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So schreiben ausländische Blogger über Hannover

Reiseberichte im Netz So schreiben ausländische Blogger über Hannover

Trotz Herrenhäuser Gärten, Maschsee und anderen Attraktionen gilt Hannover in Deutschland gern mal als graue Maus. Doch wie sehen das Besucher aus dem Ausland, die vorurteilsfrei Hannover besuchen? Wir haben nachgeforscht.

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Der Blick vom Rathaus ist für Touristen Pflicht. Doch was gibt es sonst noch in Hannover?

Quelle: Michael Thomas/Montage

Hannover. Wer seinen Jahresurlaub in die Hand nimmt und eine Reise nach Deutschland plant, wird Hannover nicht unbedingt als Ziel Nummer eins auf seine Liste setzen. Doch immer wieder treibt es ausländische Touristen in die niedersächsische Landeshauptstadt. Manche haben wenig Zeit, weil sie hier nur einen Zwischenstopp machen. Andere bleiben mehrere Tage. In zahlreichen Blogs berichten sie über ihre Erlebnisse. 

Einen wahren Liebesbrief geschrieben hat die US-amerikanische Fitnesstrainerin und  Autorin Elizabeth Rae Kovar. In ihrem "Last Letter to Hannover" verabschiedet sich Kovar nach einem mehrmonatigen Aufenthalt von der Stadt. Nach einer unterkühlten Eingewöhnungsphase ("Niemand lächelt oder sagt 'Danke', wenn man ihm die Tür aufhält") beschreibt die Autorin ihre Liebe zu Hannover: Vom FFK-Bereich an den Kiesteichen über ausgedehnte Spaziergänge bis zu den vielen Konzertlocations schwärmt Kovar von Hannover.

Robbie Williams kommt, Helene Fischer kommt, Bryan Adams kommt, Zucchero, Westernhagen, Coldplay, Depeche Mode, Guns n’ Roses, System of a Down – alle treten in Hannover auf, dazu kommen die Plaza-Festivals, bei denen 25.000 Besucher pro Tag feiern werden.

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Außerdem lobt sie die relativ niedrigen Lebenshaltungskosten: "The city is affordable. Not everything is commercialized. You don’t have to pay $3,000 to live in a nice flat without worrying about your ceiling leaking or pay $3.00 for an avocado." ("Die Stadt ist erschwinglich. Man muss nicht 3000 Dollar bezahlen, um in eine schöne Wohnung zu beziehen und sich um kaputte Hausdecken Sorgen zu machen oder drei Dollar für eine Avocado zu bezahlen.)   Lesen Sie hier den Blogeintrag im Original.

"This is the drinking part"

16 europäische Länder hat ein australischer Motorradfahrer bereist - und dabei auch in Hannover für zwei Tage haltgemacht. Eine der ersten Beobachtungen auf MF's Bike Travel Blog: Die Hannoveraner trinken Bier in der Öffentlichkeit. Bei seiner Reise im August letzten Jahres scheint der Blogger auf das Maschseefest geraten zu sein: "There was a festival at huge lake. (...) This is the drinking part. There would have been 70.000 to 80.000 people there and not one person over 18 didn't have an alcoholic drink in their hand, or two."

Das Maschseefest wird 30 Jahre alt, viele schwärmen vom besonderen Geist am Seeufer – dabei hatte es das Fest anfangs schwer

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Auch ins Steintorviertel hat es den Biker verschlagen - zum Essen. "A little earlier today I went for a walk to find lunch and found (accidently) the red light district......I stayed for an hour, there was a Turkish restaurant that had the best lamb pide..even better than Sofra in Toowoomba. Ate and got the hell out of there (no pics)." Vor allem die türkische Spezialität Pide lobt der Biker über den grünen Klee. Die sei am Steintor viel besser als in seiner australischen Heimatstadt Toowoomba. Eine geschlagene Stunde hat der Biker am Steintor verbracht - angeblich nur zum Essen.  Den Blogeintrag gibt es hier zum Nachlesen. Die Hannover-Erfahrung sind unter Tag 33 und 34 zu finden.

