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Das ganze Steintor ist jetzt eine Baustelle

D-Linie Das ganze Steintor ist jetzt eine Baustelle

Die Arbeiten für die neue Stadtbahnlinie D kommen gut voran: Im Posttunnel liegt die Infra sogar vor der Zeit, am Steintor klafft bald ein tiefes Loch.

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Die Arbeiten für die neue D-Linie liegen voll im Zeitplan. Auf der Kurt-Schumacher-Straße wird alles für die neuen Gleise vorbereitet.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Dicke Gesteinsbrocken liegen auf der Kurt-Schumacher-Straße, hinter dem Posttunnel entsteht langsam eine neue Haltestelle. Die Bauarbeiten für die neue D-Linie der Stadtbahn schreiten zügig voran. „Es läuft einfach“, sagt Jens Hauschke, Sprecher der für die Stadtbahntrassen zuständigen Infrastrukturgesellschaft Infra. Seit Himmelfahrt ist das Steintor für Autofahrer gesperrt, noch bis in den September hinein wird das so bleiben.

Für den Ausbau der D-Linie erstreckt sich die Baustelle derzeit vom Steintor über die Kurt-Schumacher-Straße, den Ernst-August-Platz bis zur Lister Meile.

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Das Großprojekt „10/17“ - Namensgeber sind die Stadtbahnlinien 10 und 17 - liege voll im Zeitplan. „Es geht mit großem Tempo voran“, sagt Hauschke. Nahezu täglich ändere sich das Bild der Großbaustelle zwischen Steintor und Raschplatz. Mittlerweile sind die Gleise herausgerissen und auf Höhe des Hauptbahnhofs die Oberleitungen abgenommen. Hauschke: „Nun wird dort definitiv keine Stadtbahn über den Ernst-August-Platz fahren können.“

Die Haltestelle „Steintor“ wird zurzeit in die Münzstraße verlegt, gleichzeitig entsteht auf Höhe des ZOB ein neuer Stadtbahn-Stopp. „Dort ist der Hochbahnsteig schon in seinen Grundzügen zu erkennen“, sagt Hauschke. Ziel der ganzen Umbaumaßnahmen: Die beiden Stationen sollen direkt mit den darunter befindlichen U-Bahn-Haltestellen verbunden werden.

Geschäftsleute fürchten um ihre Existenz

Am Steintor werde es deshalb in zwei bis drei Wochen „ein riesiges Loch geben“, sagt Hauschke. Dort wird der Fahrstuhl entstehen, der die Haltepunkte barrierefrei miteinander verbindet. Für die Großbaustelle bleibt das Areal deshalb noch bis zum 17. September für Autos tabu - insgesamt 16 Wochen wird die Sperrung dann gedauert haben.

Die Umleitung führt unter anderem durch die Scholvin- und Reuterstraße, in denen die Verkehrsregelung geändert wurde. „Am besten ist es aber, wenn man dort gar nicht erst langfährt“, sagt Hauschke. Auch in der Goethestraße gibt es nach wie vor Sperrungen, dort wird noch bis November an den Leitungen gearbeitet. Kritik kam dort zuletzt von Geschäftsleuten, die um ihre Existenz fürchteten.

Weitestgehend beschwerdefrei verlaufen dagegen inzwischen die Bauarbeiten zwischen Steintor und Raschplatz. Probleme gab es anfangs im Posttunnel, weil er zu niedrig ist für Stadtbahnen plus Stromabnehmer. Deshalb musste die Trasse dort tiefergelegt werden. Nach den Startschwierigkeiten sei man dort laut Hauschke „nun sogar vor der Zeit“. Interessierte können sich jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr über den Fortschritt im Bürgerbüro an der Kurt-Schumacher-Straße informieren. Die Haltestellen „Rosenstraße“ und „Raschplatz“ werden voraussichtlich im Herbst fertig sein, das Steintor Ende 2018. Nach vier Jahren Bauzeit wird dann die D-Linie fahren. Kosten: mindestens 47 Millionen Euro.

Von Peer Hellerling

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