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Aus der Stadt Der Cityring soll schmaler werden
Hannover Aus der Stadt Der Cityring soll schmaler werden
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11:41 12.10.2011
Der Cityring soll um eine Spur verkleinert werden. Quelle: Martin Steiner (Archivbild)
Hannover

„Wir fangen nach 25 Jahren Zusammenarbeit ja nicht bei null an“, sagte die SPD-Fraktionschefin Christine Kastning. Deutliche Akzente setzt die Koalition bei der Stadtentwicklung. So müssen sich die Bürger auf einen schmaleren Cityring gefasst machen, denn auf dem Friedrichswall und am Leibnizufer will Rot-Grün die Fahrspuren um einen Streifen pro Richtung verringern. Statt sechs Spuren ständen dann insgesamt nur noch vier zur Verfügung. Die Gefahr von Staus sehen die Ratspolitiker nicht. Ein Gutachten hatte ergeben, dass die schmalere Variante den Verkehrsfluss nicht in Gefahr bringt. Wie die frei werdenden Flächen später genutzt werden, blieb am Dienstag unklar.

Zudem ist die rot-grüne Koalition fest entschlossen, in den kommenden fünf Jahren die Pläne aus dem Stadtdialog City 2020 umzusetzen. Das bedeutet, dass der Klagesmarkt bebaut wird, die VHS in die ehemalige Schule am Hohen Ufer zieht und auf dem Pausenhof der Schule zwei Gebäude errichtet werden. Auch auf dem Köbelinger Markt und am Marstall sollen neue Häuser entstehen. „Das Gesicht der Innenstadt wird sich stark verändern“, sagt Grünen-Fraktionschef Lothar Schlieckau.

Die befürchteten verkehrspolitischen Einschnitte, die die Grünen noch in ihr Wahlprogramm schrieben, sind ausgeblieben. Eigentlich forderten die Grünen Tempo 40 auf bestimmten, besonders lärmenden Hauptverkehrsstraßen. Jetzt ist davon im Koalitionspapier nichts mehr zu finden. Auch die Erhebung einer Bettensteuer, von den Grünen im Wahlkampf als neues finanzpolitisches Instrument gepriesen, taucht in der Koalitionsvereinbarung nicht auf. Etwas wolkig heißt es nur, man wolle einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und dabei auch einen Blick auf die Einnahmeseite werfen. Zuvor war bereits durchgesickert, dass im Rathaus eine Erhöhung der Grundsteuer für Immobilienbesitzer um neun Prozent erwogen wird.

Andreas Schinkel und Felix Harbart

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