Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Der Hauptbahnhof soll größer werden

Ausgelastete Kapazitäten Der Hauptbahnhof soll größer werden

Über 600 Personenzüge aus dem Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr fahren täglich durch den Hauptbahnhof Hannover. Mehr geht derzeit nicht. Um die Kapazitäten auszubauen, wird ein zusätzliches Gleis an der Raschplatzseite benötigt.

Voriger Artikel
Sportler feiern große Sportbuzzer-Party im Brauhaus
Nächster Artikel
6 Dinge, die man heute in Hannover machen kann

Über 600 Personenzüge fahren täglich durch den Hauptbahnhof. Mehr geht derzeit nicht.

Quelle: Thomas

Hannover. Der Hauptbahnhof braucht ein zusätzliches Gleis auf der Raschplatzseite, wenn in dem Verkehrsknoten künftig mehr Züge verkehren sollen. Gutachter empfehlen nach Informationen der HAZ diese Maßnahme sowie den zweigleisigen Ausbau eines Teilstücks der sogenannten Deisterstrecke für die S-Bahn-Linien 1 und 2. Regionssprecher Klaus Abelmann bestätigte gestern entsprechende Informationen, nannte aber keine Details etwa zu Kosten und Zeitplänen. Das Gutachten ist noch nicht öffentlich.

Durch den Hauptbahnhof fahren täglich weit mehr als 600 Züge, verteilt zu je einem Drittel auf Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Dass damit die Kapazitätsgrenze erreicht ist, bekommen Fahrgäste jetzt schon in Form von Durchsagen zu spüren: „Der Grund für die Verspätung sind Verzögerungen im Betriebsablauf“ lautet eine gängige Variante. Dabei ist es erklärtes politisches Ziel von Land und Region, den Personenverkehr auf der Schiene auszubauen. Wegen Hannovers zentraler Lage als Verkehrsknotenpunkt haben Probleme dort weiträumige Auswirkungen.

Die Forderung nach zusätzlichen Gleisen besteht schon seit Langem. Ursprünglich sollten es zwei sein, jetzt empfehlen die Gutachter eines, das dann die Nummer 15 trüge. Es würde hauptsächlich für die S-Bahn-Züge reserviert, die Richtung Osten nach Lehrte und von dort aus weiter Richtung Celle oder Hildesheim fahren. Platz dafür wäre vorhanden, weil die Stadtplaner den Bereich immer freigehalten und beispielsweise das Parkhaus Rundestraße nicht direkt an den Bahnhof gesetzt haben. Die Region hat sich in dem Bereich Flächen gesichert.

Das Gleis 15 könnte noch bei einer anderen Problematik helfen. Wenn von 2020 an der Hauptbahnhof für die Dauer von mehr als zehn Jahren bei bislang geschätzten Kosten von gut 150 Millionen Euro saniert werden muss, wird das auch Auswirkungen auf den Verkehr haben. Ein zusätzliches Gleis würde diese lindern.
Kopfzerbrechen macht den Fahrdienstleitern derzeit auch die teilweise nur eingleisig zu befahrene Deisterstrecke. Wenn dort eine S-Bahn unpünktlich ist, muss auch der Gegenverkehr warten. Derartige Verspätungen wirken sich in weiten Teilen des Netzes aus – spätestens dann, wenn diese Züge auch den Fahrplan auf den Gleisen 1 und 2 im Hauptbahnhof durcheinanderbringen. Dort halten nicht nur alle S-Bahnen außer denjenigen Richtung Osten, sondern auch die Regionalzüge der Heidebahn. Ein zweigleisiger Ausbau der Deisterstrecke zwischen den Barsinghäuser Ortsteilen Bantorf und Winninghausen, so die Überlegung, könnte derartige Kettenreaktionen verhindern.

Neben diesen beiden Vorschlägen haben die Gutachter weitere Maßnahmen im Paket wie etwa den Bau zusätzlicher Weichen oder eine bessere Verteilung der Züge auf den Bahnsteigen im Hauptbahnhof. Wie Region, Land und auch die Politik die Vorschläge bewerten, muss sich noch zeigen. Die Expertise wird am kommenden Donnerstag in der öffentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses der Regionsversammlung vorgestellt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Das war Bosse in der Swiss Life Hall

Bosse bittet zum „Engtanz“. Seit März tourt er mit dem gleichnamigen Album durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am Sonnabend rockte er vor einer ausverkauften Swiss Life Hall.