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Aus der Stadt Jamie-Lee Kriewitz rockt am Rathaus
Hannover Aus der Stadt Jamie-Lee Kriewitz rockt am Rathaus
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00:16 15.06.2016
Von Simon Benne
Zehntausende besuchen das Fun-Kinderfestival am Neuen Rathaus Quelle: Eberstein
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Hannover

Sie hat Spaß, das kann jeder sehen: "Den letzten Platz beim Eurovision Song Contest hatte ich schon nach zwei Tagen verdaut", sagt Jamie-Lee Kriewitz. Jetzt ist die Bennigserin wieder in Hannover, natürlich im schrillen Manga-Outfit. Ihr Auftritt beim Fun-Kinderfestival ist der erste der Sängerin hier seit ihrer Niederlage in Stockholm. "Ein Heimspiel also", sagt die 18-jährige, die gerade aus Bennigsen kommt: "Kinder sind einfach ein tolles Publikum, die gehen immer mit!"

Tatsächlich begrüßen die meist jungen Zuschauer Jamie-Lee frenetisch, als sie auf die ffn-Bühne am Trammplatz tritt und zu singen beginnt. Ihr Auftritt hier ist das Highlight bei der achten Auflage des Fun-Kinderfestivals. Bis zu 100.000 Besucher tummeln sich nach Angaben der Veranstalter an diesem Sonntag rund um das Neue Rathaus. Die Landeshauptstadt und verschiedene Kinderhilfsorganisationen haben das Areal in einen riesigen Freizeitpark verwandelt. Der Erlös des Festivals ist für benachteiligte Jungen und Mädchen in der Region bestimmt.

"Es ist einfach toll, was hier für Kinder geboten wird", schwärmt Martin Reinicke, während seine Kinder die Kletterwand vorm Rathaus erklimmen. ADAC, Feuerwehr, DRK - Dutzende von Organisationen haben Spiel- und Bastelstände ums Rathaus aufgebaut, Hunderte von Helfern sind im Einsatz. Beim Technischen Hilfswerk können Jungen und Mädchen Holzbalken zersägen und Nägel einschlagen: "Wir zeigen ihnen, was wir bei Einsätzen tun und bringen sie spielerisch mit Technik in Berührung", sagt Friederike Heise vom THW.

Im Zelt der Bundespolizei lässt sich die vierjährige Leonie unterdessen schminken. Kettenkarussel, Hüpfburg und Schiffsschaukel hat sie schon hinter sich, die linke Gesichtshälfte ist am Schminkstand von Rettungssanitätern bereits mit einer schaurigen aufgemalten Platzwunde verziert worden. Jetzt wird die rechts Gesichtshälfte zum Schmetterling. "Der ist noch schöner als die Wunde", sagt sie. Nebenan dürfen Jungen und Mädchen in Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes klettern und Blutdruck messen. Dass am Nachmittag Nieselregen einsetzt, tut der Stimmung keinen Abbruch: "Bei manchen Attraktionen mussten wir schon anstehen - bei strahlendem Sonnenschein wären die Wartezeiten wären sicherlich noch länger gewesen", sagt Heiko Peinemann, der mit seiner Tochter hier ist.

Am dichtesten ist das Gedränge vor der Bühne: Der "Voice of Germany"-Finalist Max Giesinger wird umjubelt, als er dort seinen Hit "80 Millionen" singt. Und dann kommt Jamie-Lee: "Hannover, geht's euch gut?", ruft sie ins Publikum. Und man hört, dass es Hannover gut geht. Am Ende ihres Auftritts steht "Ghost" auf dem Programm - und Hunderte junger Fans verewigen das Liveerlebnis mit ihren Smartphonbes. Dann geht's für Jamie-Lee zurück nach Bennigsen. Im nächsen Jahr will sie ihr Abi machen. "Ich war viel unterwegs in den letzten Monaten", sagt sie, "jetzt habe ich wieder mehr Zeit." Es klingt nicht so, als wäre sie damit unzufrieden.

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