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Aus der Stadt Gröhes Spagat beim Klinikbesuch in Lehrte
Hannover Aus der Stadt Gröhes Spagat beim Klinikbesuch in Lehrte
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00:15 19.08.2016
Von Mathias Klein
Hermann Gröhe am Dienstag in Lehrte. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Lehrte/Hannover

Die Plakate erweckten den Eindruck, als sei das Krankenhaus gefährdet, dabei ist es gerettet, so heißt es bei den Lehrter Sozialdemokraten. Es gehe der CDU darum, die Bürger zu verunsichern.

Am Dienstag hat die CDU wieder das Klinikum zum Thema im Kommunalwahlkampf gemacht. Eingeladen von Regionsfraktionschef Bernward Schlossarek, der in Lehrte lebt, war Parteifreund und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in die Stadt gekommen, um sich das dortige Krankenhaus anzuschauen. Dieser Besuch war durchaus heikel - wirft doch etwa die Ärztevereinigung Hartmannbund Gröhe vor, mit seinem Krankenhausstrukturgesetz vor allem kleine Kliniken zu gefährden. Das Gesetz sieht vor, dass Kliniken bestimmte Behandlungen nur abrechnen können, wenn diese häufig genug durchgeführt werden. Das führe zu einer Zentralisierung in großen Kliniken - genau das, wogegen sich die CDU in der Region wehrt.

Bei einem Pressegespräch gestern in Lehrte bemühte sich Gröhe nun um einen Spagat - und sprach sich unter gewissen Voraussetzungen für den Erhalt kleinerer Krankenhäuser aus. Es müsse eine Arbeitsteilung zwischen den Kliniken geben. „Kleinere Krankenhäuser haben dann eine Zukunftschance, wenn sie klug und arbeitsteilig in einem Verbund agieren“, sagte Gröhe. Fachabteilungen müssten zwischen einzelnen Kliniken aufgeteilt werden. Spezielle Eingriffe, wie zum Beispiel die Versorgung von Frühgeborenen, müsse jedoch in größeren Kliniken konzentriert werden, betonte der Minister.

Lehrte soll nach den Plänen der Regionsversammlung in Zukunft hauptsächlich Fachklinik für Geriatrie sein. Um andere Abteilungen zu erreichen, werden die Lehrter künftig häufiger anderswohin fahren müssen.

„Wir wollen den Grundsatz der guten Erreichbarkeit bei den Krankenhäusern erhalten“, betonte Gröhe dennoch. Wichtig sei das auch für die Erstversorgung, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen oder bei einem Verdacht auf Schlaganfall. „Aber nicht jedes Krankenhaus kann eine Stroke Unit haben“, betonte Gröhe. Eine Überversorgung mit Kliniken gebe es in Deutschland vor allem im städtischen Raum.

Mit konkreten Äußerungen zur Situation in der Region Hannover und zum Lehrter Krankenhaus hielt sich Gröhe zurück. „Ich ahne, welch einen Kummer es in Springe wegen der Schließung des Krankenhauses gegeben hat“, sagte er. Es seien aber in den vergangenen Jahren immer mehr kleinere Kliniken „vom Netz gegangen“.

Musik auf kleiner Bühne soll dem Raschplatz neues Leben einhauchen - damit der Platz nicht nur von der Trinkerszene bevölkert wird. Doch der Erfolg lässt auf sich warten, vorsichtig ausgedrückt. „Wir zählen etwa 80 bis 100 Zuhörer pro Konzert, inklusive Trinkergruppe“, sagte Stadtbezirksmanagerin Claudia Göttler in der Sitzung des Bezirksrats Mitte.

Andreas Schinkel 19.08.2016

Lärm, Gestank, Glasscherben und zu viel Aggressivität: Auf den Weißekreuzplatz in der Oststadt ist die Trinkerszene zurückgekehrt. Rund 50 bis 60 Personen umfasst die Gruppe, schätzt die Stadtverwaltung. Anwohner beobachten bis zu 40 Trinker, die sich auf dem Platz versammeln und für Sozialarbeiter nicht zugänglich sind.

Andreas Schinkel 19.08.2016

Hannover will in Zukunft Jugendliche stärker an politischen Entscheidungen beteiligen. „Wir wollen große Gruppen von Jugendlichen erreichen und Beteiligungsformen entwickeln, die dauerhaft funktionieren“, sagt Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski.

19.08.2016
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