzuholen.

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Paketausgabe im alten Güterbahnhof am Weidendamm.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Der Paketdienst der Post, DHL, hat offenbar große Probleme, Lieferungen rechtzeitig zuzustellen - und spannt jetzt seine Kunden ein. Mehrere HAZ-Leser berichten übereinstimmend, dass Zusteller ihnen Abholkarten für Pakete in die Kästen geworfen hätten, ohne zuvor den Versuch unternommen zu haben, die Päckchen auszuliefern. „Ich sollte mein Paket in der Zentralstelle am Weidendamm abholen, obwohl ich in Isernhagen-Süd wohne“, ärgert sich HAZ-Leser Peter Schunke. In der Paketzentrale habe man ihm mitgeteilt, dass DHL Päckchen kaum noch zustelle, sondern am Weidendamm deponiere und den Kunden dann einen Abholzettel per Briefpost schicke. „Wir schaffen sonst diese Menge nicht mehr“, habe es in der Paketzentrale geheißen. Schunke stellt seine Fahrt zum Weidendamm jetzt DHL in Rechnung. „Zwar sind die Mitarbeiter in der Zentrale sehr freundlich gewesen, dennoch ist das Ganze eine Frechheit.“

Die Post bestreitet, dass Pakete nur noch zentral gesammelt und die Kunden zum Selbstabholen aufgefordert werden. „Wir stellen in vollem Umfang zu“, betont Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. Zugleich räumt er ein, dass DHL alle Hände voll zu tun habe. An manchen Tagen müssten doppelt so viele Pakete geliefert werden wie üblich. „Wir haben zusätzlich mehrere Hundert Zusteller in der Region Hannover im Einsatz“, sagt Hogarth. An ein oder zwei Tagen habe man Kunden das Angebot unterbreitet, ihre Pakete am Weidendamm abzuholen. Das sei aber ein zusätzlicher Service gewesen für Menschen, die citynah wohnten. Dahinter stecke kein System, es handele sich um Einzelfälle.

HAZ-Leser Urs Mehring wohnt weder nahe der Innenstadt, noch geht es um ein einziges Päckchen. „Inzwischen habe ich neun Pakete aus dem Depot am Weidendamm abholen müssen“, sagt der Bothfelder. Er habe sich gewundert, dass die Abholkarten nicht mehr vom Paketdienst, sondern vom Briefzusteller eingeworfen wurden. In der Paketzentrale teilten ihm die freundlichen Post-Bediensteten mit, dass es nicht mehr genug Personal gebe, um alle Pakete auszuliefern. „Die Mitarbeiter haben mir sogar geholfen, große Pakete zum Auto zu tragen“, sagt Mehring. Dennoch ist er verärgert. „Ich habe die Lieferungen Anfang Dezember in Auftrag gegeben. Nächstes Jahr fange ich im Sommer mit der Bestellung für Weihnachten an“, sagt er.

Bei der Gewerkschaft Verdi weiß man nichts von einem konkreten Engpass. Im Verteilzentrum in Anderten arbeiteten die Beschäftigten aber an der Belastungsgrenze, sagt Gewerkschaftssekretär Christoph Feldmann.

HAZ-Leser Goetz Buchholz aus der List berichtet, dass das Warten auf die weihnachtlichen Pakete inzwischen „Hausgespräch“ sei. Fast alle Bewohner hätten Abholkarten mit dem Verweis auf die Paketzentrale bekommen.

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