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Herrenhausen wirbt mit 250 Veranstaltungen

Sommerprogramm Herrenhausen wirbt mit 250 Veranstaltungen

Osterspaziergang, Sommernachtsträume und Feuerwerk: Herrenhausen wirbt mit 250 Veranstaltungen und hat ein Problem mit seinen Pflanzen. Das Sommerprogramm in den Herrenhäuser Gärten startet am Wochenende. 

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„Jede Veranstaltung soll ein unvergessliches Erlebnis werden“: In Herrenhausen startet am Wochenende das Sommerprogramm.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Er scheut sich nicht, die Messlatte hoch zu legen: „Jede Veranstaltung soll ein unvergessliches Erlebnis werden“, sagt Gartendirektor Ronald Clark. Theater und Lesungen, Kino und Konzerte: Bis Oktober sollen rund 250 Veranstaltungen in den Herrenhäuser Gärten über die Bühne gehen. „Wir rechnen mit etwa 200 000 Gästen, wie im Vorjahr“, sagte Clark jetzt bei der Vorstellung des Programms dieser Sommersaison.

Sommerprogramm in Herrenhausen: Jede Veranstaltung soll ein unvergessliches Erlebnis werden

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Zum Auftakt steht am Ostersonntag von 10 bis 17 Uhr ein buntes Familienprogramm im Großen Garten an: Für Kinder gibt es Spielaktionen und eine Märchenerzählerin, Leibniz persönlich flaniert durch den Garten, und es gibt von 12 bis 15 Uhr stündlich Führungen durchs Galeriegebäude.

Unter dem Motto „Sommernachtsträume im Gartentheater“ steht dann die Veranstaltungsreihe, die am 4. August beginnt: Beim Poetry-Slam beschäftigen sich fünf Poeten unter anderem mit Shakespeare. Am Tag darauf ist Rufus Beck mit der musikalischen Stand-up-Comedy „Sommernachtstraum“ in Europas einzigem noch bespielten historischen Heckentheater zu Gast. Am 10. August treten Gustav Peter Wöhler und die barocke lautten compagney Berlin hier mit dem Stück „Peeping at Mr. Pepys“ auf, und am 11. August ist Gudrun Landgrebe mit der musikalischen Revue „Shake-Speares Sonnets“ zu Gast - Stars scheinen sich in Herrenhausen wohlzufühlen.

Herrenhausen kämpft mit Buchsbaumsterben

"Wir haben ein Problem": Ronald Clark mit den Pflanzen, die die angestammten Buchsbäume ersetzen.

"Wir haben ein Problem": Ronald Clark mit den Pflanzen, die die angestammten Buchsbäume ersetzen. 

Quelle: Samantha Franson

Die Saison beginnt – und Herrenhausen kann sich nicht von seiner besten Seite zeigen. Nachdem im vergangenen Jahr die morschen Linden im Berggarten mit einem Stützkorsett versehen werden mussten, bieten jetzt die Buchsbaumhecken im Großen Garten ein tristes Bild: statt sattem Grün nur trostloses Braun. „Wir haben da ein Problem“, gibt Gartendirektor Ronald Clark unumwunden zu.

Seit 2004 gibt es in Deutschland ein großes Buchsbaumsterben, ausgelöst durch einen aggressiven Pilz. „Am Wiener Schloss Schönbrunn gibt es schon gar keine Buchsbäume mehr“, sagt Clark. Im Großen Parterre des Großen Gartens behelfen sich die Gärtner noch mit Spritzen und dem Austausch einzelner befallener Pflanzen. Doch im Blumengarten mussten die Buchsbäume im Winter schon durch Thuja-Pflanzen ersetzt werden: „Diese sind nicht so fein wie Buchsbaum, aber relativ widerstandsfähig“, sagt Clark.

Am Galeriegebäude ist jetzt ein erstes Beet des sogenannten Orangenparterres abgeräumt worden. Ausgerechnet zum Saisonstart ist dort nun eine schmucklose Sandfläche zu sehen. Anstelle der Buchsbaumsorte „Blauer Heinz“, die hier bisher wuchs, soll hier nun nach Ostern Buxus microphylla der Sorte „Herrenhausen“ gepflanzt werden, der robuster ist. „Diese Sorte hatten wir bereits vor Jahren hier im Garten“, sagt Clark: „Jetzt kehrt sie zurück.“

Alle Buchsbäume im Großen Garten auszutauschen sei jedoch unmöglich: Die Hecken sind insgesamt 15 Kilometer lang. „Man bräuchte etwa 120 000 Pflanzen“, sagt Clark. So viele Exemplare der Sorte „Herrenhausen“ wären kaum verfügbar. Clark rät allen Buchsbaumbesitzern, möglichst keine neuen Pflanzen zu kaufen, da sie sonst Gefahr laufen, sich den Pilz in den Garten zu holen. Außerdem sollten Buchsbäume von unten gegossen werden: Feuchte Blätter mag der Pilz nämlich besonders gern. be     

Beim Open-Air-Kino werden dort auch Filme gezeigt - etwa die bonbonbunte Liebesgeschichte „La La Land“ am 18. August. „Das passt zur zauberhaften Atmosphäre des Gartens“, sagt Clark. Bereits zu den Kunstfestspielen taucht die Wiener Lichtkünstlerin Victoria Coeln vom 4. Mai an die Gärten in ein farbiges Licht. Die meisten Besucher dürfte wie in den Vorjahren der Feuerwerkswettbewerb anziehen. Zuerst gehen am 20. Mai die Pyrotechniker der Gruppe Astondoa Piroteknia aus Spanien an den Start. Es folgen Österreich am 10. Juni, England (19. August), Polen (2. September) und die USA (16. September). „Wir haben die besten Teams, die zurzeit auf dem Markt sind“, verspricht Hannovers Marketing- und Tourismuschef Hans Nolte. Noch eine Messlatte, die hoch hängt.

Unterricht in Herrenhäuser Gärten

Wer war Kurfürstin Sophie? Warum sprudelt die Große Fontäne? Und sind die Figuren im Gartentheater wirklich aus Gold? Dies sind nur einige Fragen, die die jüngsten Besucher der Herrenhäuser Gärten haben. Um Grundschülern die Barockanlagen näherzubringen, startet die Gartenverwaltung mit dem Lions Club Kurfürstin Sophie das Projekt Early Birds.

Es soll Dritt- und Viertklässlern spielerisch die Bedeutung der Gärten erläutern. „Unser Ziel ist es, dass jedes Kind aus der Region Hannover in seiner Grundschulzeit einmal diesen wichtigen Ort kennengelernt hat“, sagt Gartendirektor Ronald Clark.

Um ein Lehrkonzept zu erarbeiten, schafft die Stadt ab dem 1. Mai eine neue Stelle, zunächst für zwei Jahre. Jährlich 50 000 Euro sind dafür eingeplant. Diese Summe soll durch Einnahmen aus dem Gartenetat und Spenden refinanziert werden. „Das schaffen wir“, sagt Marlena Robin-Winn vom Lions Club.

Im Herbst soll das Projekt startklar sein. Bis dahin werden weitere Geldgeber gesucht.

Mehr Infos finden Interessierte unter www.herrenhausen.dejk

Hier gibt es Karten: Tickets für die Sommernachtsträume gibt es im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, und unter (05 11) 16 84 12 22. Karten für den Feuerwerkswettbewerb unter anderem in den HAZ-Ticketshops sowie unter (05 11) 12 34 51 23.

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