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Aus der Stadt Wie feiert Hannover seinen 775. Geburtstag?
Hannover Aus der Stadt Wie feiert Hannover seinen 775. Geburtstag?
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20:19 26.05.2016
Von Bernd Haase
Kulturdezernent Harald Härke, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Roger Cericius vom Freundeskreis Hannover. Quelle: Franson
Hannover

Wenn alle eingeladenen Gäste kommen, steigt in Hannover im Maschpark am 26. Juni zum 775. Stadtgeburtstag die größte Party aller Zeiten. „Jeder ist willkommen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok am Donnerstag, was bei einer Einwohnerzahl von knapp 540.000 eine wirkliche Ansage bedeutet.

Schostok, Kulturdezernent Harald Härke und Roger Cericius, Vorsitzender des Freundeskreises Hannover, haben in der Ratsstube das Programm zu den Geburtstagsfestivitäten präsentiert. „Nicht allein die Chronistenpflicht steht im Vordergrund, sondern die lebendige Stadt, die wir heute aus unserer Geschichte heraus sind“, erläuterte der Verwaltungschef. Die Aktivitäten beschränken sich nicht auf den eigentlichen Jubeltag am 26. Juni, dokumentiert durch die Verleihung der Stadtrechte per Urkunde im Jahr 1241, sondern ziehen sich auch durch die Wochen drumherum. Praktischerweise haben die Macher Veranstaltungen leicht umdekoriert, die ohnehin regelmäßiger Bestandteil im Jahresprogramm sind.

Am letzten Juniwochenende kann man durchmachen. Los geht es am 25. Juni mit der Langen Nacht der Museen. Dann trifft man sich gegen 23.30 Uhr bei Musik und Filmen im Künstlerhaus und angrenzendem Theaterhof, wo Schostok den Geburtstags-Countdown herunterzählen will. Am Folgetag beginnt in der Marktkirche um 10 Uhr der Festgottesdienst, offen für Gäste aller Konfessionen und Religionen. Hannovers Traditionscorps mit dem auch schon leicht historischen Geiger Charly Neumann in der Rolle von König Georg bittet um 12 Uhr zum Schorsenbummel auf der Georgstraße. Von 14 bis 17 Uhr schließlich steigt im Maschpark das Familienfest, organisiert vom Freundeskreis.

„Es wird keine kommerzielle Veranstaltung“

„Es wird keine kommerzielle Veranstaltung“, verspricht Cericius. Es gibt auf der Bühne vor den Terrassen am Maschteich viel Musik mit Lokalkolorit; Mousse T., Rapper Spax und Lutz Krajenski haben schon zugesagt. Im Park präsentieren sich die Akteure der sogenannten Stadtgesellschaft, in diesem Fall Vereine, Verbände und Initiativen.

Besagte Stadtgesellschaft trifft sich dann noch einmal zum offiziellen Festakt am 8. Juli in der Festhalle Marris auf dem Schützenfest. Der Umzug am 3. Juli soll ebenso einen historischen Anstrich bekommen wie das Fest selbst.

Selbstredend beteiligen sich Hannovers Museen am Programm, zum Beispiel mit einer Vortrags- und Diskussionsreihe. Das Historische Museum ergründet mit einer Sonderausstellung, was sich hinter dem Begriff „Typisch Hannover“ verbirgt. Die Architektenkammer stellt zusammen mit dem Stadtarchiv die Ausstellung „Nicht gebautes Hannover“ auf die Beine. Ebenfalls im Stadtarchiv kann die Öffentlichkeit das Papier betrachten, das alles ausgelöst hat - die Stadtrechteurkunde.

Dass wirklich eine halbe Million Gäste kommen, steht wohl nicht zu erwarten. Unter anderem müsste die CDU-Ratsfraktion fern bleiben, wenn sie konsequent handelt. „Das Programm ist mehr als provinziell, ich hatte deutlich mehr Kreativität erwartet“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jens-Michael Emmelmann.

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