Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Der Sommer kommt im Zickzack-Kurs
Hannover Aus der Stadt Der Sommer kommt im Zickzack-Kurs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 01.08.2011
Der Sommer kommt auf Stippvisite. Quelle: Finn
Anzeige
Hannover

Schön war es, heiß war es – und manchmal auch recht schweißtreibend. „Der Juli bricht den Hitzerekord“ titelte die HAZ vor einem Jahr. Die Mitarbeiter des Grünflächenamts mussten mitten in der Urlaubszeit zum Großeinsatz ausrücken, um die Straßenbäume zu bewässern, die Freibäder waren brechend voll und abends pulsierte das Stadtleben unter freiem Himmel.

Und dieser Juli? Der ist trübe, kühl und windig. Die Freibadbetreiber stöhnen, an den Außenplätzen der Straßencafés liegen noch immer Wolldecken bereit, Sonnenschirme schützen vor Regen und die Bäume brauchen kein zusätzliches Wasser. Und zum Abschluss des Hochsommermonats hat das Tiefdruckgebiet „Quentin“ nochmal richtig versucht, den Hannoveranern das Wochenende madig zu machen.

Angesichts des unbehaglichen Wetters wähnt sich mancher beinahe schon im Herbst, doch die Wetterexperten winken ab: Der Juli war zwar nicht mustergültig, aber auch kein Totalausfall, folgern sie aus ihren Statistiken. „Wir beurteilen das Wetter natürlich auch im Vergleich“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Und weil wir ein richtig tolles Frühjahr hatten, ist und das natürlich noch lebhaft in Erinnerung“, sagt er. Und dazu käme dann noch der Vergleich mit dem letztjährigen Juli, der sechs Grad wärmer war als üblich.

Rein statistisch war der Juli 2011 tatsächlich vergleichsweise kühl. Die Temperatur in Hannover lag nach Angaben der Meteorologen 1,5 Grad unter dem langjährigen Mittel. Geregnet hat es – auch das mögen viele anders empfinden – in der Region indes zu wenig. Lediglich 52 Liter Niederschlag fielen, das sind nur 84 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge im Juli. Andernorts, etwa in Potsdam lag die monatliche Regenmenge hingegen 200 Prozent über dem Durchschnitt, in Rostock gar 400 Prozent.

Aber jetzt kommt „Janet“

Der Name klingt verheißungsvoll – und hinter ihm verbirgt sich tatsächlich ein Hochdruckgebiet, das sich über dem südwestlichen Europa breit machen und in einem stetigen Strom heiße afrikanische Wüstenluft zu uns schaufeln soll. Einziger Haken: Janet wird uns voraussichtlich nicht lange erfreuen.

Los gehen soll es mit dem besseren Wetter bereits am Montag. Zwar versteckt sich die Sonne vorerst noch, aber Temperaturen von 23 Grad bringen schon mal ein bisschen Sommergefühl in die Region. Für Dienstag und Mittwoch rechnen die Meteorologen dann mit astreinen Freibadwetter mit zwischen acht und zehn Stunden Sonnenscheindauer und Temperaturen um 25 Grad. Am Mittwoch soll das Thermometer sogar auf 27 ansteigen. Da die Luft trocken bleibt, wird die Wärme überdies nicht als schwül empfunden.

Am Donnerstag könnten Gewitter die kurze Schönwetterphase auch schon wieder beenden, allerdings sind sich die Meteorologen derzeit noch recht unsicher, ob es dann einen erneuten Wetterumschwung gibt. Meteorologe Jung ist sich sicher, dass der Sommer bleibt, wie er ist: ein „Zickzack-Sommer“ mit ständigem Wechsel zwischen warmen, sonnigen Phasen und kühlerem und trübem Wetter.

Es sieht so aus, als ob Jung für Hannover mit seiner Prognose recht behält. Denn ein Hochdruckgebiet über Skandinavien oder über Polen, das üblicherweise für lange Schönwetterperioden sorgt, ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Im Vergleich zum Vorjahr war der diesjährige Juli gefühlt fast schon herbstlich. Und tatsächlich: Die Durchschnittstemperaturen lagen eineinhalb Grad unter dem langjährigen Mittel.

Matthias Klein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einer Woche Fahrt sind die Teilnehmer der Oldtimer-Zuverlässigkeitsfahrt „2000 Kilometer durch Deutschland“ wieder in Hannover eingerollt. Das älteste Auto der Rallye war immerhin Baujahr 1939. Aber nicht jeder Teilnehmer hat es bis ins Ziel geschafft .

01.08.2011

Einen Monat nach der Einführung eines vorläufigen Verkaufsverbots für alkoholische Getränke im Hauptbahnhof stehen die Händler dem dauerhaften Erfolg der Maßnahme skeptisch gegenüber. „Es ist ruhiger geworden, aber die Randale geht weiter“, sagt Holger Schneider, Betriebsleiter des Bahnhofs-Kiosks.

31.07.2011

Eigentlich will die Stadt 70 Langzeitarbeitslose als Bürgerarbeiter einstellen, aber nur vier treten jetzt zum Monatsanfang ihre Stellen an. Für die SPD in Hannover ein Ärgernis und ein Zeichen dafür, dass das Modell nicht funktioniert. „Die Hürden für die Genehmigung von Bürgerarbeitsplätzen sind viel zu hoch“, kritisiert SPD-Ratsherr Ralf Borchers.

31.07.2011
Anzeige