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Das waren Coldplay in der HDI-Arena

Konzert in Hannover Das waren Coldplay in der HDI-Arena

Die Band Coldplay bringt in der HDI-Arena 47.000 Fans in Bewegung. Dreimal war die britische Band Coldplay seit 2009 in Hannover, dreimal reichte die größte Halle nicht aus. Das Stadion muss es sein. Und drunter würde Sänger Chris Martin wohl auch langweilig finden. 

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Coldplay spielen in der HDI-Arena

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Überhaupt Größe: Ihm kann es gar nicht groß genug sein. Er badet gern in der Masse, in einer Halle würden Martins Arme wohl an die Decke stoßen, so weit scheinen sie ins Publikum zu reichen. Und das mehr denn je: Denn das Konzert in der HDI-Arena beginnt schon mit Feuerwerk und Konfettiregen und ist ein Gemeinschaftsversuch. Wie sehr können Band und Masse den Abend zusammen gestalten, interagieren. Popkonzert goes Kirchentag.

Das nächste Megakonzert: Coldplay spielen in der HDI-Arena in Hannover. 

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Hey Freunde, kommt, wir machen was zusammen! In "beautiful Hannover", wie Martin einwirft. Ständig sind Zuschauer auf der Leinwand eingeblendet. In München hat Martin sogar einen Fan auf die Bühne geholt, der per Plakat den Wunsch geäußert hatte, mit dem Superstar ein Duett zu spielen. Als ob es das normalste der Welt wäre. Das Stadion als Probenbühne, vielleicht als Scheiter-Haufen, schauen wir mal, wir sind ja unter uns.

Das macht man nur einmal, das passiert in Hannover nicht. Doch die Erwartung ist greifbar: Was macht er diesmal? Was ist diesmal die unvergessliche Story dieses Konzerts? Das muss nicht mal ein Lied sein. Das kann auch Martin selbst sein, der auf der Bühne herumspringt, als sei das alles ein großes buntes Kinderspiel. Und die überbordende optische Inszenierung bietet jede Menge Futter für Auge und Handykamera. Aber Musik gibt’s ja auch noch. Nachdem gegen 20.45 Uhr Charlie Chaplin als „Großer Diktator“ die erste Ansage des Abends macht – und dessen Motto ausgibt: Ihr alle – nicht ein Einzelner oder eine Gruppe – könnt dieses Leben frei und schön machen und zu einem wunderbaren Abenteuer.“

„A head full of Dreams“ - für zwei Stunden soll der Kopf gelüftet werden: Probleme raus, Flausen rein. Da bieten Coldplay-Songs – zu Beginn „Yellow“, „The Scientist“, „Every Teardrop is a Waterfall“ - eine schöne akustische Projektionsfläche. Bewährtes steht vor Überraschendem, eine ziemlich risikolose Hitmischung aus Balladen und Mitsinghymnen. Und natürlich viel „lalala“ aus Tausenden Kehlen, auch dafür sind alle hier. Sie wissen schon selbst ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, da muss der Vorsänger gar nicht mehr vorsingen. Songs wie „Paradise“ liefern die Stadionatmo schon auf CD mit. Das funktioniert seit Jahren. So gern sich das Publikum auch fernsteuern lässt, sei es von dem hyperaktiven Dirigenten da vorn oder von einer Lichtregie, die vor dem Konzert verteilte Armbänder im Takt und in jeder Farbkombination leuchten lassen kann – die Coldplay-Meute macht auch gern ihre eigene Party. Denn die hat sie quasi mit der Eintrittskarte dazugebucht.

Und die Band schaut sich das gern auch mal aus der Nähe an. Ein Steg ins Publikum ermöglicht das, ein richtiger Steg, ein Popstar-Catwalk, nicht so eine popelige Kegelbahn wie bei Depeche Mode. Hier braucht es Größe und Länge. Und eine Kleinbühne im Publikum, auf der die Band die Show ein bisschen drosselt „Always in my Head“ und „Magic“ zeigen den grübelnden, liebeskummernden Martin, der sich zwischendurch gar für den Brexit entschuldigt. Jenes „Everglow“ schließlich hat sogar eine hannoversche Geschichte, die auf der Bühne aber keine Erwähnung findet. Schließlich war hier für den Song ein Video gedreht worden, bei dem 1000 Fans stundenlang im Eisstadion am Pferdeturm als wunderkerzenschwenkende Kulisse herumstanden, ohne dass sich ein Bandmitglied blicken ließ.

Mit „Clocks“, dem euphorischen „Charlie Brown“ und der passenden „Hymn for the Weekend“ kehrt die Band zurück zum Frontalunterricht, immer unterstützt, teilweise überlappt von mächtigen, bunten flackernden Pojektionen und Lichteffekten, die nach einer Konzertstunde wegen der einsetzenden Dunkelheit noch bombastischer zur Geltung kommen. „Viva La Vida“, der Mitschunkler schlechthin, der bei den 96-Kickern als Tormusik mittlerweile abgelöst worden ist, brandet wie eine große, warme Welle durchs klatschende, hüpfende Rund. Mit Adventures of a Lifetime" und vielen Riesenluftballons geht es ins große bunte Finale. Nicht Kirchentag. Martinstag. Und alle zusammen. Natürlich.

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