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So lief das HAZ-Forum zur Kommunalwahl

Mitreden, Diskutieren, Fragen So lief das HAZ-Forum zur Kommunalwahl

Beim HAZ-Forum zur Kommunalwahl haben die Vertreter von acht Parteien Stellung bezogen - zur Verkehrspolitik, der Steintorbebauung, den Problemen auf dem Raschplatz und zur Integrationspolitik. Polarisiert haben die Positionen der AfD und der Wählergemeinschaft "Die Hannoveraner".

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Die Spitzenkandidaten sind zur Diskussion ins Anzeiger-Hochhaus gekommen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die Stimmung ist bisweilen aufgeheizt im ausverkauften HAZ-Forum in der Schalterhalle des Anzeiger Hochhauses am Mittwochabend. Die Vertreter der acht Parteien haben ihre Anhänger mitgebracht, insbesondere die Unterstützer der AfD fallen immer wieder durch laute Zwischenrufe auf. Neben der AfD nehmen an der Diskussion Vertreter der SPD, CDU, Grünen, Linken, FDP, Piraten und der Wählergruppe "Die Hannoveraner" teil.Moderiert wird die Debatte von den HAZ-Lokalschefs Felix Harbart und Conrad von Meding.

Die Überraschung des Abends kommt für die Zuschauer am Schluss: Auf die Frage von Moderator Harbart, wen die CDU von Koalitionsgesprächen nach der Wahl ausschließen würde, antwortet CDU-Fraktionschef Jens Seidel: "Das werden wir am 12. September, dem Tag nach der Wahl entscheiden." Zuvor hatten SPD, Grüne, FDP und Linke versichert, dass sie sich mit den Parteien vom rechten Rand, AfD und "Hannoveraner", kein Bündnis vorstellen könnten. Seidel begründet seine Haltung damit, der AfD und den "Hannoveranern" keine "Opferrolle" zuzugestehen. Offensiver ist die FDP: "Für eine innere Liberalität haben sich zwei Kandidaten in dieser Runde nicht qualifiziert", sagt Hannovers FDP-Chef Patrick Döring. Piraten-Vertreter Thomas Ganskow ist der Ansicht, dass man sich vom klassischen System der koalitionären Bindung verabschieden müsse.

HAZ-Leser konnten mit den Parteien bei einem HAZ-Forum öffentlich diskutieren. Alptekin Kirci (SPD), Jens Seidel (CDU), Daniel Gardemin (Grüne), Jessica Kaußen (Linke), Patrick Döring (FDP), Thomas Ganskow (Piraten), Jens Böning (Hannoveraner) und Jörn König (AfD) stellten sich den Fragen.

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Bei den bedeutenden stadtpolitischen Themen sind sich die Oppositionsparteien auf der einen Seite, und Rot-Grün auf der anderen Seite weitgehend einig. So lehnen CDU, Linke, FDP, Piraten und "Hannoveraner" die Bebauung des Steintorplatzes strikt ab, SPD und Grüne sehen darin Chancen für die Stadtentwicklung. Die AfD will das Bauvorhaben vom Ergebnis eines Bürgerentscheids abhängig machen.

Bei der Verkehrs- und Umweltpolitik setzen CDU und FDP auf grüne Welle und lehnen eine blaue Plakette ab. Auch die Linke hält nichts von schärferen Bestimmungen für die Umweltzone und sieht die Industrie in der Pflicht, Schadstoffe zu reduzieren. Die AfD ist der Ansicht, dass sich Hannover nicht den EU-Vorgaben zur Luftreinheit beugen sollte. Die "Hannoveraner" meinen, die Verschmutzung der Luft komme auch von außen. "Die Luft in der Wedemark ist aber sauberer", wendet Moderator Harbart ein. Die Grünen lassen durchblicken, dass ihr langfristiges Ziel eine autofreie Innenstadt ist. Die SPD tritt auf die Bremse. "Wir werden die City nicht für den Autoverkehr sperren", sagt Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci.

asl

Hier können Sie den Live-Ticker nachlesen:

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