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Der Sommer kommt im Zickzack-Kurs

Wetter Der Sommer kommt im Zickzack-Kurs

„Der Juli bricht den Hitzerekord“ titelte die HAZ 2010. Und dieses Jahr? Bisher trübe Aussichten. Nach einem verregneten Juli versprechen die Meteorologen nun aber Freibadwetter für die nächsten Tagen. Und sie reden von einem „Zickzack-Sommer“.

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Der Sommer kommt auf Stippvisite.

Quelle: Finn

Hannover. Schön war es, heiß war es – und manchmal auch recht schweißtreibend. „Der Juli bricht den Hitzerekord“ titelte die HAZ vor einem Jahr. Die Mitarbeiter des Grünflächenamts mussten mitten in der Urlaubszeit zum Großeinsatz ausrücken, um die Straßenbäume zu bewässern, die Freibäder waren brechend voll und abends pulsierte das Stadtleben unter freiem Himmel.

Und dieser Juli? Der ist trübe, kühl und windig. Die Freibadbetreiber stöhnen, an den Außenplätzen der Straßencafés liegen noch immer Wolldecken bereit, Sonnenschirme schützen vor Regen und die Bäume brauchen kein zusätzliches Wasser. Und zum Abschluss des Hochsommermonats hat das Tiefdruckgebiet „Quentin“ nochmal richtig versucht, den Hannoveranern das Wochenende madig zu machen.

Angesichts des unbehaglichen Wetters wähnt sich mancher beinahe schon im Herbst, doch die Wetterexperten winken ab: Der Juli war zwar nicht mustergültig, aber auch kein Totalausfall, folgern sie aus ihren Statistiken. „Wir beurteilen das Wetter natürlich auch im Vergleich“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Und weil wir ein richtig tolles Frühjahr hatten, ist und das natürlich noch lebhaft in Erinnerung“, sagt er. Und dazu käme dann noch der Vergleich mit dem letztjährigen Juli, der sechs Grad wärmer war als üblich.

Rein statistisch war der Juli 2011 tatsächlich vergleichsweise kühl. Die Temperatur in Hannover lag nach Angaben der Meteorologen 1,5 Grad unter dem langjährigen Mittel. Geregnet hat es – auch das mögen viele anders empfinden – in der Region indes zu wenig. Lediglich 52 Liter Niederschlag fielen, das sind nur 84 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge im Juli. Andernorts, etwa in Potsdam lag die monatliche Regenmenge hingegen 200 Prozent über dem Durchschnitt, in Rostock gar 400 Prozent.

Aber jetzt kommt „ Janet“

Der Name klingt verheißungsvoll – und hinter ihm verbirgt sich tatsächlich ein Hochdruckgebiet, das sich über dem südwestlichen Europa breit machen und in einem stetigen Strom heiße afrikanische Wüstenluft zu uns schaufeln soll. Einziger Haken: Janet wird uns voraussichtlich nicht lange erfreuen.

Los gehen soll es mit dem besseren Wetter bereits am Montag. Zwar versteckt sich die Sonne vorerst noch, aber Temperaturen von 23 Grad bringen schon mal ein bisschen Sommergefühl in die Region. Für Dienstag und Mittwoch rechnen die Meteorologen dann mit astreinen Freibadwetter mit zwischen acht und zehn Stunden Sonnenscheindauer und Temperaturen um 25 Grad. Am Mittwoch soll das Thermometer sogar auf 27 ansteigen. Da die Luft trocken bleibt, wird die Wärme überdies nicht als schwül empfunden.

Am Donnerstag könnten Gewitter die kurze Schönwetterphase auch schon wieder beenden, allerdings sind sich die Meteorologen derzeit noch recht unsicher, ob es dann einen erneuten Wetterumschwung gibt. Meteorologe Jung ist sich sicher, dass der Sommer bleibt, wie er ist: ein „Zickzack-Sommer“ mit ständigem Wechsel zwischen warmen, sonnigen Phasen und kühlerem und trübem Wetter.

Es sieht so aus, als ob Jung für Hannover mit seiner Prognose recht behält. Denn ein Hochdruckgebiet über Skandinavien oder über Polen, das üblicherweise für lange Schönwetterperioden sorgt, ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Im Vergleich zum Vorjahr war der diesjährige Juli gefühlt fast schon herbstlich. Und tatsächlich: Die Durchschnittstemperaturen lagen eineinhalb Grad unter dem langjährigen Mittel.

Matthias Klein

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Der Sommer kommt nur auf Stippvisite nach Hannover.

Kaum ist der Sommer zurück, verabschiedet er sich auch schon wieder. Wer Hoch „Janet" nicht aussnutzen konnte, hat seine Chance vertan: Schon am Mittwoch ziehen Gewitterwolken auf - und nach dem Donnerwetter wird es kühler.

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