Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Das ist am Wochenende in Hannover los

Ausgehtipps Das ist am Wochenende in Hannover los

Mit vielen Veranstaltungen rund um Rathaus und Maschteich feiert Hannover am Wochenende den 775. Stadtgeburtstag. Den Auftakt bildet die Museumsnacht. Außerdem werden am Sonntagabend wieder viele Fußballfans beim Public-Viewing der Nationalmannschaft die Daumen drücken. Und am Kröpcke kündigt sich bereits das Schützenfest an. Was man in der Stadt sonst noch unternehmen kann, lesen Sie hier.

Voriger Artikel
Brouzi löst Heckmann im Hochschulrat ab
Nächster Artikel
A2 Richtung Berlin: Sperrung aufgehoben
Quelle: Archiv/Montage

Nacht der Museen

Hannover. Am Sonnabend präsentieren sich von 18 Uhr an 18 Häuser bei der Nacht der Museen. Dabei stehen Kurzführungen durch aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Kinderaktionen ebenso wie Musikeinlagen an. Die Museumsnacht bildet gewissermaßen den Auftakt zum 775-jährigen Stadtjubiläum. Um beide Termine miteinander zu kombinieren, hat die Stadt die Museumsnacht allerdings um zwei Wochen verschoben – daher können Landesmuseum und Handwerksform in diesem Jahr nicht dabei sein. Besucher können in der Nacht der Museen mit einer Eintrittskarte (7 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind umsonst dabei) 18 Einrichtungen besuchen – von der Architektenkammer und dem Kubus bis zum Feuerwehrmuseum und dem Museum Schloss Herrenhausen.

Auf vier Routen pendeln Üstra-Kulturbusse im 20-Minuten-Takt zwischen den Häusern, sodass sich auch Einrichtungen wie die Rosebusch-Verlassenschaften und das Exposeeum gut erreichen lassen, die nicht in der City liegen.

Ein visuelles und akustisches Highlight bietet die Museumsnacht Flaneuren von 21 Uhr an: Dann ist am Maschteich die Licht- und Klanginstallation „leine de lights“ zu erleben. Nach der Nacht der Museen wird sie bis zum 24. Juli täglich eingeschaltet und stimmt ebenfalls auf das große Jubiläum ein: Die Lichtpunkte symbolisieren einen Zeitstrahl zur Stadtgeschichte.

Hier fünf HAZ-Tipps für eine Museumstour

  1. Historisches Museum : Das Haus am Hohen Ufer organisiert Sonderführungen durch die Ausstellung „Die Bullibauer“, der Beginenturm öffnet seine Pforten. Kinder können in historischen Kostümen auf Zeitreise gehen – und auf der Dachterrasse gibt es Cocktails an der Bar.
  2. Museum für Energiegeschichte(n) : Das Quintett „Das Taschengrammophon“ spielt Salonmusik aus der Zeit, in der Töne noch aus dem Trichter kamen. Das passt zur Ausstellung „78, 45, 33 – vom sanften Ton zum starken Sound“, die derzeit in dem Museum in der Humboldtstraße 32 zu sehen ist.

  3. Kestnergesellschaft : Das Haus an der Goseriede zeigt derzeit die Sammelausstellung „Stellung nehmen“ mit Künstlern von Joseph Beuys bis Martin Kippenberger. Dort gibt es stündlich Blitzführungen sowie um 18, 19 und 20 Uhr Blitzführungen für Kinder. Außerdem präsentiert sich Slam-Poet Tilman Döring.

  4. Museum August Kestner : Vor dem Haus am Trammplatz gibt es Tango für jedermann zum Mitmachen. Neben Führungen durch die Sonderausstellung „Macht und Ohnmacht“ stehen Bastelworkshops für Kinder auf dem Programm, und um 23 Uhr gibt es eine Taschenlampenführung.
  5. Künstlerhaus : Der Kunstverein bietet in der Sophienstraße 2 unter anderem eine Kinderkunstrallye, und um 22 Uhr spielt Gipsy Lou. Das Kino zeigt Filmdokumente zur Stadtgeschichte, etwa über die Rote-Punkt-Aktion 1969 oder den Besuch der Queen vier Jahre zuvor. Und um 23.30 Uhr startet im Hof des Künstlerhauses die große Party zum Stadtgeburtstag mit den Bands 775 und Shanaya. Dabei hat auch das Video „This is Hannover“ des Musikzentrums seine Premiere.

