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Die Maikäfer wollen nicht fliegen

Zu kalt Die Maikäfer wollen nicht fliegen

„Es gibt keine Maikäfer mehr“, sang Reinhard Mey 1974. Die Zeiten sind vorbei: Inzwischen ist der kleine Blatthornkäfer wieder häufiger anzutreffen. Was aber Spaziergängern und Gartenbesitzern in diesem Jahr auffällt: Die Tiere sind träge, liegen oft wie leblos am Boden. Das ist kein Wunder.

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Gestern in der Eilenriede: Träger Maikäfer.

Quelle: Hans-Peter Wiechers

Hannover. „Das Frühjahr war relativ kalt, die Tiere können ihre Temperatur nicht selbst regulieren und wirken daher oft benommen“, sagt Insektenforscherin Heike Hadrys von der Tierärztlichen Hochschule (TiHo). Einen Lichtblick gibt es: Das Aprilwetter ist vorbei, die Tage werden endlich sonniger, ab Donnerstag sollen nun auch die Temperaturen steigen.

Die Natur ist derzeit um Wochen hinter dem kalendarischen Plan zurück. Hadrys war Dienstag mit Studenten in der TiHo-Freilandstation in Braunschweig-Schapen unterwegs - und erstaunt. „Wir haben keine einzige Libelle gesehen“, sagt die Artenschutzgenetikerin. „Auch Kröten sind kaum zu sehen, dafür blüht der Löwenzahn noch - das müsste längst durch sein.“ Auch im Wasser sind Kleinlebewesen noch kaum zu sehen.

Für alle, die Maikäfer finden, hat Hadrys einen einfach Tipp. „Entweder anhauchen, oder in die Sonne bringen - dann werden die Tiere schnell aktiv.“ Die dicken Brummer haben einen hohen Energieverbrauch, bei Wärme erwachen ihre Lebensgeister.

Zu Zeiten von Wilhelm Busch (1832-1908) hätte sich niemand Sorgen um Maikäfer gemacht. Die Baumschädlinge galten als Plage und dienten höchstens dem Schabernack unter der Bettdecke von Lehrer Lämpel. Die Tiere haben einen langen Lebenszyklus: Meist vergehen vier Jahre vom Stadium als Engerling bis zum voll entwickelten Käfer, der dann nur wenige Wochen lebt und mit der Ablage von bis zu 100 Eiern stirbt. 1911 wurden bei einer Plage 22 Millionen Maikäfer gesammelt. Wie alle Insekten aber leidet auch der Maikäfer unter den Monokulturen in der Landwirtschaft und dem hohen Pestizideinsatz. Inzwischen scheinen sich die Bestände aber zu erholen: Spaziergänger finden die Tiere immer häufiger.

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