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Aha denkt nicht an Senkung des Mindesvolumens

Diskussion über Müllgebühren Aha denkt nicht an Senkung des Mindesvolumens

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha hat derzeit offenbar keine aktuellen Pläne, das Mindestvolumen beim Restmüll zu senken. Der stellvertretende Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebs, Thomas Reuter, sagte am Donnerstag lediglich, das Mindestvolumen werde bei jeder Gebührenkalkulation überprüft.

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Aha nimmt Stellung zum Bürgergutachten für die neuen Müllgebühren.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Derzeit liegt das Mindestvolumen bei zehn Litern pro Person und Woche. Viele Bürger, vor allem im Umland, wünschen sich allerdings eine Mindestmüllmenge von fünf Litern. Das Mindestvolumen war ein Thema in der Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses der Region. Reuter hatte in der Sitzung am Donnerstag zu den Ergebnisses des Bürgergutachtens zur neuen Gebührensatzung Stellung genommen.

Nach Angaben von Reuter kostet das derzeitige Verteilsystem für die Restabfallsäcke rund zwei Millionen Euro. Diese Kosten tragen alle Gebührenzahler, obwohl nur 15 Prozent der Gebührenpflichtigen die Kosten verursachen, erläuterte er. Derzeit arbeite Aha an einem neuen Verfahren für die Verteilung der Säcke. Es sei ein "Phänomen", dass derzeit viele der Briefe mit den Gutscheinen auf dem Weg zwischen Aha und dem Bürger verschwänden. "Aha ist aber verpflichtet, den Bürgern nachzuweisen, dass sie die Gutscheine erhalten haben", sagte Reuter.

Die Empfehlung der Bürgergutachter, die Biotonne auch im Umland einzuführen, sei keine einfache Aufgabe, betonte der stellvertretende Aha-Chef. Sollte das beschlossen werden, dann müssten an alle Grundstückseigentümer Fragebögen verschickt werden, um die Daten für die jeweils nötige Behältergröße zu bekommen. "Das würde 660000 Euro kosten", sagte er. Alle Grundstücksbesitzer müssten dann die Biotonne nehmen. Ausnahmen gäbe es dann nur für diejenigen, die ihre Bioabfälle auf den eigenen Komposthaufen bringen. Die geschätzt 140 Millionen Liter mehr Bioabfall pro Jahr würden zusätzliche Kosten von rund 1,4 Millionen Euro verursachen. "Ein erheblicher Teil davon müsste aus den Abfallgebühren finanziert werden", stellte Reuter klar.

Einfacher dagegen ließen sich die Vorschläge der Bürgergutachter beim Sperrmüll verwirklichen. Die Bürger hatten in ihrem Papier empfohlen nur noch zweimal pro Jahr kostenlos Sperrmüll abzuholen und nicht mehr unbegrenzt. Angemeldet werden bei Aha pro Jahr etwa 100000 Sperrmülltermine, darunter sind nur rund 1000 Bürger, die mehr als zwei Abfuhren pro Jahr wünschen.

Die Bürgergutachter hatten mehrheitlich empfohlen, komplett auf die Tonnenabfuhr umzustellen und Säcke nur nur in ganz besonderen Ausnahmefällen zuzulassen. Eine dafür von den Bürgern ins Gespräch gebrachte Härtefallregelung ist aus der Sicht von Aha jursitisch angreifbar. Wenn ein Grundstück zum Beispiel von der nächsten Straße entfernt sei, könne man sich immer darüber streiten, welche Entfernung für eine Härtefallregelung gelten könne, erläuterte Reuter.

Von Mathias Klein

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