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Aus der Stadt In diesen Städten in der Region ist die Luft zu dreckig
Hannover Aus der Stadt In diesen Städten in der Region ist die Luft zu dreckig
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00:47 25.03.2018
Die Grenzwerte bei den Stichstoffdioxiden werden in den nächsten Jahren in einigen niedersächsischen Städten überschritten. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Im Streit um die Luftqualität in Städten fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) niedrigere Grenzwerte. Statt 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft sollten es im Jahresmittelwert besser 20 Mi-krogramm sein, sagte gestern DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Parallel dazu legte er eine neue Übersicht über Messstellen vor, die bundesweit an 559 Stationen entsprechende Daten erfasst haben. Dabei sind außer Stationen in Hannover auch insgesamt fünf in Lehrte, Seelze, Hemmingen, Wennigsen und Isernhagen. Die DUH schränkte aber selbst ein, dass die dort erhobenen Werte nicht den amtlichen Kriterien entsprächen und „überhaupt keine rechtliche Relevanz“ hätten. Es gehe nur darum, zu zeigen, dass die Luft auch an vielen weiteren Orten zu dreckig sei. 

Gemessen wurden keine Jahreswerte, sondern einzelne Tageswerte im Februar. An allen fünf amtlichen Stationen in Hannover lagen die Werte zwischen 45 und 55 Mikrogramm. An sechs weiteren Stationen in Hannover ermittelte die DUH mit sogenannten Passivsammlern deutlich geringere Werte. In der Podbielskistraße waren es 32,8 Mikrogramm, in der Osterstraße 28,4 Mikrogramm, in der Buchholzer Straße 28,2 Mikrogramm, In der Rehre (Ricklingen) 22,5 Mikrogramm, im Ortmannweg (Herrenhausen) 21,7 Mikrogramm und Im Hellerloh (Wettbergen) 20,0 Mikrogramm. Im Umland wurden in in Lehrte (Herzogweg) 30,5 Mikrogramm, in Seelze (Stöckener Straße) 30,4 Mikrogramm, in Hemmingen (Göttinger Landstraße) 26,1 Mikrogramm, in Wennigsen (Hauptstraße) 23,3 Mikrogramm und in Isernhagen (Burgwedeler Straße) 22,9 Mikrogramm gemessen. 

Reesch sprach von einer „flächendeckenden Bedrohung“ für die Gesundheit durch Stickstoffdioxid. Es sei falsch, dass sich das Umweltbundesamt nur auf einige Großstadtregionen beschränke. Dort reagierte Sprecherin Ute Dauert zurückhaltend. Mehr Messungen verbesserten zwar die Datenlage, eigentlich lieferten aber die vorhandenen Messnetze der Bundesländer bereits ein vollständiges Bild, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Mit den dort ermittelten Werten lasse sich durch Modellierung ein flächendeckendes Bild erstellen.

Von Conrad von Meding

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