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So verlaufen die neuen Südlink-Korridore

Stromtrasse durch die Region Hannover So verlaufen die neuen Südlink-Korridore

Nach massiven Protesten gegen die Stromtrasse Südlink hat die Bundesregierung eine Neuplanung beschlossen: Südlink soll unter die Erde. Nun hat der Netzbetreiber Tennet seine lange erwarteten Vorschläge präsentiert, wo er das Erdkabel verlegen will - auch durch die Region Hannover.

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So sehen Baustellen mit Grabenaushub und Rohrgräben zum Trassenbau aus. Das Foto von 2014 zeigt die Amprion-Baustelle in Raesfeld (Nordrhein-Westfalen), auf der Erdkabel verlegt werden.

Quelle: dpa/Symbolbild/M

Hannover. Der Plan sieht derzeit noch zwei Alternativtrassen vor, die eine Verbindung zwischen Brunsbüttel und Wilster in Schleswig-Holstein und Großgartach in Baden-Württemberg sowie Bergrheinfeld in Bayern schaffen sollen. Am Ende werden sich Tennet, die Bundesnetzagentur und die Bundesregierung auf einen der beiden Vorschläge einigen müssen. Das soll bis 2017 geschehen. Der Gesetzgeber verlangt dabei, dass die Trassen möglichst mit bereits bestehender Infrastruktur gebündelt werden, um so wenig unberührte Landschaft wie möglich zu beeinträchtigen.

Tennet hat in einer mehrere Monate dauernden Prüfung zwei parallele Trassenvorschläge entwickelt. Die westliche Trasse von Südlink  verläuft durch weite Teile der Region Hannover, durch das Weserbergland Richtung Göttingen. Der Korridor führt relativ nah an Neustadt, Garbsen, Seelze sowie Gehrden und Ronnenberg vorbei. Die östliche Variante verläuft dagegen durch die Lüneburger Heide, den Landkreis Peine und am Harzrand vorbei Richtung Thüringen. Die Region Hannover ist hier nur in einem schmalen Stück zwischen Burgdorf und Uetze betroffen. Der Trassenkorridor ist in der Planung 500 bis 1000 Meter breit, er kann sich daher in der Feinplanung noch verschieben.

Das sind die neuen Trassenvorschläge

(Hinweis: Die Darstellung bildet den etwaigen Verlauf der Vorschläge ab. Die eingezeichneten Linien zeigen jeweils den Mittelpunkt des Korridors, der eine Breite von 500 bis 1000 Metern hat.)

Vorschläge für Trassen bilden Rahmen für letztlichen Verlauf

Die von Tennet präsentierten Entwürfe bilden lediglich den groben Rahmen für den letztlichen Verlauf der Trasse. Das heißt: Egal welcher Korridor es am Ende wird, die Stromleitungen werden nur in einem deutlich schmaleren Bereich verlaufen. Für die Kabel wird letztlich ein rund 60 Meter breiter Graben ausgehoben. Die umliegende Baustelle wird schätzungsweise auf einer Breite von 200 Metern eingerichtet. 

Bürger sollen bei Feinabstimmung mitreden

Zunächst wird die zuständige Bundesnetzagentur die Vorschläge prüfen. Im weiteren Verfahren sollen dann auch die Bürger die Möglichkeit bekommen, ihre Meinung zu sagen - noch vor dem offiziellen Antrag Tennets bei der Bundesregierung. Von Mitte Oktober bis Mitte November wollen Tennet und TransnetBW Info-Foren durchführen. Über 30 Veranstaltungen werden in den Landkreisen stattfinden, in denen die vorgeschlagenen Erdkabelkorridore verlaufen könnten, verspricht das Unternehmen.

Erdkabel-Verlauf ist die letzte große Frage

Die Südlink-Pläne wurden von Beginn an von zahlreichen Bürgerprotesten begleitet. Dabei ging es zunächst vor allem darum, Freileitungen zu verhindern. Im Oktober 2015 einigte sich die Regierung dann auf einen Kompromiss: Statt Strommasten zu bauen soll Südlink komplett unter der Erde verlegt werden „Südink als reine Erdkabelverbindung ist der Wunsch der Bürger, für den die Politik den Weg frei gemacht hat", sagt Lex Hartmann, Mitglied der Geschäftsführung bei Tennet. Die Stromleitung soll im Jahr 2025 fertig sein - drei Jahre nachdem in Deutschland das letzte Akw vom Netz gegangen ist.

Mehrere Bürgerinitiativen haben Mitte des Jahres 2015 an einer großen Demonstration gegen die geplante Stromtrasse Südlink teilgenommen. Die Teilnehmer fuhren vom ZOB in Hannover mit Treckern durch die City. Am ZOB folgte eine Abschlusskundgebung.

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ran/mic

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