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Aus der Stadt Das ist das erste App-Musikstudio in Hannover
Hannover Aus der Stadt Das ist das erste App-Musikstudio in Hannover
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07:54 06.06.2017
Tablet statt Pult: Frauke Hohberger und Ferry Ghods testen die Musik-Apps. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Im vergangenen Jahr besuchte der Yamaha-Entwickler Toshifumi Kunimoto die hannoversche Musikmesse Digital Sounds. Zur Überraschung der Gäste präsentiere er ein Smartphone-Programm, das den Klang des legendären Marshall-Gitarrenverstärkers simulierte. „Wir haben Jahre damit verbracht, den perfekten Klang zu simulieren, doch die Nutzer suchten trotzdem nach dem charismatischen Röhren-Sound. Also entwickelten wir die entsprechende App“, sagte Kunimoto. Der anwesende Produzent Mousse T. gab sich ob dieser Neuheit gelassen. „Ich nutze die App längst.“ Immer häufiger nutzen Produzenten und DJs kleine Programme für Tablets und Smartphones, um Klänge und deren Zusammenspiel zu optimieren. Das Musikzentrum in der Nordstadt reagiert nun auf diesen Trend – und lädt interessierte Musiker in das erste App-Musikstudio der Stadt.

Schreiadler aufgenommen

Zwei Jahre lang hat sich dafür die Musikpädagogin Frauke Hohberger mit dem App-Musikmarkt beschäftigt. Sie hat Apps für Rhythmen getestet, die den Drumcomputer ersetzen, Sampling-Apps ausprobiert, mit denen man Klänge verfremden kann, und Apps entdeckt, die sich auch per Fuß bedienen lassen. „Für eine App habe ich einen Schreiadler im Wisentgehege aufgenommen. Diesen Sound kann ich nun einfach variieren und verändern und als Klang in meiner Musik einsetzen“, erzählt Hohberger. Bis zu 30 Apps hat sie nun ausgewählt und gekauft, um sie im Musikzentrum anzubieten. Musiker können sich künftig von ihr beraten lassen und die Technik direkt im Studio testen. „Die App-Technik kann aber auch mobil in Schulklassen oder in Seniorengruppen eingesetzt werden, denn viele Programme lassen sich leicht und intuitiv benutzen“, sagt Hohberger.

Das Alte nicht ausgeschlossen

Die klassische Studioatmosphäre sehen Hohberger und der DJ und Produzent Ferry Ghods durch den Einsatz der Apps nicht gefährdet. „Musik wird noch immer mit schwitzenden Gesichtern gemacht. Es geht nicht darum, Kontrabass und Geige zu ersetzen. Die neue Technik schließt die alte doch nicht aus“, sagt Hohberger. „Außerdem kann man mit den Apps an kleinen Ideen unterwegs weiterarbeiten. Das ist für die Arbeit an Samples zum Beispiel sehr interessant“, sagt Ghods. Die Apps werden demnächst bei der Fête de la Musique am 21. Juni und beim Hörfest am 30. Juli am Kaliberg Empelde präsentiert. Die neue Technik wurde maßgeblich von der Stiftung Niedersachsen und dem Paritätischen Gesamtverband unterstützt.

„Die Technik passt zu unserer Zeit. Fast jeder Jugendliche hat heute ein Smartphone, mit dem er auch Musik machen kann. Es geht um eine moderne Form der Musikvermittlung. Das möchten wir mit dem Musikzentrum unterstützen“, sagt Sabine Busmann vom Musikzentrum. Interessierte Musiker können sich daher gern per Mail an Sabine.Busmann@musikzentrum-hannover.de wenden.

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