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Aus der Stadt Ein Lindener macht Radio für New York
Hannover Aus der Stadt Ein Lindener macht Radio für New York
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06:20 30.11.2016
Patrick Decker, der sich DJ Oonops nennt, ist eigentlich Industriedesigner. Quelle: Foto: Daniel Georg
Hannover

Ein Hannoveraner, der eine Sendung bei einem Radiosender aus New York produziert? Genau das macht Patrick Decker schon seit vier Jahren. Am 2. Januar erscheint seine 50. Ausgabe von „Oonops Drops“ bei Brooklyn Radio - und das, obwohl der Online-Sender eigentlich gegründet wurde, um lokalen DJs eine Plattform zu geben.

Die ungewöhnliche Konstellation entstand durch einen Zufall: Decker, der sich DJ Oonops nennt, ist eigentlich Industriedesigner und hörte im Büro gern den Online-Sender Brooklyn Radio. „Die Musik gefiel mir und ich habe gedacht, dass ich selber viel mehr Mixtapes machen müsste“, sagt er. Was als privates Vergnügen anfing, verselbstständigte sich bald: Freunde von ihm spielten sein Mixtape auf dem Blog ihres hannoverschen Bekleidungslabels - Deckers Musik kam gut an. Er fängt an, als DJ in verschiedenen Clubs aufzulegen und schickt sein Tape auch an Brooklyn Radio, mit der Bitte, es dort als Gastbeitrag zu senden. Den Machern gefällt seine Art, verschiedene Musikstile wie Soul, Funk, Hip-Hop, Reaggae, Jazz, R ’n’ B, Drum ’n’ Bass, Soulful Dubstep und Downbeat miteinander zu kombinieren - eine langfristige Zusammenarbeit entsteht. Seine Sendungen dauern zwischen 40 Minuten und dreieinhalb Stunden und widmen sich oft speziellen Themen. Mal geht es um afrikanische Musik, mal um Jazz, dann macht er eine Sondersendung zum Motto „Smile“ oder aber zu bestimmten Künstlern. Mit dabei auch immer Gäste, dessen Mixtapes in seins eingebaut werden. Sein Anspruch: „Jede Sendung soll zeitlos bleiben“, sagt Decker. Das scheint zu gefallen: Mittlerweile hören sich bis zu 27.000 Menschen die Sendung des Lindeners an, der auch in Hannover am Plattenteller steht und in Clubs wie dem Lux oder der Cumberlandschen Galerie auflegt. Dennoch, sich hauptberuflich auf die Musik zu konzentrieren, war nie eine ernsthafte Überlegung. „Ich habe drei Kinder und bin froh, dass ich einen guten Job habe“, sagt der Industriedesigner. Die DJ-Karriere sehe er eher als Leidenschaft und zweites Standbein - die Radiosendung produziert er kostenlos. „Aber dadurch bekomme ich ja viele Aufträge“, sagt Decker.

Alle Sendungen des Hannoveraners gibt es online auf brooklynradio.com/oonops-drops.

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