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Das gibt es im Sprengel-Anbau zu sehen

Ausstellung im Anbau Das gibt es im Sprengel-Anbau zu sehen

Das Sprengel-Museum besitzt Kunst von Weltformat – außer Picassos, Beckmanns, Klees oder Niki de Saint Phalles etwa die 1994 erworbene Sammlung Kurt und Ernst Schwitters mit fast 1000 Werken. Doch im Erweiterungsbau, der Freitagabend eröffnet wird, ist zunächst nichts davon zu sehen.

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Von Hellebardier bis Brikett: Die Plakate zu Sprengel-Ausstellungen.

Quelle: Archiv

Hannover. Im Inneren des Betons befindet sich noch Feuchtigkeit, das Haus ist noch nicht klimastabil, die wertvollen Klassiker der Moderne dürfen noch über Monate nicht aufgehängt werden. Um die zehn neuen Räume aber nicht ohne Kunst zu zeigen, überraschen zum Auftakt Installationen – verspielte und verfremdete. So kreisen in einem fast quadratischen Raum auf der Ostseite meterlange elektrische Zahnbürsten, die mit dem Bürstenkopf auf dem Boden rotieren, am anderen Ende aber mit einer Schnur zur Decke aufgehängt sind und so in Dauerbewegung sind – Schmirgelsound eingeschlossen (Christian Lohre).

Gleich nebenan irritiert Yoshihiro Suda die Besucher mit einer schlichten Rose, die zu Boden zu fallen scheint und bereits ein Blatt verliert (die Installation benötigt nichts außer zwei Bohrlöcher in der Wand – diese aber mussten in der Schlussphase der Arbeiten beschriftet werden: „Vorsicht Kunst“. Zu groß war die Gefahr, dass aufmerksame Arbeiter sie zuspachteln). Brachialer kommt die verfremdete Treppe aus Lautsprecherboxen („Scale“) daher, die Ceal Floyer auf der Gebäudeseite zum NDR hin installiert hat und die Trittstufengeräusche von sich gibt.

Geöffnet ist am Sonnabend (10 bis 24 Uhr) und Sonntag (10 bis 18 Uhr) das gesamte Museum – und man darf einfach das bezahlen, was einem das Museum wert ist. Wer Lust hat, kann dann auch den Blick auf eine Plakatausstellung werfen: Die Sprengel-Macher haben im Ursprungsgebäude mehr als 100 Plakate zu besonderen Ausstellungen drapiert: vom ersten Aushang für „Hannovers neues Museum am Maschsee“, das Calders Hellebardier zeigt, über die Werbung für die „März im Mai – Wiedereröffnung“ (1992) bis zum aktuellen Plakat. Es greift ein Bonmot von HAZ-Lesern auf und lädt ein ins neue „Brikett am See“. Selbstkritik können sie eben auch im Sprengel-Museum.

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Eröffnung des Erweiterungsbaus
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