Die kanadischen Blogger von wandertooth  leiten ihren Bericht mit einer Beichte ein: Hannover? Nie gehört. Trotz des offensichtlich miserablen Wetters bei ihrem Besuch im Oktober, scheint das Weltenbummlerpaar eine gute Zeit gehabt zu haben: Sie schwärmen vom Ausblick vom Neuen Rathaus und lassen sich im Leibnizhaus etwas Nachhilfe in Mathematik geben. Mit dem "Roten Faden" geht es weiter durch die Stadt. Kurz vor dem Bahnhof werden sie dann doch stutzig: Was singt denn da? Zum Abschluss ihres Besuchs haben die Kanadier den singenden Gulli ("singing sewer") entdeckt. Hier geht's zum Blogpost auf Englisch.

Der Rote Faden, der in Hannovers Innenstadt Sehenswürdigkeiten verbindet, ist verblasst und soll erneuert werden.

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Besuch mit Vorurteilen

Nur Schlechtes habe der renommierte Reiseblogger Kash Bhattacharya vor seinem Besuch über Hannover gehört. "Ich wurde vorher gewarnt - von den Deutschen selbst" - so beginnt sein Eintrag. Die nächsten 48 Stunden in Hannover werden Bhattacharya umstimmen: Fleißig durchkämmt der Blogger die Stadt und hat schnell sein Lieblingsgebäude gefunden: Das Teestübchen in der Altstadt.

Im Folgenden wird aus dem Rundgang schnell eine kulinarischer Spaziergang: Ein Bier im Centrum in Linden, ein Streuselkuchen, der Probleme bei der Aussprache bereitet ("mouthful in itself to pronounce"), Bratwurst in der Markthalle, Vietnamesisch bei Street Kitchen an der Limmerstraße und so weiter.  Nach zwei Tagen zieht der Blogger ein versöhnliches Fazit: "Hanover, I must conclude was far from dull." - Hannover ist alles andere als trüb. 

Jeden Tag Schwimmbad und einmal um den Maschsee radeln? Langweilig! ZiSH hat die besten Ideen für die schönste Jahreszeit in Hannover.

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Auch die britische Zeitung Independent empfiehlt einen Besuch in Hannover. Der Autor gibt Tipps für einen 48-Stunden-Trip und rät vor allem zu einem Besuch in den Herrenhäuser Gärten und anderen Grünanlagen in der Stadt. Um die Stadt schnell kennenzulernen, empfiehlt er den Gang entlang des Roten Faden und einen Sonnabendbesuch auf dem Flohmarkt am Leineufer. Was der Independent noch so für Tipps hat,  lesen Sie hier. 

Der Flohmarkt in Hannover wird 50 Jahre alt. Am 8. April 1967 erhielt der gelernte Dekorateur und Lebens-Aktionskünstler Reinhard Schamuhn die Genehmigung der Stadt, dass normale Menschen Trödel in der Altstadt verkaufen dürfen. Impressionen von früher. 

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Die Blogger von Journey Around the World haben die Landeshauptstadt zur Weihnachtszeit besucht. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt war also Pflicht. Außerdem werden historische Gebäude (Leineschloss, Aegidienkirche) und ein Besuch im Museum August Kestner.   Einen Bericht gibt es hier.

Hannovers City leuchtet im Advent in allen festlichen Farben. Der Lichterglanz in der Stadt ist Tradition und hat im Laufe der Jahrzehnte so manche Wandlung erlebt. HAZ.de wirft einen Blick zurück.

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Kaum eine europäische Stadt haben die ukrainischen Blogger von Pizzatravel nicht besucht. Beim Lesen des Blogeintrags könnten Nicht-Hannoveraner denken, dass der Messebetrieb 365 Tage im Jahr in Anspruch nimmt. Den vielen Fotos zufolge, hat den Ukrainer vor allem die Aussicht vom Neuen Rathaus gefallen. Was die Blogger sonst von Hannover halten, lesen Sie hier.

Von Manuel Behrens

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