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Nie wieder stundenlanges Warten in Ämtern

Dank Terminvergabe Nie wieder stundenlanges Warten in Ämtern

Ewiges Ausharren auf unbequemen Stühlen für eine neue Kfz-Zulassung oder einen neuen Personalausweis - das müssen Bürger in Hannovers Ämtern immer seltener erdulden. Möglich ist das, weil immer mehr Behörden Termin vergeben. 

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Quelle: dpa

Hannover. Die Zulassungsstelle am Schützenplatz, noch vor eineinhalb Jahren berüchtigt für Wartezeiten von bis zu drei Stunden, bietet jetzt Terminvergaben über das Internet an. „Dadurch hat sich die durchschnittliche Wartezeit auf fünf Minuten reduziert“, sagt Ordnungsdezernent Marc Hansmann (SPD).

Auch in allen Bürgerämtern der Stadt können Termine über die Internetseite hannover.de reserviert werden. „Dort ist die Rubrik leider schwer zu finden“, sagt Hansmann. Daher empfiehlt er allen Bürgern, Internet-Suchmaschinen zu nutzen und die Begriffe „Bürgerämter Termine Hannover“ einzugeben. „Die Wartezeit in den Ämtern ist unsere wichtigste Messlatte“, sagt Hansmann.

In manchen Bürgerämtern und zu bestimmten Zeiten ist es gar nicht mehr möglich, ohne vorherige Terminabsprache Behördenangelegenheiten zu regeln. Im Bürgeramt Podbi-Park gilt an allen Tagen Terminpflicht, im Bürgeramt Mitte in der Leinstraße nur sonnabends. Seit Beginn des Monats müssen sich Kunden auch in den übrigen Bürgerämtern immer montags und donnerstags zuvor anmelden. Termine müssen nicht allein über das Internet vereinbart werden, auch eine telefonische Absprache ist möglich. Wollen Bürger lediglich einen bereitliegenden Personalausweis, einen Reisepass oder Führerschein abholen, ist dies ohne Terminvereinbarung möglich.

Weniger Warten zufriedenere Kunden

„Kunden und Mitarbeiter sind jetzt deutlich zufriedener“, sagt der Ordnungsdezernent. In der Zulassungstelle am Schützenplatz herrschte vor eineinhalb Jahren noch gedrückte Stimmung. Bürger mussten lange ausharren und Mitarbeiter nach Dienstschluss etliche Fälle nachbearbeiten. Überstunden fielen an und die Stadt überlegte, ob sie mehr Personal einstellen und die Räume vergrößern sollte. „Dann haben wir uns für den Einsatz von Technik entschieden“, sagt Hansmann. Einen niedrigen sechsstelligen Betrag habe man investiert in Monitore und Computerprogramme. Die Entlastung sei schon nach einem halben Jahr spürbar gewesen.

Die Zulassungstelle wird Ende des Jahres für eine Übergangszeit von zweieinhalb Jahren an einen anderen Standort verlegt. Das alte Gebäude am Schützenplatz reißt die städtische Immobilientochter Union Boden ab und errichtet auf dem Grundstück einen größeren Behördenbau. Dort soll nicht nur die Zulassungsstelle unterkommen, sondern auch die Ausländerbehörde, das Standesamt und weitere Abteilungen des Fachbereichs Recht und Ordnung. „Alle Behörden in dem neuen Bau werden ihre Termine online vergeben“, kündigt Hansmann an.

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