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Das ist Hannovers beste Abiturientin

Schule Das ist Hannovers beste Abiturientin

Leonie Gerber (18) von der Schillerschule hat in diesem Jahr das beste Abitur in Hannover abgelegt. Von den 32 676 Schülern, die in Niedersachsen ihre Reifeprüfung ablegten, erreichte die Gymnasiastin aus Kirchrode das achtbeste Ergebnis.

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Leonie Gerber schaffte einen Abi-Schnitt von 1,0.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Einsen und Zweien ist sie seit der Grundschule gewohnt. „Ich war immer eine gute bis sehr gute Schülerin.“ Dass sie zu den Top-Ten-Abiturienten des Landes gehört und das stadtbeste Ergebnis erzielt hat, weiß Leonie erst seit Kurzem - und kann es noch nicht so richtig fassen. „Wahnsinn, das ist toll, ich war total überrascht.“

Politik als Lieblingsfach

Mit Jahrgangsbesten kennt sich die Schillerschule hingegen aus. Schon 2016 kam einer der beiden besten Abiturienten des Landes von der Kleefelder Schule. „Ich fühlte mich sehr gut vorbereitet auf die Abiturprüfungen“, berichtet Leonie. Fleißig gelernt habe sie natürlich auch. „Am liebsten draußen.“ Auf der heimischen Terrasse, im Wald, in der Straßenbahn, bei Spaziergängen spät abends oder früh morgens - ihre „Lernzettel“ hatte die 18-Jährige immer dabei.

Politik ist ihr Lieblingsfach. Kein Wunder, dass sie sich für das gesellschaftspolitische Profil in der Oberstufe entschieden hat. Als Prüfungsfächer hatte sie neben Politik Geschichte, Französisch, Mathematik und Englisch. In ihrem Abiturzeugnis steht fast überall die Bestnote: 15 Punkte. Nur nach der Geschichtsprüfung habe sie nicht so ein gutes Gefühl gehabt, erinnert sich die Abiturientin: 13 Punkte (eine Eins minus) waren es am Ende aber auch.

Eltern drücken auf die Bremse

Eine Klasse zu überspringen kam für Leonie nie infrage. Eine Klasse zu wiederholen aber auch nicht. Als sie als Zehntklässlerin drei Monate in Neuseeland war, habe sie den verpassten Lernstoff einfach nachgeholt. Den Druck, gut abzuschneiden, habe sie sich selbst gemacht. „Meine Eltern haben mich eher gebremst.“

Im Oktober möchte die Tochter zweier Juristen, die gern Tennis spielt und Ski läuft, ihr Jura-Studium beginnen. Am liebsten in Göttingen, vielleicht auch in Heidelberg oder Münster. Millionenstädte wie München oder Berlin liegen ihr nicht. Viele hätten gefragt, warum sie mit ihrem 1,0-Zeugnis nicht Medizin studieren wolle.

Aber: „Allein die Note macht aus mir keine gute Ärztin.“ Sie setzt lieber auf Jura: „Damit hat man wirklich viele Berufsmöglichkeiten.“ Sie könne Richterin oder Anwältin werden, in die Wirtschaft oder in die Politik gehen.

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