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Eisdecke dick genug

Der Maschsee ist freigegeben


Das Eis ist endlich dick genug: Am Mittwoch hat die Stadt den Maschsee freigegeben. Die Eisdecke hat die Mindestdicke von durchgehend 13 Zentimetern erreicht und darf nun betreten werden.
Foto: 18 Zentimeter: Die Eisdecke auf dem Maschsee ist dick genug.

18 Zentimeter: Die Eisdecke auf dem Maschsee ist dick genug.

© Joos

Hannover. Das Warten hat ein Ende. Am Mittwoch hat die Stadt Hannover den Maschsee für Spaziergänger, Schlittschuhläufer und alle anderen Eisbegeisterten freigegeben. Gemessen wurde an einer kritischen Stelle: In der Mitte des Sees im Süden. Dort war das Eis sogar 18 Zentimeter dick, so dass um 11 Uhr das Eis freigegeben werden konnte.

Ganz offiziell wurde die Freigabe dann auch um 11.30 Uhr. Die Stadt hisste die zwei rot-weißen Stadtflaggen - je eine am Nord- und eine am Südufer - die Spaziergängern, Joggern und Schlittschuhläufern die Freigabe der Eisfläche signalisieren sollen. Solange die Flaggen wehen, ist das Eis freigegeben. Ein Teil des Sees am Südufer bleibt aber weiterhin gesperrt. Dort bleibt der Maschsee wegen der Tiere eisfrei.

Kurz nach der Messung tummelten sich auch schon die ersten Menschen auf dem Eis: Spaziergänger, Mütter mit Kinderwagen, Jogger und Schlittschuhläufer nutzten die Gelegenheit und wagten sich auf den gefrorenen See.

Derweil bereiten sich Hannovers Gastronomen schon auf die große Eisparty vor: Die Stadt hat sieben Bewerbern eine Genehmigung zum Aufbau von Buden für das Nordufer erteilt. Sieben Stände können am Donnerstag im Bereich des Hellebardiers aufgebaut werden. Geplant sind drei Glühweinstände, zwei Imbisse, ein Crêpe- und ein Schmalzkuchenstand. Auch einen Schlittschuhverleih wird es geben.

Hinzu kommen die Aktivitäten von Gastronomen auf privatem Gelände. So will Claus Bähre mit seiner Firma „Bä(h)renstark“ im Bereich des Rudervereins am Westufer Glühwein und Bratwurst verkaufen. Mehr als 50 Bewerbungen sind laut Flohr bei der Stadt für die Fläche am Nordufer eingegangen – „die letzten erst in diesen Tagen, doch da besteht keine Chance mehr“. Das Bewerbungsverfahren laufe langfristig, bewerben kann sich ein Standbetreiber für zwei Jahre im Voraus. Wenn der Maschsee dann zufriert, werden die Anträge je nach Eingang bearbeitet. Die ersten sieben Gastronomen bekommen den Zuschlag für eine Woche, hält das Eis länger, sind die nächsten sieben Bewerber an der Reihe.

Nicht dabei ist dieses Mal die Familie Aulich vom Brauhaus Ernst August. „Wir haben jetzt erfahren, dass wir leider nicht dazugehören“, sagt Phillipp Aulich. „Stattdessen gehen wir an den Silbersee in Langenhagen.“ Vier Buden mit Glühwein und Gegrilltem sollen dort aufgebaut werden, wenn das Eis freigegeben wird. Dort gelten die gleichen Kriterien wie für den Maschsee. Auch am Steinhuder Meer wird nach Auskunft von Willi Rehbock, Leiter des Tourismus-Service, am Mittwoch noch einmal die Stärke des Eises gemessen. „Dann werden wir entscheiden, ob wir am Wochenende ein Eisvergnügen organisieren“, sagt er.

Die Stadt misst die Eisdicke auch weiterhin regelmäßig. Sollten die Decke auf dem Maschsee dünner als duchgängig 13 Zentimeter werden oder Tauwetter einsetzen, wird die Freigabe zurückgenommen und die Fahnen eingezogen.

r.

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