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Darf die Uni einfach Bäume fällen?

Mutmaßlich illegale Rodung Darf die Uni einfach Bäume fällen?

Die Stadt will nicht mehr gegen die Baumfällungen auf einem Uni-Grundstück in der Nordstadt vorgehen. Weil die beauftragte Firma damals die Baumstümpfe direkt gehäckselt hatte, ließ sich der Stammumfang im Nachhinein nicht mehr feststellen - und somit auch nicht, ob die Fällung gegen die Baumschutzsatzung verstieß.

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Auf dem Gelände der Leibniz-Uni wurden zwei Bäume gefällt - mutmaßlich illegal.

Quelle: Archiv

Hannover. Diese Nachricht haben jetzt Anlieger erhalten, die sich über die mutmaßlich illegale Rodung per Unterschriftenliste beschwert haben. Mitten in der Brutzeit hatten Arbeiter im Mai mehrere Sträucher und Bäume auf einem Eckgrundstück an Callinstraße und Schneiderberg entfernt. Dies ist in der Brutzeit generell untersagt. Da auch zwei bis drei größere Bäume der Aktion zum Opfer gefallen sind, liegt vermutlich auch ein Verstoß gegen die Baumschutzsatzung der Stadt vor.

„Viele Menschen aus der näheren Umgebung können bestätigen, dass dort Bäume gefällt wurden“, sagt Stefan Winter, Fraktionschef der Grünen im Bezirksrat Nord. Allerdings hatte die beauftragte Firma damals die Baumstümpfe sofort gerodet und gehäckselt. Der Stammumfang der gefällten Bäume ließ sich deshalb im Nachhinein nicht mehr feststellen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass Zeugenaussagen allein vor Gericht keinen Bestand haben und will deshalb kein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. Die Region Hannover hat den Fall allerdings noch nicht zu den Akten gelegt. Als Untere Naturschutzbehörde wacht sie über die Einhaltung der Brutzeit und hat vom verantwortlichen Staatlichen Baumanagements eine Stellungnahme gefordert. In dem Areal soll eine Nachtigall gelebt haben.

Die Grünen im Bezirksrat Nord wollen erreichen, dass die Stadt den Zustand der verbliebenen Bäume auf dem Grundstück der Leibniz-Universität überwacht. Die Politiker befürchten, dass die Bauarbeiten am Chemischen Institut auch die restliche Vegetation absterben lassen, denn zwischen den Bäumen soll ein gepflasterter Platz entstehen. Aktuell lagert unter den Kronen beträchtlicher Erdaushub, schwere Baumaschinen rangieren. Bei den Arbeiten soll außerdem der Grundwasserhaushalt verändert werden. Die Stadtverwaltung betont, dass sie Arbeiter und Planer aufgefordert hat, die Arbeiten besonders wurzelschonend durchzuführen.

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