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Das Frühlingsfest 2017 ist eröffnet

Schützenplatz Das Frühlingsfest 2017 ist eröffnet

Am Sonnabend wurde in Hannover das Frühlingsfest 2017 eröffnet. Erstmalig ist auch eine ganz besondere Attraktion dabei: Im 7D-Simulator können Zuschauer mit speziellen 3D-Brillen virtuelle Achterbahnen und Gruseltrips erleben. Das Fest geht noch bis zum 7. Mai.

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Im 7D-Kino erleben Zuschauer Computersimulationen von wilden Achterbahnfahrten.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. Wenn die Arbeitsgemeinschaft für Volksfeste damit wirbt, dass eine Attraktion „endlich“ und „zum ersten Mal“ in Hannover zu sehen sei, ist das Grund genug, den 7D-Simulator von August Horz unverzüglich anzusteuern. Es ist der erste Tag des Frühlingsfestes 2017, und mit Rücksicht auf das Fußballspiel 96 gegen Braunschweig wird es diesen Samstag erst um 16 Uhr eröffnet. 

Leicht zu übersehen ist er, der Simulator, füllt mit seinen zwölf Sitzplätzen und der verborgenen Technik gerade mal die Ladefläche eines Lkw-Anhängers. Die Zuschauer, die vier Euro gezahlt haben, bekommen eine 3D-Brille aufgesetzt, die Leinwand wird heruntergefahren – und dann beginnt eine wilde virtuelle Achterbahnfahrt durch Berg-, Wüsten- und Höhlenlandschaften, knapp vorbei an Wasserfällen, rasend durch rotierende Windräder und immer wieder im freien Flug, bis der Waggon wieder krachend auf dem Gleis aufsetzt.

Am Sonnabend wurde das Frühlingsfest 2017 in Hannover eröffnet.

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Damit der Zuschauer schön ins Schwitzen kommt, vibrieren, rütteln und kippen die Sitze, dass man sich an die Armlehnen klammert. Bewegliche Fäden simulieren Berührungen mit allerlei Getier, Wind bläst aus Düsen, und es rattert und scheppert aus allen Rohren. Obwohl die Bahn die enormen Fallhöhen und halsbrecherischen Kurven nur simuliert, juchzen die Zuschauer wie im richtigen Fahrgeschäftsleben.

Die zweite Computersimulation, berichtet Horz, sei eine Geisterbahnfahrt. Die spiele er aber nur ein, wenn keine Kinder Platz nehmen. Und die Blutspritzer habe er auch herausgefiltert aus dem Programm, sagt der 53-Jährige, ebenso wie das echte Nass bei der Wasserfallsause: „Nachher ist die Schminke der Frauen zerlaufen, und das gibt Ärger.“ Stefanie und Stephan Fleischmann aus Edewecht aber sind völlig aus dem Häuschen, auch ohne Dusche: „Das war doch mal eine ganz neue Erfahrung.“ Nur Sohn Maurice, 18 Jahre alt, fühlt sich allzu sehr verschaukelt: „Ich geh da nicht wieder rein.“

Das Frühlingsfest auf dem Schützenplatz bietet, wie gewohnt, Belustigungen in jeder Risikoklasse. Die Magenverwirbler mit dem höchsten Kreischfaktor kommen offenbar nicht ohne englische Namen wie Break Dancer, Turbo Force oder X-Factor aus, die Begriffe Schaukel und Karussell werden hier in ganz neue Dimensionen katapultiert. Esra Gökru, Gina Wandler und Nicole Hieb, allesamt Zehntklässerinnen der Lutherschule, sind gestählt im Kampf mit den Zentrifugalkräften: „Wir haben schon oft in solchen Gondeln gesessen, wir finden das Klasse.“ Dreikäsehochs tasten sich besser mit „Willy“, dem Wurm, ans Achterbahnvergnügen heran, und das Riesenrad bietet Schneckentempo in Vollendung.

Verblüffend bei all dem LED-Glitter und Elektro-Gedudel auf dem Schützenplatz ist, dass manch Althergebrachtes aus den frühen Jahren der Kirmes überlebt hat. Fadenziehen. Blumenschießen. Die Losbude mit den bonbonfarbenen Plüschtieren. Oder der Stand mit den Lebkuchenherzen und der Zuckergussaufschrift „Du bist mein ganzes Herz“. Vereinzelt aber deuten sich auch hier Veränderungen an, finden gar Binsenweisheiten moderner Ernährungskunde ihren Niederschlag. Gebrannte Mandeln gab‘s ja schon immer auf dem Rummel – nun aber wirbt man mit „wenig Zucker“.

Das hannoversche Frühlingsfest hat noch bis Sonntag, 7. Mai, geöffnet, sonntags bis donnerstags von 14 bis 23, freitags und samstags bis 24 Uhr. An den drei nächsten Freitagabenden jeweils ab 21.45 Uhr wird ein Feuerwerk gezündet. Familientag ist nach bewährter Manier der Mittwoch, dann werden den Besuchern Rabatte zwischen 25 und 50 Prozent gewährt.

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