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Aus der Stadt Vodafone-Post verunsichert Verbraucher
Hannover Aus der Stadt Vodafone-Post verunsichert Verbraucher
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21:29 23.01.2017
Von Bernd Haase
Beim Fernsehen ändert sich was - aber nicht für alle. Quelle: dpa
Hannover

Am 29. März geht in Deutschland das neue Antennenfernsehen DVB-T2 in den Regelbetrieb über. Parallel dazu läuft allerdings das Vorgängermodell noch einige Monate weiter, in ländlichen Gegenden sogar bis 2019. Erst dann wird es abgeschaltet. Trotzdem gibt es Firmen, die derzeit mit der Angst der Zuschauer vor einem unmittelbar bevorstehenden schwarzen Bildschirm schüren und für ihre Produkte trommeln.

Anbieter Vodafone hat Briefe und Postkarten auch an Nichtkunden verschickt. Quelle: privat

Der Kabelfernsehanbieter Vodafone Kabel Deutschland hat auch in der Region Hannover Postkarten und Briefe verschickt, darunter, wie sich Betroffene bei der HAZ beschwerten, auch an Adressaten, die nicht Kunde bei dem Unternehmen sind. In den Schreiben werden "wichtige Informationen" über "wichtige Neuerungen in der Telefon- und Internet-Technologie" angekündigt, wodurch sich "Ihr Tarif in Preis und/oder Leistung" verbessern könne. Den Angeschriebenen wird eine kostenlosen Rufnummer angeboten, unter der man auch gleich Aufträge erteilen könne. Briefe und Karten haben eine amtliche Aufmachung - sie tragen teilweise Vorgangsnummern und immer Zustellungsstempel sowie Rückmeldefristen. Der Absender tritt dagegen eher unscheinbar in Erscheinung.

"Die Firma will bewusst Handlungsdruck erzeugen", kritisiert Kathrin Körber, bei der Verbraucherzentrale zuständig für den Bereich Telekommunikation. Der aber bestehe wegen der Übergangsfristen bei DVBT gar nicht. Außerdem seien längst nicht alle Fernsehzuschauer betroffen. Wer seine Programme über Satellit oder breits über Kabel empfängt, für den ändert sich gar nichts. Den anderen rät Körber, sich genau zu informieren und die Vodafone-Post als Werbung zu behandeln gegebenenfalls zu entsorgen. Schon gar nicht solle man sich zu eiligen Vertragsabschlüssen am Telefon hinreißen lassen.

Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte, man habe die weitere Auslieferung des Werbebriefes gestoppt - noch während eines "ersten kleinen Testlaufs mit einer verschwindend geringen Zahl von Haushalten." Das Werbemittel werde überarbeitet. Im Übrigen sei es grundsätzlich im Interesse der Verbraucher, Informationen über alternative Angebote wie Kabelfernsehen zu erhalten.

Die Verbraucherzentrale sieht das anders. "Wir meinen, dass das Verhalten von Vodafone mehr als dreist ist", sagt Körber. Deshalb prüfe man, dass Unternehmen abzumahnen. 

Der Wettbewerb um die künftige Betreiber-Konzession für das S-Bahn-Netz ist angelaufen. Die Region Hannover will im Zuge der Neuvergabe den Service verbessern. So ist unter anderem geplant, dass künftig in jedem Zug Begleitpersonal mitfährt.

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