Stadtgeburtstag

Am 26. Juni 1241 wurden Hannovers Stadtrechte bestätigt, vor genau 775 Jahren also. Und zum Höhepunkt des Jubiläumsjahres geht im Maschpark am Sonntag eine Party über die Bühne, bei der die Stadt sich selbst und ihre eigene Vielfalt feiert. Von 13 bis 17 Uhr präsentieren sich im Maschpark Stände alle Einrichtungen, die in Hannover Rang und Namen haben. Mehr als 75 Vereine und Verbände, Organisationen und Unternehmen geben sich beim Familienfest die Ehre. Zum Auftakt gibt es bereits um 10 Uhr einen Gottesdienst in der Marktkirche – und am Nachmittag präsentiert sich Hannover dann im Maschpark gewissermaßen im Kleinformat – und lädt zum Flanieren, Mitmachen und Entdecken ein.

Um die Party besser überblicken zu können, bietet das Rathaus am Sonntag kostenlose Turmauffahrten an. Und es werden Karten für den offiziellen Festakt verlost, den es am 8. Juli auch noch zum 775. Stadtjubiläum gibt: Auf dem Schützenfest gibt es dann in der Festhalle Marris Live-Musik unter anderem von Lena.

Musikalisch hat jedoch auch das Familienfest selbst bereits einiges zu bieten: Der Entertainer Desimo führt am Sonntag auf der Bühne hinter dem Rathaus durch ein Programm, bei dem höchst unterschiedliche Musiker und Ensembles kurze Auftritte absolvieren – ganz, wie es sich für Hannover als Unesco-City-of-Music gehört: Um 13.45 Uhr eröffnet Opus 112 das Programm. Dann folgt das Ensemble Musica Alta Ripa, es präsentieren sich das GOP und das Songwriter-Duo Milou & Flint, ehe sich dann von 15 Uhr an der Rapper Spax, der Sänger Juliano Rossi und der Musiker Lutz Krajenski abwechseln. Ab 16 Uhr spielt John Winston Berta, es folgen die Vivid Voices – und um 17 Uhr steht das Finale mit allen Musikern auf dem Programm.

Public Viewing zum Achtelfinale

Es geht weiter für Jogis Jungs, deshalb geht es auch weiter mit dem Public Viewing in hannoverschen Biergärten, unzähligen Kneipen, der Nordkurve vor dem Stadion – und vor allem schräg dahinter auf der Gilde-Parkbühne und in der benachbarten Swiss-Life-Hall, wo sich die meisten Fans versammeln. Am Sonntag um 18 Uhr geht es im Achtelfinale gegen die Slowakei, wer mitfiebern will, kann von 16 Uhr an aufs Parkbühnen-Gelände. Der Eintritt ist wie immer frei – bis auf die VIP-Tickets auf der Madsack-Tribüne, die für 75 Euro feines Catering und separate Toiletten beinhalten. Nico Röger vom Veranstalter Hannover Concerts ist sich sicher, dass es „jetzt erst richtig zur Sache geht. Mit jedem weiteren Spiel wird die Stimmung steigen.“ Hier können Sie die Spiele der EM live verfolgen.

Modesommer
 zum Anfassen

Hannovers Modemacher zeigen auch in den Sommerferien, was sie können. Bei Fahmoda, einem der großen Kreativzentren, kann man sich beim Tag der offenen Tür am Sonnabend von 11 Uhr an einen Eindruck verschaffen. Von 20 Uhr an verquickt die Show „Fashion & Dance“ in der Galerie Herrenhausen hiesiges Modedesign mit modernen Tanzelementen zu einer eleganten Leistungsschau. Nächsten Sonnabend ist dann der große Modepreis der Hochschule Hannover dran.

Charly Neumann geigt
 beim Schorsenbummel

Beim Schorsenbummel geht es zum 775. Bestehen der Stadt historisch zu: Am Sonntag von 12 bis 14 Uhr präsentiert sich Teufelsgeiger Charly Neumann, unterstützt vom Hannöverschen Traditionscorps, im historischen Kostüm als Georg III. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Tradition und Moderne“: Auf Opernplatz und Georgsplatz präsentieren sich bewährte Ensembles, und junge Musiker wie die Hochschul-Brass-Band unter der Leitung von Daniel Zeinoun spielen am Kröpcke.

Tag der Musikzüge

So allmählich kündigt es sich an, das 487. Schützenfest, das in einer Woche eröffnet wird. Auf dem Schützenplatz macht sich die Rummelstadt für den Stadtrummel bereit. Und am Sonnabend wird es laut auf dem Kröpcke – beim Tag der Musikzüge. Zwischen 10 und 16 Uhr gibt’s was für die Ohren – und wer will, kann auch gutes Auge beweisen. Beim Volksschießen mit einem Lichtpunktgewehr werden die neuen Volkshoheiten ermittelt.

von Simon Benne

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Geschwister der getöteten Frau äußern sich zum Fassmord

Gemeinsam mit Anwalt Matthias Waldraff traten die Geschwister um Hubertus Sander vor die Kamera. Die Familie der vor 24 Jahren getöteten Frau aus Hannover beklagt die jahrzehntelange Untätigkeit der Polizei in dem Vermisstenfall.