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Aus der Stadt Geburtshaus leidet unter dem Hebammenmangel
Hannover Aus der Stadt Geburtshaus leidet unter dem Hebammenmangel
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00:17 02.09.2016
Von Mathias Klein
Katrin Göring-Eckardt hört bei ihrem Besuch vor allem zu.  Quelle: Samantha Franson
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Hannover

„Wir würden gern ein bis zwei Hebammen mehr bei uns haben“, berichtet Birgit Dreyer, eine der Betreiberinnen des Geburtshauses Eilenriede in der Gehägestraße. „Aber wir finden kaum jemanden“, sagte sie am Dienstag beim Besuch der Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt.

„Die Frauen in Hannover haben nichts davon, dass hier Hebammen vom Regionsklinikum ausgebildet werden“, erläuterte sie. Denn die Auszubildenden würden lediglich auf die drei Geburtskliniken des Regionsklinikums im Umland verteilt. Dreyer und ihre Kollegin Meike Wiecha halten aber auch nicht viel von der angedachten Akademisierung der Hebammenausbildung. Die Motivation für junge Frauen sei dann noch schlechter. Denn wer ein Studium statt einer Ausbildung beginne, benötige eine bessere Zukunftsperspektive als Hebammen derzeit hätten, meinte Wiecha.

Seit einigen Monaten wird in der Region Hannover über die Hebammenausbildung diskutiert, nachdem die Geburtshilfeabteilung der Henriettenstiftung wegen Hebammenmangels an einem Wochenende komplett schließen musste. Trotz langer Verhandlungen haben sich das Regionsklinikum, Diakovere mit dem Friederikenstift und der Henriettenstiftung sowie die Medizinische Hochschule Hannover noch nicht über eine gemeinsame Ausbildung geeinigt.

Die Betreiberinnen des Geburtshauses berichteten in dem Gespräch mit Göring-Eckardt von einem zunehmenden Andrang auf ihre Einrichtung. Inzwischen müsse rund ein Drittel der sich dort meldenden Frauen aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden. Die beiden Unternehmerinnen beobachten, dass sich die Geburtshilfe immer stärker zu einem Kostenfaktor entwickele. Gleichzeitig habe sich die finanzielle Situation der Hebammen in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert, wie Dreyer berichtete. „Ich möchte wirtschaftlich abgesichert sein“, betonte sie.

Die Gesundheitsexpertin der Grünen-Regionsfraktion, Doris Klawunde, begleitete Göring-Eckardt. Sie kritisiert den geplanten Bau der Mutter-Kind-Klinik von Diakovere am Kinderkrankenhaus auf der Bult. Dort entstehe ein Gebäude, in dem bis zu 4000 Geburten „durchgejagt“ werden sollen, sagte Klawunde. Sie lehne es ab, dass das Geld nur in „Hightech-Geburtsanstalten“ fließe. Klawunde will sich für die finanzielle Unterstützung der Region für ein weiteres Geburtshaus starkmachen.

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