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Das gibt es auf dem Food-Truck-Festival

Tapioka, Wildschwein-Burger und Kim Bap Das gibt es auf dem Food-Truck-Festival

Wildschwein-Burger, Kim Bap aus Korea und Tapioka-Fladen aus Brasilien – Das Food-Truck-Festival auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof lockt noch das ganze Wochenende mit exotischen Speisen, die die Gourmetküchen auf Rädern frisch zubereiten.

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Bis Sonntag stehen die Food-Trucks vor dem Hauptbahnhof.

Quelle: Kutter

Hannover. Sushi kennt jeder. Kim Bap dagegen hat es noch nicht in die Tiefkühltruhen der Supermärkte geschafft. Die kleinen, mit Fisch, Fleisch und Gemüse gefüllten Reishäppchen, die Dennis Li Lemberg zubereitet, sind in Korea ein beliebter Imbiss. Sie ähneln in der Tat dem japanische Sushi. Doch Lemberg mag den Vergleich nicht. Der Hamburger mit koreanischen Wurzeln pocht auf die kulinarische Eigenständigkeit der koreanischen Küche. „Kim Bap ist heute der Trend von morgen“ verkündet ein Schild an dem Food Truck des gelernten Kochs, der sich Anfang des Jahres mit seiner rollenden Küche selbstständig gemacht hat.

Wildschwein-Burger, Pastrami-Sandwiches und Vegan Food: Mehr als 30 rollende Gourmet-Küchen machen vom 20. bis 22. Mai Station auf dem Ernst-August-Platz vorm Hauptbahnhof und kochen frische Gerichte.

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Nun steht er für drei Tage zusammen mit knapp 30 anderen Varianten der innovativen Imbisswagen vor dem hannoverschen Hauptbahnhof. Dort ist einmal mehr ein Food-Truck-Festival an den Start gegangen. Diese Veranstaltungen, bei denen in den Wagen vor den Augen der Kunden frisch und meist recht unkonventionell gekocht wird, haben auch in Hannover Hochsaison.

„Guacamole – hab ich noch nie gehört?“ Ein junger Mann schaut skeptisch auf die grüne Avocado-Paste, die ihm Fatou Fofana in den Burrito füllt. Vor dem Food Truck ist jede Frage erlaubt. Trotz des Andrangs bleiben die Gastronomen stets freundlich, erklären, woher die Ware kommt, wie sie zubereitet wird und wie sie schmeckt. Auch die Gelassenheit gehört zum Konzept.

"Noch nie von Tapioka gehört?"

Es lässt sich auch noch Einiges lernen. Zum Beispiel,was Tapioka ist. Aus dem Mehl der brasilianischen Maniokwurzel werden Fladen gebacken, die sich mit allem füllen lassen, was schmeckt – traditionell mit Kokosnuss. „Das haben schon die Ureinwohner vor 2500 Jahren gegessen“, erklärt Peter Westerhoff aus Berlin. Er und Mariana Pitanga gehen mit ihrem Truck nicht nur zu Festivals auf Tour. In der Bundeshauptstadt gibt es, ähnlich wie in Hamburg, inzwischen regelmäßige Streetfood-Märkte, wo sich die Trucks versammeln. Auch Firmen, die keine Möglichkeit haben, ihre Mitarbeiter zu verköstigen, buchen die fahrbaren Kantinen.

Ein Trend, der in Hannover erst langsam anrollt. „Das wird aber kommen“, ist Christoph Eisermann überzeugt. Der Gastronom aus Celle stammt aus einem Familienunternehmen, das mit Bratwurst und Pommes groß geworden ist. Er setzt mit seiner neu gegründeten „Food-Mafia“ im Truck nun auf Burger der Edelklasse oder handgezupften Schweine-nacken mit Wildkräutersalat und will künftig auch als Firmencaterer anrollen. Schon auf dieser Spur unterwegs sind Yvonne und Matthias Wenig aus Bemerode. Mit ihrem Truck „Tastynaut“ machen sie in der Mittagszeit zum Beispiel auf dem Hanomag-Gelände oder auf der Expo-Plaza Halt. Erst vor knapp drei Monaten haben die beiden Jungunternehmer ihren Wagen ins Rollen gebracht. Allzu viele Nachahmer scheint es in Hannover noch nicht zu geben. Beim Food-Truck-Festival jedenfalls sind kaum Wagen mit einem Kennzeichen zu finden, das mit „H“ beginnt.

Das Food-Truck-Festival läuft am Freitag und Sonnabend von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

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