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Das Casa wird zu Reimanns Eck

Räume von Linnemann übernommen Das Casa wird zu Reimanns Eck

Das Casa Blanca am Weißekreuzplatz ist Geschichte. Aber es hat auch eine Zukunft. Die Räume der legendären Mini-Disko, die Bodo Linnemann zum Jahreswechsel aufgegeben hat, kommen jedenfalls in gute Hände: Ekkehard Reimann, Linnemanns Nachbar und langjähriger Freund, hat sie übernommen. Aus dem Casa soll ein Teil des angrenzenden Restaurants Reimanns Eck werden.

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Alles muss raus: Von Bodo Linnemanns Casa ist nichts mehr übrig geblieben – und Ekkehard Reimann macht das Umbauprojekt sichtlich Spaß.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Ein neues Tanzlokal wird der 74-Jährige Gastronom dort aber nicht eröffnen. Das ist nicht sein Ding. Reimann ist Koch mit Leib und Seele. Darum wird aus dem Casa ein Teil seines direkt angrenzenden Restaurants Reimanns Eck, in dem er seit 2009 traditionelle deutsche Küche mit gehobenem Anspruch serviert.

Ekkehard Reimann, Bodo Linnemanns Nachbar und langjähriger Freund, hat die Räume der legendären Mini-Disko "Casa Blanca" am Weißekreuzplatz übernommen. Das "Casa" soll ein Teil seines direkt danebenliegenden Restaurants "Reimanns Eck" werden.

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„Ich hatte das länger geplant und mit der Vermieterin einen Deal gemacht“, sagt Reimann. „Wenn Bodo geht, rücke ich nach – aber auch nur dann.“ Nun ist es so weit. Einige Überwindung hat es natürlich gekostet, das Casa-Inventar herauszureißen. Die folgenden Arbeiten waren noch raumgreifender: „Wir haben hier fünf Tonnen Schutt rausgetragen, drei große Container waren voll.“ Nun ist vom Casa nichts mehr zu erkennen. Rohbauzustand. Als nächstes müssen Wände verputzt und Leitungen verlegt werden. In den kommenden vier Monaten werden die Handwerker weiter Regie führen im Ex-Casa.

Die Vereinigung von Reimanns Eck und Casa 

Noch ist es vom Reimanns Eck durch eine Wand getrennt. Doch auf der anderen Seite, gleich neben dem flächendeckenden Gemälde mit historischen Hannover-Motiven, soll im Sommer das Finale folgen – der Durchbruch zwischen beiden Lokalitäten. Oder besser: die Vereinigung. Von den 60 Quadratmetern Casa ergänzt Reimann mit etwa 45 Quadratmetern den Gastraum seines Restaurants. „Jetzt haben wir gut 75 Plätze, es kommen etwa 25 dazu“, rechnet er vor. Auch eine neue Herrentoilette ist geplant, zudem wechselt das WC für die weiblichen Gäste den Standort. Beides hat zur Folge, dass im Sommer aller Voraussicht nach für eine gute Woche ein „großer Luxustoilettenwagen“ vor Reimanns Eck stehen wird. Auch der Restaurantbetrieb erfährt dann gewisse Einschränkungen, teils verlagert auf die große Außenterrasse. Aber spätestens Ende September soll alles fertig sein.

Mit einer großen Abschiedsparty hat Bodo Linnemann am Silvestertag das Casa Blanca geschlossen – für immer.

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In einem Alter, in dem andere an den Ruhestand denken, baut Reimann für rund 50.000 Euro also noch einmal an. „Warum sollte ich aufhören, so lange es mir gut geht?“, fragt der 74-Jährige. Weitere vier Jahre in der Gastronomie könne er sich durchaus vorstellen. Neben Reimanns Eck steht sein Name vor allem für das nur einen Steinwurf entfernte französische Edelrestaurant Clichy, das als gastronomische Institution in der Stadt gilt. Dass es immer wieder Gerüchte gibt, er wolle das Clichy verkaufen, kommentiert der Chef mit Gelassenheit. Einen Nachfolger für eine solche Lokalität zu finden, sei schwierig, und wenn es keinen gebe, „werde ich es eben irgendwann auflösen müssen“.

Doch daran denkt Reimann jetzt noch nicht. Dafür macht es ihm zu viel Spaß, jeden Tag in einem seiner Läden vor Ort zu sein, zu denen noch der Imbiss Reimanns Fische am Courtyard Hotel gehört. Sichtlich Spaß hat er auch beim Um- und Anbau des Casa. Und wenn alles fertig ist, darf Bodo natürlich gucken kommen.     

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