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Mario Barth reißt Pointen wie aus den Sechzigern

"Männer sind bekloppt ... aber sexy" Mario Barth reißt Pointen wie aus den Sechzigern

Ob "50 Shades of Grey", das männliche Technikverständnis oder die weibliche Neugierde: In seinem Programm "Männer sind bekloppt ... aber sexy" nimmt Comedian Mario Barth erneut die Mann-Frau-Beziehung aufs Korn. Seine Show am Sonnabend in der Tui Arena war fast ausverkauft.

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Quelle: Wallmüller

Hannover. Er pflegt eine Art von Kumpelhaftigkeit, die kann man mögen. Muss. Mann. Aber. Nicht. Das beginnt schon vor der Samstagsshow in der Tui-Arena, die üppig gefüllt, aber doch nicht ganz ausverkauft ist. Die „lieben Faninin und Fans“, so die Aufforderung auf den Leinwänden, sollten doch bitteschön nicht fotografieren und filmen. „Vielen Dank Euer Mario.“ Der Barth. Diesen Abend gibt’s eine Zusatzshow. Zum wiederholten Mal. Vom Erfolgsprogramm „Männer sind bekloppt, aber sexy“. Wiederholung – das ist sicher eines der Erfolgsgeheimnisse des 44-jährigen Komikers.

Es ist immer das Gleiche. Da ist die Freundin, die hat studiert. Und weil Mario Barth so seine Schwierigkeiten mit der Intelligenzia hat und sich gern als Mann des Volkes gibt, bekommt sie’s dicke. Mehr als zehn Minuten walzt er ihn aus, den Gag, dass die Frau Nilpferd und Nashorn verwechselt hat. Im Zoo. Diese Freundin, die ja sonst immer alles besser weiß. Ja, wie doof kann man denn sein?! Das Publikum freut sich diebisch.

Am Sonnabend kam der Comedian Mario Barth mit seiner Show "Männer sind bekloppt ... aber sexy" in die Tui Arena in Hannover.

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Auch dieses Programm des Comedians, der neue Maßstäbe in der Distanz zwischen Publikumszuspruch und Feuilletonkritik gesetzt hat, ist zeitlos. Viele seiner Pointen über kindische Männer (wie er selbst), wehleidige Jammerlappen (wie er selbst) und Opfer herzloser Frauen (wie er selbst) hätten genauso gut in die sechziger Jahren gepasst. Und die Anspielung auf den Berliner Flughafen, der nie fertig werden wird, hat ja auch schon einen Barth. Aber was ficht das einen an, der schon etliche Comedypreise eingeheimst hat und in schöner Regelmäßigkeit riesige Hallen füllt? „Anschiss kriegst Du so oder so“, brüllt Barth ins Mikro. Und wieder darf gekrachledert werden.

Kaum ein deutscher Komiker schafft es, so wenige Witze so abendfüllend auszuwalzen wie die Berliner Kodderschnauze. Barth liebt die Grimasse, die Pose, die ins Unermessliche gesteigerte Übertreibung des immer Gleichen. Das dauert. Und erspart dem Künstler, sich in Tiefgründigem und Hintersinnigem zu ergehen – was womöglich niemand versteht.

Hey, ich bin doch einer wie ihr: Barths Jovialität ist Programm. Doch oft, sehr oft kokettiert er mit seiner Berühmtheit. Erzählt dem gut gelaunten Publikum, wie Normalsterbliche reagiert haben, wenn sie IHM begegnet sind. Etwa der Flughafenmitarbeiter. Oder der Taxifahrer. IHM. Mario Barth. Dazu passt das monumentale Bühnenbild einer Science-Fiction-Metropole. Bombastisch, aber ohne erkennbaren Bezug zum Motto der Show. Bekloppt, aber sexy.

Doch eine Kleinigkeit ist anders an diesem Abend, dessen Abschlussfeuerwerk schon nach fünf Minuten angekündigt wird. Der ewige Barth beginnt mit seinen Kräften zu haushalten. Ist schon mal längere Wege gegangen auf der Bühne, hat schon mal mehr geschwitzt. Aber das ist o.k., schließlich ist der Mann bereits schmerzhaft gestürzt. 2013, bei TV-Dreharbeiten in Köln.

Im Vorraum der Tui-Halle wird die Vermarktung komischer Devotionalien zelebriert. Hier gibt’s Sprüche zu kaufen, Tisch um Tisch, für alle Lebenslagen. „Janz wichtig – Fresse halten angesagt“ steht auf einem Kaffeepott. Ach wirklich? Doch auf einem Einsteckzettel, der Mario Barths nächste Tourneetermine vermeldet, wird die Sache richtiggestellt: „Danke Hannover! Ich komme wieder“. Na denn.

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