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Ist das die Zukunft des Ihme-Zentrums?

Investor stellt Pläne im Rathaus vor Ist das die Zukunft des Ihme-Zentrums?

Amir Dayan, Vertreter der Investorengruppe Intown, die das Ihme-Zentrum erworben hat, hat vor Ratspolitikern erstmals öffentlich seine Pläne vorgestellt - und Skepsis geerntet. Ein konkretes Konzept für den gesamten Komplex legte er nicht vor. Allerdings soll die Größe der Gewerbefläche verringert werden.

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So könnte das Ihme-Zentrum aussehen.

Quelle: Schulze & Partner

Hannover. Bisher hat er sich stets im Hintergrund gehalten - am Donnerstag hat der Investor der Ihme-Zentrums nun erstmals öffentlich Pläne für die Sanierung der maroden Großimmobilie vorgestellt. Allerdings präsentierte Amir Dayan von der Investorengesellschaft Intown im Rathaus vor Oberbürgermeister Stefan Schostok und Ratspolitikern nur eine virtuelle Version einer neuen Fassade für die Immobilie. Nach seinen Worten sollen die Arbeiten im kommenden Jahr beginnen. Ein konkretes Konzept, wie das gesamte Ihme-Zentrum wieder belebt werden könnte, blieb Dayan indes schuldig. "Wenn die Stadt Mieter bleibt, machen wir weiter", erklärte er nur.

Monatelang war unklar, wer genau hinter dem Investment im Ihme-Zentrum steckt. Am Donnerstag war Amir Dayan im Rathaus.

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Wie berichtet, hatte die Stadt dem Investor ein Ultimatum gestellt: Bis zum Ende dieses Jahres muss er ein schlüssiges, zukunftsweisendes Gesamtkonzept für das Ihme-Zentrum vorlegen. Andernfalls will die Verwaltung, mit 26.000 Quadratmetern Fläche größter Büromieter, den Auszug aus dem Komplex vorbereiten. Ende 2017 läuft der größte Mietvertrag aus. In der Sitzung des Oberbürgermeister-Ausschusses stellte Dayan klar, dass eine Verlängerung der Mietverträge für ihn nach wie vor die Grundbedingung ist, um an einem Engagement im Ihme-Zentrum festzuhalten. Dies sei zentral, um Verhandlungen mit Einzelhändlern voranzutreiben, die in die leerstehenden Gewerbeflächen einziehen könnten, sagte er. Die Stadt wiederum will erst verlässliche Zusagen auch anderer Interessenten sehen, bevor sie ihre Verträge verlängert. Auch die Stadtwerke, die bis 2020 einen Büroturm im Ihme-Zentrum angemietet haben, haben ihre Auszugspläne bereits öffentlich gemacht.

Grundsätzlich plant Dayan, die Einzelhandelsflächen deutlich zu reduzieren. Statt der derzeit 55.000 Quadratmeter Gewerbeareale sollen diese nur noch 15.000 Quadratmeter ausmachen. Was mit den restlichen Flächen passieren soll, blieb vage. "Dafür gibt es viele Optionen. Man könnte Flächen für die Universität einrichten, Bereiche für den Stadtteil oder auch Wohnungen schaffen", sagte der Investor. In welche Höhe er im Ihme-Zentrum investieren will, ließ Dayan offen. Nach HAZ-Informationen sollen die Fassadenarbeiten zwischen acht und zehn Millionen Euro kosten.

Die Zukunft des Ihme-Zentrums bleibt weiter ungewiss.

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Oberbürgermeister Schostok wurde von den Dayan Plänen für die Neuaufteilung der Flächen offenbar überrascht. "Wir haben erst kurz zuvor in einem Gespräch davon erfahren", sagte Schostok im Ausschuss. Die Verwaltung sei aber bereit, auch diese Ideen zu prüfen. Ende August oder Anfang September will die Stadt sich dazu erklären. Ein belastbares Sanierungskonzept seitens des Investors bleibe aber die Bedingung für einen Verbleib der Behörden im Ihme-Zentrum.

Die Politiker im Ausschuss zeigten sich skeptisch. "Jeder stellt dem anderen Bedingungen. Wie soll da der Knoten platzen", fragte Jens-Michael Emmelmann von der CDU. Freya Markowis von den Grünen konstatierte, bisher sei nach dem Verkauf an den Investor "nicht viel passiert". Für die SPD mahnte Ewald Nagel "zumindest irgendeine Form von Zeithorizont" an. Laut Dayan würde eine Fassadensanierung 24 Monate dauern, ein weiteres Jahr die Herrichtung der anderen Flächen.

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