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Das ist der Sperrbereich zum Obama-Besuch

Massive Einschränkungen im Zooviertel Das ist der Sperrbereich zum Obama-Besuch

Während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama in Hannover werden massive Sicherheitsbestimmungen gelten. Die Polizeidirektion Hannover hat am Montag erstmals Informationen über Einschränkungen rund um die Eröffnungsveranstaltung der Hannover Messe im HCC bekannt gegeben.

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Kommt Ende April nach Hannover: Barack Obama.

Quelle: dpa/Google Maps/M

Hannover. Während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama müssen sich die Bewohner des Zooviertels auf erhebliche Einschränkungen in ihrem Alltag einstellen. Rund um das HCC, in dem Obama am Abend des 24. April die Hannover Messe eröffnet, wird die Polizei bereits einen Tag zuvor eine weiträumige Sicherheitszone einrichten. Ab dem 23. April um 8 Uhr bis am darauf folgenden Tag um 22 Uhr ist der Sperrbereich nur noch über den Braunschweiger Platz oder die Adenauerallee zu erreichen.

Die Anwohner müssen Personen- und Fahrzeugkontrollen über sich ergehen lassen und stets einen gültigen Personalausweis oder Reisepass dabei haben. Die Polizei hat am Montag begonnen, die Betroffenen durch Handzettel auf den Besuch des amerikanischen Staatsoberhauptes vorzubereiten.

Die Polizei wird an dem Wochenende mit einem Großaufgebot in dem Bereich präsent sein. Sprengstoffspürhunde werden das Gebiet rund um den Veranstaltungsort und das HCC selber absuchen. Vermutlich werden auch Scharfschützen auf den Dächern der umliegenden Häuser postiert. Bewohner des Zooviertels, die am Sonntag Besuch erwarten, müssen ihre Gäste rechtzeitig bis zum 17. April bei der Polizei anmelden. Das trifft auch für die Mitglieder des Tennisclubs DTV zu, deren Plätze und Trainingshallen ebenfalls im abgesperrten Bereich liegen.

Noch Fragen? Polizei antwortet auf allen Kanälen

Die Polizei steht den Anwohnern des Zooviertels, die von den Einschränkungen während des Obama-Besuchs betroffen sind, als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Am 13. April lädt die Behörde zu einer Informationsveranstaltung in die Aula des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums ein. Die Veranstaltung in der Seelhorststraße 52 beginnt um 19 Uhr.
Bis zum 24. April ist ein Bürgertelefon besetzt. Die kostenlose Rufnummer (08 00) 7 31 31 31 ist montags bis freitags zwischen 8 und 19 Uhr zu erreichen. Ab dem 18 April ist das Telefon bis einschließlich Sonntag jeweils bis 20 Uhr besetzt. Auch auf ihrer Internetseite bündelt die Polizeidirektion Hannover alle Informationen zum Obama-Besuch unter einen eigenen Button. Zudem informiert die Behörde an besagtem Wochenende über ihre Facebook-Seite „Polizei Hannover aktuell“ über die aktuellen Ereignisse.   

Doch auch die 2500 geladenen Gäste der Eröffnungsfeier im HCC müssen wegen der zahlreichen Sicherheitsvorschriften ein unübliches Prozedere über sich ergehen lassen. Sie werden gebeten, sich am Sonntag bis 14.30 Uhr auf dem Messegelände einzufinden und ihre Ausweise und eine blaue Teilnehmerkarte für die Feier bei sich zu tragen. Von dort geht es dann mit Bussen zum Veranstaltungsort im Zooviertel. Gepäckstücke dürfen die Besucher der Eröffnungsgala nicht mit sich führen. Eine individuelle Anreise zum HCC ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. tm

Rund um das HCC werden zudem weiträumige Halteverbotszonen eingerichtet, sodass, wie es auf den Handzetteln der Behörde heißt, „Parkraum kaum zur Verfügung stehen“ wird. Die Polizei bittet Fahrradfahrer, ihre angeschlossenen Räder im Bereich Theodor-Heuss-Platz, Schillstraße, Clausewitzstraße und am Stadtpark bis zum 24. April um 8 Uhr zu entfernen. Auch die Üstra kann den Sicherheitsbereich am Sonntag nicht durchqueren. Die betroffene Stadtbahnlinie 11 fährt nur zwischen den Haltestellen Haltenhoffstraße und Freundallee. Die Haltestellen Clausewitzstraße, HCC und Zoo entfallen an diesem Tag. Der Zoo bleibt aber ohne Einschränkungen geöffnet.

Die Vorstand der Gemeinde der Friedenskirche, die ebenfalls im Sperrgebiet liegt, musste die für den Tag des Obama-Besuchs geplante Konfirmationsfeier absagen. „Die Verantwortlichen haben die betroffene Gruppe geteilt, die Feiern finden jetzt am 1. und am 8. Mai statt“, sagt Joachim Stever vom evangelischen Stadtkirchenverband.

Polizei verteilt Flyer zum Obama-Besuch - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Trotz der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen können die Bewohner des Zooviertels nicht darauf hoffen, einen Blick auf den hohen Gast aus den USA zu erhaschen. Grundsätzlich könnten sich die Betroffenen zwar frei in ihrem Viertel bewegen.

Sie werden aber aufgefordert, in den Zeiten, in denen die Kolonnen der Staatsgäste vor dem HCC vorfährt und wieder abfährt, nicht an den Fenstern ihrer Wohnungen zu stehen und Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel zuzuwinken – anderenfalls droht eine Polizeikontrolle. Auch ein Aufenthalt an der Strecke werde nicht möglich sein, teilte die Behörde auf Anfrage mit.

 

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