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Politiker wollen Geburtshilfe stärken

Anhörung im Regionsausschuss Politiker wollen Geburtshilfe stärken

Experten debattieren bei einer Anhörung zum Hebammenmangel in der Region. Während das Land von einer akzeptablen Situation in der Geburtshilfe spricht, beklagen Hebammen alarmierende Zustände.

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Hebammenmangel: Die Arbeit von Hebammen in der Region ist gefährdet.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Zumindest die Politiker waren sich am Ende einig: Die Hebammen der Region brauchen Unterstützung. Nur wie? Ein Runder Tisch sei das Mindeste, meinten CDU und SPD im Einklang. CDU-Mann Manfred Benkler, Vorsitzender des Sozialausschusses der Region und zugleich Moderator des Abends, ging sogar noch einen Schritt weiter: Er forderte eine Hebammenbeauftragte, die sich um die Probleme der Geburtshilfe kümmert.

Zuvor hatte eine Expertenanhörung im Sozial- und im Gleichstellungsausschuss der Region gezeigt, dass man beim Thema Hebammenmangel durchaus unterschiedlicher Meinung sein kann. Hebammenvertreterinnen aus Niedersachsen und Berlin beklagten besorgniserregende Zustände in der Geburtshilfe, berichteten von werdenden Müttern, die nach 30 Telefonaten immer noch niemanden für die Geburtsvorsorge gefunden hätten, und von Kliniken, die zeitweilig Kreißsäle schließen müssten.

Das sei eine alarmierende Situation, sagte Veronika Bujny, Vorsitzende des Hebammenverbandes Niedersachsen. Andreas Stradtmann aus der Abteilung Soziales, Pflege und Arbeitsschutz des Sozialministeriums dagegen meinte, dass die Versorgungssituation im Land "so schlecht nicht sei". 2013 habe es immerhin 63.000 Geburten in Niedersachsen gegeben. 98 Prozent hätten in Krankenhäusern stattgefunden, nur 2 Prozent andernorts. Die Probleme in der Geburtshilfe hätten vor allem mit dem Personalmangel  vor Ort zu tun und nicht mit dem generellen Zustand der Geburtshilfe im Land. "Ich möchte wissen, woher Sie ihre Zahlen haben", hielt Gitta Scholz, Kreissprecherin des Hebammenverbandes für die Region Hannover, dagegen. Die Anzahl der Hebammen auf der Hebammenliste der Region sei in den vergangenen 10 Jahren von 169 auf 111 (darunter viele Teilzeitstellen) geschrumpft. Die Anzahl der Hebammenpraxen von 17 auf 7: "Es herrscht hier bereits ganz konkret ein großer Mangel."

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